Suche
 

IWF: Goldreserven der Eurozone gestiegen, Kasachstan und Ukraine kauften zu

24.02.2015  |  Redaktion
Die Türkei hat im Januar bereits den zweiten Monat in Folge ihre Goldbestände reduziert, wie die Nachrichtendienste Reuters und Bloomberg heute unter Bezugnahme auf die neuesten Zahlen des Internationalen Währungsfonds melden. Auch Russland verkaufte einen Teil seines Goldes, während bei den Reserven Kasachstans, der Ukraine und der Eurozone ein Anstieg gemeldet wurde.

Die Türkei, die derzeit über die zwölftgrößten Goldreserven der Welt verfügt, soll diese den Angaben zufolge im letzten Monat um 14,2 Tonnen auf 514,9 Tonnen reduziert haben. Die Bestände der Eurozone erhöhten sich dagegen um 7,4 Tonnen auf aktuell 10.791,9 Tonnen. Zumindest ein Grund hierfür dürfte der Beitritt Litauens zur Eurozone gewesen sein.

Kasachstans Goldreserven stiegen zur gleichen Zeit bereits den 28. Monat in Folge und erreichten laut Bloomberg 193,5 Tonnen, nach 191,8 Tonnen einen Monat zuvor. Innerhalb der letzten drei Jahre hat das Land seine Bestände so mehr als verdreifacht. Auch die Ukraine kaufte hinzu und erhöhte ihre Reserven um 0,3 auf 23,9 Tonnen.

Pausiert hatte dagegen der größte Goldkäufer des vergangenen Jahres, Russland. Nachdem Moskau seine Bestände von April bis Dezember kontinuierlich aufgestockt hatte, trennte man sich im Januar von 0,5 Tonnen, wodurch sich die Bestände den IWF-Daten zufolge auf 1.207,7 Tonnen verringerten. (Derlei geringe Veränderungen werden anhand der offiziellen Zahlen der Zentralbank allerdings nicht sichtbar. Diese hatte für Januar wie bereits für Dezember Goldreserven von 38,8 Mio. Unzen ausgewiesen.)

Ein Grund für die Entscheidung dürfte auch der drastische Goldpreisanstieg zu Beginn des neuen Jahres gewesen sein. Unter anderem infolge der Ankündigung eines umfassenden Anleihekaufprogramms durch die EZB hatte das Edelmetall mit knapp über 1.300 US-Dollar je Feinunze ein Fünfmonatshoch markiert. Dass der Goldpreis diese Gewinne im bisherigen Verlauf des Februars jedoch wieder abgeben musste, könnte Russland im Umkehrschluss mitunter zu neuen Goldkäufen animieren.


© Redaktion GoldSeiten.de



Bewerten 
A A A
PDF Versenden Drucken

Für den Inhalt des Beitrages ist allein der Autor verantwortlich bzw. die aufgeführte Quelle. Bild- oder Filmrechte liegen beim Autor/Quelle bzw. bei der vom ihm benannten Quelle. Bei Übersetzungen können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Der vertretene Standpunkt eines Autors spiegelt generell nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers wieder. Mittels der Veröffentlichung will dieser lediglich ein pluralistisches Meinungsbild darstellen. Direkte oder indirekte Aussagen in einem Beitrag stellen keinerlei Aufforderung zum Kauf-/Verkauf von Wertpapieren dar. Wir wehren uns gegen jede Form von Hass, Diskriminierung und Verletzung der Menschenwürde. Beachten Sie bitte auch unsere AGB/Disclaimer!




Alle Angaben ohne Gewähr! Copyright © by GoldSeiten.de 1999-2020.
Die Reproduktion, Modifikation oder Verwendung der Inhalte ganz oder teilweise ohne schriftliche Genehmigung ist untersagt!

"Wir weisen Sie ausdrücklich auf unser virtuelles Hausrecht hin!"