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Die USA werden zusammenbrechen wie das römische Reich

30.03.2014  |  Redaktion
Der Zusammenbruch des römischen Reichs zeigt die Auswirkungen von wirtschaftsstützenden Maßnahmen, die auch derzeit die USA einsetzt, erklärte US-Hedgefonds-Manager David Tice diese Woche auf der Mines & Money in Hongkong. Zwar hätten so bedeutende Redner wie James Rickards, Egon von Greyerz oder auch Chris Powell auf der Konferenz ihren Optimismus für Gold bekundet, aber Tice hätte geschichtliche Beweise geliefert, dass Gold nicht nur Grundlage für Währungen ist sondern auch für Länder selbst, hieß es am Donnerstag in einem Artikel auf Mining News.

Seine Argumentation habe sich vor allem gegen eine Aussage von Warren Buffet gerichtet, der den Nutzen von Gold in Frage gestellt habe. Tice hätte darauf verwiesen, dass die Seltenheit von Gold, die Mühen seiner Produktion und die Geschichte den Wert von Gold bestimmen würden. Anscheinend müsse dies Menschen wie Buffet, den Tice als Sprachrohr für all jene bezeichnete, die Gold in Zweifel ziehen wöllten, immer wieder klar gemacht werden.

Um seine Aussage zu belegen, verwies Tice auf das alte Griechenland. Weder Gewicht noch Qualität der athenischen Drachme hätten sich über die Jahrhunderte verändert. Mit Ausweitung des Reiches sei auch der Einfluss dieser Währung gewachsen und sie habe ihren Wert selbst dann behalten, als die einzelnen Länder zusammenbrachen.

Ganz anders dagegen habe es sich im römischen Reich verhalten. Die internationale Währung des Reiches habe schon kurz nach Einführung ihren Abstieg begonnen. Nero habe dem Denar quasi den Todesstoß gegeben, als er den Gold- und Silberanteil durch billigere unedle Metalle ersetzen ließ und somit Inflation und Entwertung der Münzen ermöglichte. Der Silbergehalt schrumpfte von 99% auf nur noch 50-60%. Wofür?

Um Schulden einfacher bezahlen zu können! Das erinnere doch sehr an das heutige Amerika. Die Entwertung des Denar durch die römischen Kaiser habe sich konstant fortgesetzt. Innerhalb kurzer Zeit seien schließlich Handel, Wirtschaft und Lebensstandards zusammengebrochen. Zunächst hätten sich die ärmeren Schichten immer weiter verschuldet, schließlich auch die Mittelschicht. Der Denar habe schließlich soviel an Wert verloren, dass nicht einmal mehr die Römer selbst ihre Währung benutzen wollten. Während Griechenland also würdevoll versank und seine Währung nie an Wert verlor, war der Absturz von Rom brutal und von einem vollständigen Zusammenbruch der Währung begleitet.

All dies sei besonders interessant in Hinblick aus die USA. Über die Jahrtausende hinweg seien verschiedene Rohstoffe als Währung genutzt worden, doch Gold und Silber bzw. beide seien selten nicht involviert gewesen. Seit Nixon das Goldfenster geschlossen hat, wäre nun zum ersten Mal in über 4.000 Jahren die führende Weltwährung nicht durch Gold oder andere Edelmetalle gedeckt.

Die Geschichte von Fiat-Währungen hingegen sei eine Geschichte des Scheiterns. Seit dem römischen Reich habe es immer wieder zu Wertverlust und schließlich Zusammenbruch geführt, nicht nur für die Währung sondern auch für die zugehörige Wirtschaft. Nicht eine habe überlebt! Und immer wären die Menschen, wenn die Zuversicht schwindet, zu Gold und Silber zurückgekehrt und genau das werde auch jetzt bevorstehen, auch wenn Warren Buffet denkt, dass Gold nutzlos sei.

Die enormen Missverhältnisse im globalen System könnten schon bald zu einer großen Krise führen. Was schließlich der Auslöser sein wird, sei schwer zu sagen, aber für Tice ist die Diskrepanz zwischen Papier- und physischem Goldmarkt am wahrscheinlichsten dieser entscheidende finanzielle "Unfall". Die Entwirrung des Papiergoldmarktes werde anschließend für einen explodierenden Goldkurs sorgen.


© Redaktion GoldSeiten.de



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