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Die wilden und verrückten Goldaktien!

09.12.2014  |  David Chapman
Falls Sie gerne Achterbahn fahren, dann könnten Goldaktien genau das Richtige für Sie sein. Die obige Grafik des Philadelphia Gold & Silver Exchange Index (XAU) reicht aus, um bei jedem dieses flaue Gefühl im Magen zu erzeugen, das man normalerweise beim Achterbahnfahren bekommt. Wenn es auf der Achterbahn steil nach unten geht, fühlt es sich an, als würde einem der Magen nach oben rutschen. Was das Herz angeht, nun ja…

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Charts erstellt mit Hilfe von Omega TradeStation 2000i. Chartdaten zur Verfügung gestellt von Dial Data


Hinweis: Ich stütze mich auf den XAU, weil der XAU über die längste Geschichte verfügt. Normalerweise verwende ich den Gold Bugs Index (HUI) und den TSX Gold Index (TGD). Der XAU enthält Freeport McMoran (NYSE: FCX), ein Unternehmen, das sich vorrangig auf Kupfer konzentriert, anstelle von Gold und Silber. Dahingehend finde ich, dass sowohl der HUI als auch der TGD Gold- und Silberaktien besser widerspiegeln. Der XAU ist ein Index von 30 Aktien, gegenüber 18 Aktien im HUI und 40 Aktien im TGD. Einige Aktien sind in allen drei Indizes vertreten.

Ich bin sicher, dass jene, welche die jüngste “Talfahrt” der Goldaktien durchlebt haben, das gleiche Gefühl haben, wie man auf einer Achterbahn haben würde. Das Problem ist, wie jeder weiß, dass man auf einer Achterbahn nicht einfach direkt am höchsten Punkt aussteigen kann. Der Nervenkitzel bei der Achterbahn entsteht durch die Talfahrt. Ob man solch einen angenehmen Nervenkitzel allerdings auch verspürt, wenn man Goldaktien durch deren Talfahrt hindurch behält, ist nicht bekannt. Manche müssen sich auf der Fahrt nach unten sogar übergeben. Die gute Nachricht bei der Achterbahn: irgendwann kommt man wieder unten an und die lange Fahrt zur nächsten Spitze beginnt.

Nichts davon soll heißen, dass die aktuelle Talfahrt vorbei ist. Aber nach 47 Monaten und einem Absturz von 74% stehen die Chancen gut, dass ein mögliches bedeutendes Tief bald erreicht sein könnte. Der aktuelle Absturz war so schlimm wie der Zusammenbruch zwischen 1996 und 2000 hinsichtlich des prozentualen Rückgangs und hat fast genauso lange angehalten. Wäre man bei den Tiefwerten von 1986 ins Koma gefallen und 2014 wieder aufgewacht, würde man vermutlich denken, dass sich nichts geändert hat, weil der XAU genau dort ist, wo er schon 28 Jahre zuvor stand. Das wirbt nicht unbedingt für den Besitz von Goldaktien. Wenn man die Inflation berücksichtigt, ist es sogar noch entmutigender. Der heutige Markt ist wieder auf dem Boden von 2000, weit unter dem Tief von 1986.

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Das alles hat dazu geführt, dass sich Goldaktien auf den niedrigsten Bewertungen seit Jahren befinden, laut Untersuchungen von Scotiabank GBM und AGF Precious Metals. Die Bewertungen sind nicht nur die niedrigsten in über zehn Jahren, sondern auch tiefer als während der Tiefpunkte 1986, 1992, 2000 und 2008. Nicht nur die Bewertungen sind tief, auch die Lücke zwischen S&P 500 und XAU ist so groß wie noch nie. Die Anlegerstimmung für Goldaktien treibt weiterhin in der Nähe von Allzeittiefwerten. Das Verhältnis von Gold zu XAU - ein Wert, der bestimmt, ob man Gold oder besser Goldaktien halten sollte - sprach noch nie so sehr für Gold. Goldaktien werden schlicht und einfach verachtet.

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