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Stille Posten: Der Export der QE-Programme

11.06.2015  |  Jim Willie CB
Die verschärfte globale Finanzsituation strebt auf eine Reihe mächtiger Höhepunktereignisse zu. Die verschiedenen US-Dollar-Plattformen sind blockiert oder leiden unter dem Abzug der Hauptakteure. Die große Reichfinanzapplikation beginnt nun zu scheitern - im Umfeld außergewöhnlicher Lüge, Propaganda, Marktmanipulation, geschönter Statistiken sowie Leckrissen am Billionen $ schweren Flickwerk.

Das westliche Bankensystem wird auf ein neues Niveau gepeitscht, nachdem alle Banken des Westens schon im Rahmen des Lehman-Auftragsmords durch multilaterale Derivate-Geißelung nach 2008 aneinandergefesselt wurden.

Die QE-Programme der US Fed wurden über die unbegrenzt großen Dollar-Swap-Fazilitäten (massive Schmiergeldfonds) in die Welt exportiert. Auf Geheiß der kriminellen US-Fed-Hauptzentrale wurden die neuen vom Westen kontrollierten 5 “BLICS“-Nationen benutzt, um gewaltige Portionen US-Staatsanleihen anzukaufen (ganz sicher durch den Einsatz von Dollar-Swap-Fonds).

Man muss sich fragen, was der Anreiz für diese fünf Nationen war. Vielleicht eine Aufteilung von Drogenkapital oder das Versprechen auf Erleichterungen im Schattenbankensystem. Dieses Insichgeschäft - andere Nationen werden zum Ankauf von US-Staatsanleihen benutzt - ist jetzt sichtbar geworden. Es ist ein verzweifelter Versuch, das System zu retten. Dieses lässt sich aber nicht retten.

Es bricht in sich zusammen. Es ist im Inneren verrottet. Es bricht auf. Es wird scheitern. Das Fiat-Papierwährungssystem und seine vielen Begleitsysteme fressen sich fest, sie werden abgelehnt und brechen ein. Diese Gesamtentwicklung ist das größte Finanzereignis der modernen Geschichte.

Die Begutachtung der vielen laufenden Extremereignisse lässt den Schluss zu, dass vor unseren Augen unverkennbar ein systemischer Zusammenbruch stattfindet. Es dürfte ungemein schwierig werden, dem Einsturzprozess noch eine Kulisse mit falschen Botschaften vorzuschieben, bevor sich das System letztendlich auflöst und einstürzt.

Die Weltzentralbanken hatten Anfang Mai den Panikknopf gedrückt. Ihre Maßnahmen haben wieder einmal deutlich gezeigt, dass alle westlichen Märkte gesteuert werden. Dass Deutschland wie auch Italien negative (oder fast negative) Umlaufrenditen für ihre 10-Jahre-Anleihen ausweisen, ist eine große Obszönität und Perversion. Es laufen permanente Rettungsaktionen für den Anleihemarkt, die Kontrolle ist allumfassend, es werden Derivate eingesetzt; wir sprechen von einem wahrhaftigen Wegfall der freien Märkte.

Der US-Staatsanleihemarkt ist praktisch zerstört, die Krampfphase hat begonnen. Die quantitativen Lockerungen sind kein Stimulans, sondern eher eine Überdosis Kaliumchlorid für Herzleiden. Der Markt für US-Staatsanleihen stirbt einen schrecklichen Tod. Er wird durch die Geldpolitik der Fed ruiniert - parallel zur kaputten, von Kapitalzerstörung heimgesuchten Wirtschaft.

Durch QE wird der US-Staatsanleihemarkt rapide zerstört. Die Todesmerkmale sind leicht auszumachen.Die systemischen Risiken wachsen schnell an. Es bedarf dringend einer goldbasierten Lösung.

• Das US-Staatsanleihemarktvolumen ist immens auf gefährliche Stände gesunken.
• Die US-Fed ist der Hauptkäufer, der alle verkauften Papiere aufsaugt.
• Über Ankäufe aus dem Ausland absorbiert die US-Fed Assets im Umfang von vielen Mrd. $.
• Die US Fed setzt Falschgeld ein, um die in die Billionen $ gehenden Verluste aus versteckten Derivaten zu decken.
• Die Bilanz der US Fed ist toxisch geworden, ein krebsgeschwürartig.
• Der REPO-Markt ist ausgetrocknet, kein Weg mehr zurück.
• Der Dollar-Swap-Markt ist ausgetrocknet, kein Weg mehr zurück.
• Negativzinsen bei Großbanken, kein Weg mehr zurück.
• Die Anleiherenditen sind aufgrund gesunkener Liquidität hyperempfindlich und instabil.
• Geldmarktfonds sind, da sie keine Renditen generieren, verbrannte Zonen.
• Versteckter Schaden für Petro-Dollar aufgrund zerlegter Derivate
• Die Anleiheprimärhändler stehen unter Druck (eigentlich überraschend, dass sie nicht schon alle untergegangen sind).
• Die Rentenfonds und Versicherungsunternehmen stehen festgefahren unter Druck.
• Die US Fed beutet sekundäre Nationen aus, um ihre QE-Programme zu exportieren, eine globale Geißelung.

Hier kommen die neuen “BLICS“

Zur Integrierung ihres Anleihemonetisierungsprogramms setzt die US Fed Derivate wie auch formale Instrumente ein. Auf jeden Fall wird QE innerhalb eines globalen Integrationsprozesses exportiert. Hierbei bedient man sich der verschiedenen, kontrollierten Außenposten (“Front Offices“).

Im Hintergrund wird an riesigen neuen Geflechten gearbeitet. Dazu gehören permanente gegenseitige Währungsvereinbarungen, wobei ausländische Zentralbankaußenposten Dollar-Swap-Kreditlinien anzapfen, um anschließend in US-Staatsanleihen zu investieren. Bald werden die “BLICS“-Nationen auftauchen (nicht BRICS), eine neue Stellvertreterinstitution.

QE wird exportiert. Das systemische Risiko wird auf zweitrangige Nationen verteilt, deren Unterstützung man sich möglicherweise mithilfe schwerer Bestechung und Privilegien sichert, wenn nicht sogar durch Schutzzusagen.

Urheber dieser Gedanken ist Chris Hamilton (in seinen “Hambone's Stuff“-Analysen). Jackass bekommt dafür keine Anerkennung, außer dass er vom Berg ins Tal hinab ruft und behauptet, dass die QE-Programme exportiert werden, was einer globalen Kontaminierung der Geldsysteme und einer generellen Risikoverteilung gleichkommt.



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