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FED wird wankend, Rating schlägt zu

12.10.2014  |  Christian Vartian
Die Federal Reserve ließ verlauten, über die Auswirkungen ihrer Zinserhöhungspläne auf die Weltmärkte und ihre künstliche USD-Hebung deshalb besorgt zu sein, weil diese negative Entwicklung der Weltmärkte wiederrum negative Auswirkungen auf die US-Konjunktur haben könnte.

Lesen die den HAM? Spät erkannt, kann man nur sagen, denn der USD-Shortsqueeze ging weiter.

Zur völligen Untertreibung der FED-Besorgnis hier ein Beispiel:

Eine Mercedes E-Klasse 350 kostet ausstattungsbereinigt in den USA so viel wie ein Cadillac CTS (beim heutigen gesunkenen EUR USD Kurs). Nun ist das US-Produkt zwar in Qualität und Features viel besser als früher aber zum gleichen Preis wie Mercedes??? Aufwachen!

Genau so begann das Problem in Frankreich: Zu teure Währung gegenüber der BRD (weil der FFR abhanden kam) und dann der Abstieg, trotz an sich brauchbarer Produkte. Die US-Produkte sind mit den französischen in etwa vergleichbar, brauchbar, aber nicht auf DE-Niveau. Die USA sind nicht im EUR gefangen, die fügen sich den Schaden durch Aufwertung, aber in der Wirkung gleich, zu. Der Dax 30 wird wirklich ein Schnäppchen, er sinkt und sinkt aufgrund eines Währungsphänomens, welche seine Aktien zu extremen Triumphen im Export führen wird, im selbst fürs hohe BRD Niveau nicht gesehenen Ausmaß!

Gemäß des von mir immer wieder betonten, nicht-linearen (in der Dosis) Zusammenhanges fielen diesmal Gold und Silber nicht weiter, der Rest schon:

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Hier eine kurze Wiederholung des Zusammenhanges: Zinserhöhungserwartung und Deflation führen zuerst zum überproportionalen Sinken von Geldmetallen, weil der Inflationssicherungsaspekt wegbricht. Dann sinken diese wie Aktien, Öl …. Wird es aber noch schlimmer und da sind wir, erkennt man die Gesamtgefahr für das System und der ANDERE Aspekt von Geldmetall wird gekauft: Es überlebt den Crash. Palladium hat übrigens astrein gezeigt, dass es gegen Aktien steigen kann und den geldigen Charakter ebenso hat.

Damit ist erneut bestätigt: Das Schlechteste für Edelmetall sind Zwischenphasen im Systemzustand: Disinflation ist schlecht, Starkdeflation führt dann wieder zur Flucht ins Metall. Auf der inflatorischen Seite ist das Phänomen etwas linearer.

Die negative Ratingerwartung für Frankreich hatte keine Auswirkungen, welche nicht vom Rätselraten über WAS die EZB denn an ABS (welche Güter sind besichert, von wem) kaufen will. Der DAX 30 aus der nicht mit Downgrade bedrohten BRD übertraf den CAC 40 noch im Sinkflug,

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es stand vor Monaten immer wieder im HAM: Im DAX 30 stecken zu viele JPY Kredite drinnen und wenn der EUR gegen den JPY sinkt wie letzte Woche wird eben verkauft und der Kredit glattgestellt.

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Bezeichnend ist aber wirklich: Kaum beginnt die FED wenigstens rhetorisch vom Kurs, der den Schaden anrichtet, etwas wegzurudern, prompt ratet eine US-Agentur Finnland runter und bedroht Frankreich mit negativem Ausblick. Das stärkt dann eben anders den USD und vernichtet die US-Industrie ebenso.

Es dürfte eine ausgeprägte Neigung vieler zu industriellem Selbstmord vorliegen, was der medizinische Grund für derart suizidales Verhalten ist, entzieht sich leider meiner Kenntnis.

Das Jahrtausendgenie Carl Menger hat dargelegt, dass aufgrund der Situativität und Subjektivität der Grenznutzen von Gütern im Umkehrschluß preisstabiles Geld nicht existieren kann, weil der Nutzen nicht konstant sein kann. Politiker und Zentralbanker, welche für ein unerreichbares Ziel ECHTE, REALE Industrie opfern, sind wirklich Selbstmörder an ihrem Land.

Genau deshalb ist Gold die perfekte Weltreservewährung, denn kein Land emittiert sie, Gold tötet nicht die Volkswirtschaft des Landes, das die Reservewährung stellt. Als Fixkurs-Gelddeckung hat Gold aber die gleichen negativen Auswirkungen wie jedes Korsett (EUR- Gulag, $-System ...) Gold als Weltreservewährung mit variablem Kurs ist überfällig wie die DEM in Deutschland überfällig ist, nicht, weil die Deutschen unbedingt die DEM brauchen, sondern weil Frankreich, Italien … und die USA die DEM brauchen, um ihre schwachen Volkswirtschaften endlich gegen etwas abwerten lassen zu können und damit Zeit zur Genesung zu finden.

Die "Weltschuldenkrise" ist zwar real, das wahre Problem ist aber die fast schon weltweite Leistungsbilanzkrise.


© Mag. Christian Vartian
www.gip-ag.ch



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