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Zustimmung zur Initiative "Rettet unser Schweizer Gold" schwindet

24.11.2014  |  Thorsten Proettel
Referendum am 30. November

In rund einer Woche findet in der Schweiz ein Referendum über die Goldreserven der Notenbank statt (vgl. unseren Bericht vom 10. Oktober). Die Initiative der Schweizerischen Volkspartei (SVP) sieht vor, dass die Zentralbank zukünftig 20% ihrer Bilanzsumme in Form von Goldreserven halten muss, die nicht mehr veräußert und zudem nicht außerhalb der Schweiz gelagert werden dürfen. Angesichts der derzeitigen Goldbestände der Schweizerischen Nationalbank in Höhe von gut 7% der Bilanzsumme und vor dem Hintergrund des vergleichsweise niedrigen Preises wären Zukäufe im Volumen von gut 1.700 Tonnen notwendig.

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Höhere Notierungen bei Annahme wahrscheinlich

Diese große Menge würde trotz der geplanten Verteilung der Käufe auf einen Zeitraum von drei Jahren wahrscheinlich zu Preissteigerungen führen. Zum Vergleich sei angeführt, dass der massive Preisrutsch im vergangenen Jahr um rund 400 USD je Feinunze ganz wesentlich durch den Goldverkauf von Exchange Traded Funds (ETFs/ETCs) im Umfang von 880 Tonnen verursacht wurde. Für höhere Notierungen im Fall der Annahme der Initiative spricht neben der eigentlichen Nachfrageerhöhung auch der psychologische Effekt.


Zustimmung rückläufig

Am Mittwoch dieser Woche veröffentliche das Demoskopie-Institut gfs.bern die jüngste Umfrage zur Initiative. Demnach sank die Anzahl der Ja-Stimmen auf nur noch 38% gegenüber 44% bei der letzten Erhebung. Der Anteil der Nein-Stimmen erhöhte sich von 39% auf nun 47%. Eine Annahme ist damit eher unwahrscheinlich geworden, da eine Zustimmung von mindestens 50% der abgegebenen Stimmen notwendig wäre. Die Vertreter der Notenbank als erklärte Gegner des Referendums dürften aufatmen.


Goldpreis fiel nur vorübergehend

Der Goldpreis brach nach Bekanntgabe der Umfrageergebnisse innerhalb weniger Minuten um 20 USD ein. Offenbar hatten einige Marktteilnehmer auf eine Annahme gesetzt. Allerdings erholte sich die Notierung im weiteren Handelsverlauf wieder und erreichte bereits am Folgetag das ursprüngliche Niveau. Dieses Ereignis zeigt, dass der Goldpreis aktuell seinen Boden zu finden scheint. Negative Nachrichten münden nicht mehr in einer Abwärtsspirale. Die Chancen für einen leichten Anstieg des Edelmetalls, den wir ab der zweiten Jahreshälfte 2015 erwarten, erhöhen sich hierdurch.

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© Thorsten Proettel
Commodity Analyst

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart



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