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USA: Kriegsausrüstung für die lokale Polizei

13.06.2014  |  Redaktion
200.000 Munitionsmagazine, tausende Nachtsichtgeräte, hunderte Schalldämpfer, Tarnausrüstung, gepanzerte Fahr- und Flugzeuge - mit all dem wurden US-amerikanische Polizeidienststellen im Verlauf der bisherigen Amtszeit Obamas ausgestattet, wie die New York Times zu Beginn der Woche schrieb.

Dabei handle es sich vornehmlich um nicht genutzte Militärausrüstung, die den Polizisten des Landes, welche ohnehin inzwischen kaum mehr vom Militär zu unterscheiden sei, auf der Grundlage eines in den 90er Jahren vom Kongress erlassenen Transferprogramms kostenlos zur Verfügung gestellt werde.

Damit stellt sich jedoch noch immer die Frage, aus welchen Gründen Polizisten in den USA mit derlei Gütern ausgestattet werden. Etwa nur, um die einmal vorhandene Ausrüstung nicht vernichten zu müssen?

Während die Polizei vor dem Amoklauf an der Columbine High School um Verhandlungsgespräche mit den Verdächtigen bemüht war, werden jetzt die immer häufiger auftretenden SWAT-Teams (Polizei-Spezialkräfte) darauf trainiert, stärker einzuschreiten, wie ein Polizeichef gegenüber der New York Times erklärte. Genau dies soll die militärische Ausrüstung ermöglichen, welche zugleich für den Schutz der Polizisten Sorge trage.

Offiziellen Statistiken zufolge hat die Kriminalität des Landes jedoch inzwischen das niedrigste Niveau dieser Generation erreicht. Auch die Bandenkriege seien abgeflaut und die Anzahl an heimischen Terroranschlägen entgegen aller Befürchtungen seit den 60er und 70 Jahren deutlich gesunken, heißt es im Artikel weiter. Und doch begründe man all dies gegenüber der Bevölkerung mit dem Willen, gegen den Ernstfall gerüstet zu sein, der jedoch niemals eintreten werde.

Damit bleibt jedoch die entscheidende Frage: Wie genau sieht dieser Ernstfall, dieses Worst-Case-Szenario, aus? Wovor versuchen sich die USA tatsächlich zu schützen oder wer ist im Visier dieser aufgerüsteten Polizei?


© Redaktion GoldSeiten.de



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