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Jeff Clark: Die Inflation kommt - Kaufen Sie jetzt Gold und Silber!

04.04.2014  |  Redaktion
Wir alle kennen die Horror-Inflations-Szenarien, die so viele Länder in der Vergangenheit durchlebt haben. Wie fortschrittlich eine Nation auch sein mag - kein Land der Welt sei je vor den zerstörerischen Konsequenzen des reuelosen Währungsmissbrauchs gefeit gewesen, so Jeff Clark von Casey Research in einem Beitrag, der zu Beginn dieser Woche auf ETF Daily News veröffentlicht wurde.

Genau diese verheerenden Folgen würden nun auch die USA, die EU, Japan und China einholen - sämtliche Nationen, die sich der Gelddruckmaschine als Lösung ihrer wirtschaftlichen Probleme verschrieben haben. Und wie schützt man sich vor der Inflation? Natürlich mit Gold. Die Geschichte kennt viele Beispiele, in denen Menschen angesichts einer steigenden Inflation diesen bewährten sicheren Hafen angesteuert haben:

In Brasilien ist die Investmentnachfrage nach dem gelben Metall im Zeitraum von 1976 bis 1989 um ganze 333% von 20 auf 86,5 Tonnen in die Höhe geschnellt. Der Grund: Die Inflation stieg während dieser Zeit von einem ohnehin hohen Niveau auf einen nicht länger tragbaren Prozentsatz von 1.972. Erst als die Inflation 1990 wieder nachließ, ging auch die Goldnachfrage wieder zurück.

Ein ähnliches Bild zeichnete sich auch in Indonesien Ende der 90er Jahre ab. 1998 geriet das Land in eine ernste wirtschaftliche Krise; die Inflation stieg während dieses Jahres verglichen zum Vorjahr von 6,2 auf 58%. Die Investmentnachfrage nach Gold folgte dieser Entwicklung und stieg mit 22,5 Tonnen auf nahezu das Doppelte. Als die Inflation schließlich zurückging, schwand auch die Goldnachfrage.

Auch Indien mit seiner traditionellen Liebe zu Gold hat in der Vergangenheit gezeigt, welche Korrelation zwischen Goldnachfrage und Inflation besteht. So stieg die durchschnittliche Inflationsrate des Landes im Jahr 1998 auf 13%. Die Inder reagierten und kauften vermehrt Gold in Form von Barren und Münzen sowie Goldschmuck. Die gesamte Konsumnachfrage erreichte in diesem Jahr einen neuen Rekord von 774,4 Tonnen und überstieg damit die Nachfrage des Vorjahres um 13%.

Auch Ägypten, Vietnam und die Vereinigten Arabischen Emirate reihen sich in dieses Bild ein. So stieg deren Investment- und Schmucknachfrage deutlich an, als die Inflation 2008 ihren Höhepunkt erreichte.

Eines der jüngsten Beispiele, die belegen, dass in Zeiten hoher Inflationsraten die Nachfrage nach Goldinvestments und -schmuck zunimmt, ist Japan. Mit seinem Kampf gegen die Deflation hat Premierminister Shinzo Abe im vergangenen Jahr für einen Anstieg der Inflation auf 1,2% gesorgt, verglichen zu einer Deflation von 0,1% im Vorjahr. Die Nachfrage nach Goldmünzen, -barren und -schmuck verdreifachte sich in der Folge dessen und erreichte 21,3 Tonnen. Vor allem Pensionsfonds griffen vermehrt auf das gelbe Metall zurück.

Anders als all diese Länder, so Clark, hätte die ehemalige Sowjetunion keine derart tiefe Bindung zu Gold. So kaufte die Bevölkerung Weißrusslands vornehmlich US-Dollars und Euros, als der Weißrussische Rubel 2011 eine deutliche Abwertung erfuhr. Doch auch die Goldverkäufe seien seinerzeit, ebenso wie die Silber- und Platin-Verkäufe, spürbar gestiegen.

Auch in Argentinien zeigte sich jüngst, welche Auswirkungen Inflation auf die Goldnachfrage hat. Im März letzten Jahres überstieg die Inflationsrate des Landes die 26%-Marke. Zwar gäbe es derzeit keinerlei detaillierte Zahlen, doch spreche alles dafür, dass Argentinien im vergangenen Jahr mehr Gold als je zuvor gekauft habe, so Clark.

Und die Moral von der Geschichte? Zwischen Inflation und Goldnachfrage besteht eine direkte Verbindung. Nimmt die Inflation (oder auch nur die Erwartung einer steigenden Inflationsrate) zu, so tut es ihr die Goldnachfrage gleich. Steigt die Goldnachfrage, so bedeutet dies wiederum einen steigenden Goldpreis. Der inflationäre Sturm, der uns bevorstehe, sei nach Ansicht des Experten nicht mehr aufzuhalten und werde den Goldpreis auf Höhen katapultieren, die wir derzeit nicht für möglich halten. Was es daher jetzt zu tun gelte, sei, in Gold (und Silber) zu investieren, ehe es die Massen tun und keinerlei Gold oder Silber mehr übrig ist.


© Redaktion GoldSeiten.de



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