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Island macht Furore mit radikalem Plan: Regierung will Geldschöpfung selbst übernehmen

02.04.2015  |  Redaktion
Wie "The Telegraph" meldet, erwägt die isländische Regierung derzeit, den Geschäftsbanken die Geldschöpfung zu entziehen und diese stattdessen allein der Zentralbank zu überlassen. Der revolutionäre Vorschlag stammt aus einem von dem Abgeordneten der isländischen Fortschrittspartei Frosti Sigurjónssoneinen angefertigten Bericht mit dem Titel "Ein besseres Geldsystem für Island".

Wie in vielen anderen modernen Marktwirtschaften kontrolliert die Notenbank in Island bislang zwar die Produktion von Banknoten und Münzen, doch die Geldschöpfung obliegt im Wesentlichen den Geschäftsbanken.

Ministerpräsident Sigmundur Davíð Gunnlaugsson kommentierte Sigurjónssoneinens Bericht wie folgt: "Die Ergebnisse werden hier und anderswo einen wichtigen Beitrag zu den bevorstehenden Gesprächen zum Thema Geldschöpfung und Geldpolitik leisten".

Der vom Ministerpräsidenten selbst in Auftrag gegebene Bericht befasst sich mit dem Ziel, ein Geldsystem zu beenden, das während zahlreicher Finanzkrisen, einschließlich der im Jahr 2008, bestand. Laut einer Studie von vier Notenbankern erlebte das Land seit 1875 "mehr als 20 Fälle von Finanzkrisen verschiedener Art".

Sigurjónssoneinen erklärt, die Zentralbank habe derzeit keine Möglichkeit, den Kreditboom zu kontrollieren, wodurch steigende Inflation sowie übertriebene Risikobereitschaft und Spekulation begünstigt werden, was wiederum die Gefahr von Bankenzusammenbrüchen und kostspieligen staatlichen Interventionen erhöht.


© Redaktion GoldSeiten.de



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