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Paul Craig Roberts: Eine Rezession & eine neue Welt ohne Washingtons Arroganz?

27.06.2014  |  Redaktion
Um ganze 2,9% ist die US-Wirtschaft im ersten Quartal 2014 geschrumpft, so die revidierte Zahl nach der zuvor veröffentlichten vorläufigen Zahl von plus 2,6%. Erstmals seit drei Jahren wurde damit ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes der USA verzeichnet und zugleich der größte Einbruch der vergangenen fünf Jahre. Die Schuld wurde dem kalten Winter gegeben.

Für Paul Craig Roberts ist dies jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Seines Erachtens sei es gut möglich, dass der Rückgang in Wirklichkeit beim Dreifachen dessen liege, ebenso wie die Inflation weit stärker sei als die offiziellen Zahlen suggerieren.

Jeder Ökonom, der nicht durch die Wall Street, die Regierung oder das Establishment bezahlt wird, habe bereits im Vorfeld erkannt, dass ein prognostiziertes Wachstum von 2,6% völlig unzutreffend ist. Weder bei den Einkommen noch bei den Krediten sei ein Wachstum zu verzeichnen gewesen (mit Ausnahme des einen Prozents und der Studienkredite). In einer Wirtschaft, die auf der Verbrauchernachfrage basiert, so Roberts, bedeute ein fehlendes Einkommens- und Kreditwachstum zugleich ein fehlendes Wirtschaftswachstum.

Grund hierfür sei nach Ansicht des erfahrenen Ökonomen die von der Wall Street forcierte Verlagerung der Produktionsstandorte nach Übersee. Was einst vom amerikanischen Mittelstand gefertigt wurde, wird heute von chinesischen und indischen Händen produziert.

Mit einem derart deutlichen Einbruch im ersten Quartal werde auch im zweiten Quartal ein Rückgang erfolgen, womit die USA bei der Rezession angelangt sei. Damit werde endgültig offenbar, dass sowohl die Fiskal- als auch Geldpolitik ihre geplante Wirkung verfehlt haben, womit die Frage bleibt, was die Wirtschaft der USA überhaupt noch unter die Lebenden zurückholen könnte.

Für Roberts sei die einzig denkbare Lösung die Rückholung der Wirtschaft und der Arbeitsplätze in die USA. Hierfür jedoch bräuchte es eine zuverlässige und glaubwürdige Regierung. Genau diese Glaubwürdigkeit habe die Regierung der USA allerdings bereits seit der zweiten Amtszeit Clintons verspielt. Jeder, mit Ausnahme der US-amerikanischen Bevölkerung, habe inzwischen die Propaganda der Mainstream-Medien durchschaut und erkannt, dass der US-Regierung nicht mehr zu vertrauen sei.

Selbst die United States Chamber of Commerce und die National Association of Manufacturers würden sich angesichts der jüngsten Wirtschaftsdaten querstellen, was die Sanktionen gegen Russland betrifft, und sich damit den Stimmen aus Deutschland, Frankreich und Italien anschließen, so Roberts. Jeder wisse, dass die Krise in der Ukraine allein das Werk Washingtons sei und keiner wolle hierfür den Kopf hinhalten.

Mit Russland hätten sich die USA einen gefährlichen Gegner ausgesucht, auch und vor allem aufgrund dessen strategischer Allianz mit China. Nur eine vor Arroganz strotzende oder von Psychopathen und Soziopathen geleitete Regierung, so die harschen Worte Roberts', würde sich ein solches Land zum Gegner machen.

Zum größten Problem der USA sei inzwischen die Landeswährung geworden, fährt der Ökonom fort. Der US-Dollar könne sich im Moment nur noch dank manipulierter Finanzmärkte und dank des Drucks, den Washington auf seine Vasallenstaaten ausübt, über Wasser halten und Washington so weitere Kriege ermöglichen - zum Leidwesen der Bevölkerung. Doch all das werde nach Meinung Roberts nicht ewig so weitergehen, denn wie Russland und China bereits richtig erkannt hätten, sei der Aggression der US-Regierung inzwischen nur noch durch die Abkehr vom US-Dollar Einhalt zu gebieten.


© Redaktion GoldSeiten.de



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