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Medientendenz gegen Gold verstehen (und ignorieren)

25.04.2014  |  James West
Für diejenigen unter uns, die in den Medien häufig als “Goldbugs“ bezeichnet werden, ist die Fragilität der öffentlichen Stimmung bezüglich Gold & Silber - und auch Investitionen ganz allgemein - die größte Barriere mit Blick auf gesunde, freie und faire Märkte. Es ist frustrierend, dass die Mehrheit tatsächlich bereit ist, die von den Mainstream-Medien nachgeplapperten und von den TV-Persönlichkeiten wiederholten Meinungen anzunehmen - nur weil diese viel zahlreicher sind als Gegenstimmen und von TV-Ikonen präsentiert werden, die selbst Milliardengelder betreuen.

So ist es auch kein Zufall, dass die Standardbezeichnung "GoldBug" - für alle jene, die die aktuelle wie historische Entwicklung von Gold kommentieren und verfolgen (und oft selbst Goldinvestoren sind) - immer auch das Insektenhafte und Verrückte konnotiert (‘bug‘ hat im Englischen u.a. die Bedeutungen von Wanze, Käfer aber auch Irrer; Anm. d. Red). Das passt und reicht den Schreibern schon, um Goldinteressierte zu kategorisieren, wobei stichhaltige Argumente gegen ein natürliches Interesse am Gold gar nicht mehr ins Feld geführt werden müssen.

Der in den Mainstream-Finanzmedien ständig gegebene Drang, den so reißerisch negativen Leitspruch “Gold ist ein babarisches Relikt!“ immer wieder aufzugreifen, zeugt nur zu sehr von einem vollkommenen Mangel an Überblick und Recherche, der den meisten Anti-Gold-Hasstiraden zugrunde liegt. (Es handelt sich dabei um ein Zitat von John Maynard Keynes, der auch als Vater der monetaristischen Politik bezeichnet werden kann, und es bezieht sich auf den damals herrschenden Goldstandard - nicht aber auf Gold an sich.)

Die begrenzt intellektuelle Führungsposition der großen Medienunternehmen verbreitet sich dann im gesamten Sektor aufgrund von Unternehmensvorständen, die den Banken geneigt sind (und die sich somit geradezu doppelzüngig verhalten?!) - Banken also, die im Grunde die Quelle dieser negativen Berichterstattung sind, aber gleichzeitig auch das Hauptgeschäft der betreffenden Medienunternehmen.

Dieses Unverständnis (oder die mutwillige Verweigerung und Ignoranz) gegenüber Gold und Silber und deren Platz in der Wirtschaftsgeschichte durchzieht alle Gesellschaftsschichten von Teenagern bis zu Zentralbankern - Gleiches gilt für die Konsequenzen der schwerwiegenden und täglichen Manipulation der Gold- und Silberkursdaten quer durch die Metall- und Futures-Märkte und bei den verschiedenen Anlageprodukten, die in Gold und Silber denominiert sind. Das Denken der Menschen ist geprägt von der Mainstream-Finanzpresse.

Es fällt nicht schwer, zu verstehen, warum Banken und Medien gemeinsam die Indikatorfunktion dieser Edelmetalle im globalen Finanzsystem (insofern diese nicht schwerstens manipuliert sind) ablehnen.

Noch eine andere Sache trägt zusätzlich zur Frustration der Gold- und Silberkommentatoren bei: Die Tatsache, dass sich auch trotz aller Vorfälle und Indizien, die unzweifelhaft auf weitverbreitete Manipulation aller Anlageklassen durch weltweit tätige Banken verweisen, die Wahrnehmung der Durchschnittsbürger bezüglich der Integrität von Banken und Medien praktisch nicht ändert.

Gerade im Rahmen der Sterilisierung der U.S. Commodities Futures Trading Commission (Kommissar Bart Chilton war der Einzige, der den Mut besaß, in aller Öffentlichkeit auf definitive Unstimmigkeiten im Silberterminhandel hinzuweisen), dürfen wir jetzt davon ausgehen, dass die Prüfung der von der Kommission fehlregulierten Märkte ganz verschwinden wird und dass das Einflusspotential zur Erzeugung von Negativstimmung gegenüber den Edelmetallen zunehmen wird.

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CFTC-Kommissar Bart Chilton war der Initiator einer Untersuchung wegen Silberkursmanipulation am Terminmarkt, die nach 4 Jahren Untersuchungszeit ergebnislos verlief.


Verständnis menschlicher Phänomene erreicht man durch ein Verständnis der Motive

Der erste Schritt, um das Joch der intuitiven Anti-Gold-Stimmung abzuschütteln, welche durch die Mainstream-Medien erzeugt wurden, ist eine Katalogisierung aller Motive, die Banken und Medien dazu bewegen, alles erdenklich Mögliche zu versuchen, um in der Öffentlichkeit eine allgemeine Geringschätzung der Edelmetalle zu erreichen - also jener Nummer 1 unter allen Standards, zu dem alle anderen Währungen ins Verhältnis gesetzt werden können.

Es drängt sich in der Tat ein Hauptgrund auf, warum die Banken die öffentliche Stimmung gegenüber Gold und Silber unterminieren wollen - und das ist KEIN ANDERER als die Tatsache, dass diese Metalle der einzige verlässliche Standard sind, der den entwerteten Charakter der strategisch manipulierten und aufgeblähten Fiat-Währungen offenbart.




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