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Goldunternehmen hoffnungslos überschuldet?

22.07.2015  |  Redaktion
Wie Mineweb.com diese Woche berichtete, ist die Gesamtverschuldung der großen Goldproduzenten derzeit so hoch wie nie zuvor. Dem Artikel zufolge nahmen die Unternehmen während des 12 Jahre andauernden Bullenmarktes gewaltige Kredite auf, um ihren Goldausstoß zu erhöhen und von den gestiegenen Edelmetallpreisen zu profitieren.

Zu Ende des ersten Quartals 2015 beliefen sich die Schulden von 15 der größten Goldproduzenten, darunter auch Barrick Gold und Goldcorp, demnach insgesamt auf die Rekordsumme von 31,5 Mrd. US-Dollar. Zum Vergleich: 2005 lag die Verschuldung noch unter 2 Mrd. Dollar.

Seit dem abrupten Ende des Aufschwungs hat der Goldkurs 42% verloren. Doch statt die Minenproduktion einzuschränken, erhöhten die Goldunternehmen die Gewinnungsraten sogar noch, um die nötigen Barmittel für die Zahlung ihrer Kreditraten zu generieren - und verstärkten durch das Überangebot das Problem der sinkenden Preise.

"Die Industrie befindet sich in einem schockierenden Zustand", so Mark Bristow, der Chef von Rangold Resources. Die Unternehmen konzentrieren sich seinen Aussagen nach noch immer auf die Produktionsleistung, statt auf die Wirtschaftlichkeit. Innerhalb des letzten Jahrzehnts hätte die weltweite Fördermenge um 24% zugenommen, bis sie im vergangenen Jahr 3.114 t Gold erreichte.

Die Frage sei, wie hoch der Cashflow wirklich sein müsse, um die Schulden zu tilgen. "Es ist einfach nichts mehr übrig, um einen Mehrwert für die Aktionäre zu schaffen", resümiert Bristow.


© Redaktion GoldSeiten.de



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