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Silberjunge: 3sat zur Goldpreismanipulation, kurz zur Lage und nochmals zum Investmentkompass

09.05.2014  |  Silberjunge
Zunächst erlauben Sie mir bitte den Hinweis, dass am morgigen Freitag um 21 Uhr in 3sat ein Beitrag zu Gold ausgestrahlt werden soll. Dieser sollte ursprünglich im ZDF heute-journal am 22. April 2013 das Tageslicht der Öffentlichkeit erblicken, also eine Woche nach dem Sturz von Gold und Silber. Frank Bethmann vom ZDF bestätigte mir soeben nochmals, dass dieser leicht modifizierte Beitrag in dem morgigen Magazin enthalten sein wird. Folker Hellmeyer, Dimitri Speck und meine Wenigkeit werden u. a. zu sehen sein.

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In der kommenden Ausgabe begebe ich mich auf die Spurensuche der Manipulation und ich halte dies gerade jetzt für wichtig, damit wir verstehen, was hier gerade geschieht. Gestern fielen Gold und Silber wieder im Umfeld der Anhörung von Janet Yellen. Ein Wunder? Wohl Kaum! Im heutigen Handelsblatt wird ihr Auftritt mit keiner Silber erwähnt und in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung findet sich auf Seite 19 die Überschrift "Fed-Vorsitzende rechnet mit stärkerem Wachstum" über einem winzigen Artikel.

Darin heißt es dann: "Ich erwarte, dass die Wirtschaft in diesem Jahr etwas stärker wachsen wird als im vergangenen Jahr". Solange die Wirtschaft sich wie erwartet entwickele und die Inflation sich der Zielrate von 2 Prozent annähere, werde die Fed die Anleihekäufe schrittweise verringern. Sie sagte aber auch: "Ein hoher Grad geldpolitischer Akkommodierung bleibt gerechtfertigt". Und: "Viele Amerikaner, die eine Stelle wollen, sind noch immer arbeitslos". Als Risiken machte Yellen eine Verlangsamung am US-Häusermarkt, "erhöhte geopolitische Spannungen" sowie finanziellen Stress an den Schwellenmärkten aus. Sie bezeichnete die Arbeitslosenquote, die im April bei 6,3 Prozent lag, als "erhöht".

Zudem sei der Anteil der Erwerbsfähigen - die seit mehr als sechs Monaten ohne Arbeit sind oder die sich in Teilzeit befinden, aber lieber Vollzeit arbeiten wollen - "auf einem historisch hohen Niveau". Der Leitzins der Fed werde "für einen beträchtlichen Zeitraum" nahe null bleiben, nachdem die Anleihekäufe eingestellt worden seien! Mit meinen Worten: Das US-Finanzsystem ist höchst fragil, aber ich nehme zur Kenntnis, dass Gold und Silber nach diesen "neuen Erkenntnissen" (Vorsicht Ironie!) fallen.

Keine Frage, auch per letztem Freitag lag der Optimismus der nordamerikanischen Analysten und Berater für Silber mit knapp unter 50 Prozent nicht auf eindeutigem Kaufniveau (Chart nur im Abo-Bereich).

Hier der aktuelle logarithmische Chart des Silberpreises. Wir erkennen sehr schön, dass massive Gegenwehr gezeigt wird, um den Silberpreis nicht nachhaltig aus dem fallenden Keil nach oben ausbrechen zu lassen. Ich schrieb im Februar, dass ich auf Sicht von 12 bis 18 Monaten 30 bis 40 US$ je Feinunze als möglich erachte. Davon gehe ich kein Jota zurück!

Dennoch kann ich nur bei sehr niedrigen Optimistenzahlen in Verbindung mit hohen Leerverkäufen der Groß- und Kleinspekulanten sowie einem hohen Put/Call-Ratio im Brustton der Überzeugung für massive antizyklische Käufe werben. Derzeit ist dies nur eingeschränkt der Fall. Gebetsmühlenartig vertrete ich die Auffassung, dass Silberpreise zwischen 17,5 und 20 US$ mittel- bis langfristig hervorragende, ja gigantische Chancen bieten. Dass diese These gerade jetzt kaum Anhänger hat, macht mich erst recht zuversichtlich!

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Quelle: Bloomberg, Silberjunge





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