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Gold - The Big Picture!

26.06.2015  |  David Chapman
Jahrescharts schaut man sich eigentlich selten an. Monatscharts sind gebräuchlicher. Die Zeitdimensionen von Charts bewegen sich in der Regel zwischen Monatsabständen bis hin zum Tickchart. Im Tickchart wird beispielsweise nach jedem verfügbaren Datenintervall ein Balken im Chart gesetzt.

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Quelle www.sharelynx.com


Großartig ist in dieser Hinsicht die Webseite von Nick Laird - Gold Charts ‘R’Us www.sharelynx.com. Hier findet man die vollständigste Chartsammlung für Gold, Silber und andere Edelmetalle überhaupt. Hier habe ich auch zum ersten Mal Jahrescharts abrufen können.

Die Jahreschart sind nicht nur in US$ verfügbar, sondern auch in einer ganzen Reihe anderer Währungen - Australische $, Kanadische $, Schweizer Franken, Chinesische Yuan, Euro, Britische Pfund, Indische Rupien, Mexikanische Pesos, Neuseeländische $ und Südafrikanische Rand.

Jede Währung erzählt eine andere Geschichte. Allerdings findet der Goldkurs in US$ am meisten Beachtung, weil Gold - wie auch alle Rohstoffe - normalerweise in US $ angegeben werden. Obgleich die Währungen gegenseitig schwanken, werden die Währungen dieser Welt praktisch in erster Linie gegenüber dem US $ bemessen.

In diesem Wechselspiel aus steigender und fallender US $-Bewertung erleben jene Währungsräume, in denen die Landeswährung aufgrund eines steigenden US $ abwertet, dass Gold in der Landeswährung besser abschneidet als Gold in US $.

Das gilt vor allem seit Juli 2014, als der Dollar deutlich gegenüber anderen Währungen aufzuwerten begann.

Der Blick auf den Jahreschart verschafft uns einen Eindruck von der längerfristigen Entwicklung des Goldkurses, wie wir ihn in den Tages-, Wochen- aber auch Monatscharts vielleicht nicht bekommen.

Was sofort ins Auge springt: Seit 1971 hat Gold allem Anschein nach eine Formation aus 3 Aufwärtswellen ausgebildet. Damals stellte der ehemalige US-Präsident Richard Nixon die Goldkonvertierung zum Dollar-Fixpreis ein und Gold wurde frei am Markt gehandelt.

Die aktuelle Abwärtsbewegung könnte in der Tat eine vierte Welle sein.

Das Ende der Goldkonvertierung war ein Schock für die Märkte. Der direkte Eintausch von US $ in Gold - ein ganz zentrales Element der Vereinbarungen von Bretton Woods (1945) - wurde unilateral ausgesetzt. Praktisch betrachtet, ließen die USA damit ihre Verpflichtungen ausfallen.

Das Ende der Goldkonvertierung bedeutet nicht sofort das Ende der Bretton-Woods-Systems. Das dauerte noch ein paar Jahre. 1973 war Bretton Woods dann praktisch tot und bereit für einen Austausch durch ein System der frei schwankenden Fiat-Währungen. Dieses System besteht bis heute.

Seit dieser Umstellung ist die Volatilität an den Märkten deutlich gestiegen; Währungen, Rohstoffe, Anleihen und Aktienmärkte hatten teils heftigste Auf-und Abwärtsbewegungen zu verzeichnen. Der Übergang vom goldgestützen Finanzsystem zum US $-gestützten Finanzsystem markierte zudem den Beginn eines immensen Geld- und Schuldenmengenwachstums, das bis heute anhält.

Kommen wir zur Elliott-Wave-Analyse. Ich möchte an dieser Stelle nicht in detaillierte und langatmige Erklärungen zum Verfahren verfallen. Zu diesem Thema wurden schließlich schon viele Bücher geschrieben.

Die Elliott-Wellen haben ihren Namen von Ralph Nelson Elliott, einem Bilanzbuchhalter, der in den 1930ern eine Artikelreihe schrieb, die das Grundgerüst dessen bildet, was wir heute als Elliott-Wave-Analyse kennen.

Populär wurde die Elliott-Wave-Analyse in den 1970ern durch Robert Prechter (www.elliottwave.com), welcher damals bei Merrill Lynch arbeitete. Prechter veröffentlichte zusammen mit A.J. Frost schließlich das Buch “Das Elliott-Wellen-Prinzip“.


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