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Gold vs. Anleihen: Ein anderer Blickwinkel

05.08.2015  |  Nick Barisheff
Wir haben bereits in der Vergangenheit die Vorteile von Gold gegenüber Anleihen als Absicherung des Portfolios gegen Inflation hervorgehoben. Das Thema Anleihen ist seitdem nur selten von den Titelseiten verschwunden. Das europäische Staatsschulden-Problem hat sich zugespitzt und Griechenland steht - nach Jahren der Rettungspakete, Zahlungsaufschübe und mäßig erfolgreichen Verhandlungen mit den Kreditgebern der Eurozone - am Rande des Bankrotts.

Griechenlands Zahlungsrückstände setzen sich hauptsächlich aus Anleihe-Schulden zusammen. Sollte das Land zur Drachme zurückkehren, würde das die Währung mit Sicherheit abwerten und die kränkelnde Wirtschaft bräche zusammen. Auch die Ukraine erlebt gerade eine Schuldenkrise und die Abwertung der eigenen Währung. Kiew wird den Zahlungsforderungen seiner Schulden in Höhe von 15 Milliarden Dollar gegenüber Russland möglicherweise nicht nachkommen können und der Internationale Währungsfond (IWF) wird hohe Kreditsummen bereitstellen müssen, wenn ein vollständiger Zusammenbruch der ukrainischen Wirtschaft vermieden werden soll.

Doch nicht nur Europa steht am Rande des Abgrunds: In den USA erreichte die Ausfallquote der Kommunalanleihen 2014 einen Rekordwert. Detroit ging 2013 pleite und konnte seine Kommunalobligationen nicht mehr zahlen. Puerto Rico ist ebenfalls kaum noch in der Lage, seine Schulden zu begleichen. Das Land versucht derzeit, mit den Anleiheninhabern ein Schuldenmoratorium auszuhandeln und bittet den US-Kongress um Schutz vor dem Staatsbankrott.

Nach Angaben eines 2013 im Wall Street Journal erschienen Artikels haben "Puerto Rico und seine Behörden in den 87 Transaktionen seit 2006 Anleihen in Höhe von 61 Milliarden Dollar verkauft und dem Inselstaat damit eine höhere Pro-Kopf-Verschuldung beschert, als jeder US-Bundesstaat."

Kürzlich berichtete das Wall Street Journal, dass einige der puertoricanischen Staatsanleihen derzeit zu 64 bis 70 Cent je Dollar gehandelt werden. Die Puerto Rico Electric Power Authority (PREPA) konnte den Bankrott durch Neuverhandlung der Rückzahlungskonditionen ihrer Anleihen in Höhe von 8 Milliarden Dollar im Juli 2015 geradeso noch verhindern.

Die meisten Investoren sind der festen Überzeugung, dass Anleihen ein sicheres Investment darstellen, während Gold riskant und volatil sei. Sie werden in diesem Glauben noch zusätzlich durch Finanzberater bestärkt, die ihren Richtlinien verpflichtet sind, denen zufolge sie für Investoren, die sich selbst als konservativ bezeichnen, Anleihen erwerben müssen. Wenn wir uns dem Thema jedoch unvoreingenommen nähern, stellen wir fest, dass nicht Anleihen sondern Gold die bei Weitem beste Vermögenssicherung bietet.

Während der Finanzkrise 2008 wurde eine beispiellose Menge Kapital aus dem Aktienmärkten abgezogen und in Anleihen investiert, da die Anleger zum Schutz ihrer Portfolios auf der Suche nach einem sicheren Hafen waren. Nur eine vergleichsweise geringe Anzahl der Investoren entschied sich jedoch für Gold. Das ist merkwürdig, denn im Gegensatz zu den Anleihen weist Gold eine negative Korrelation zu Finanzanlagen auf und bietet so die größte Diversifizierung und den besten Schutz vor Inflation und Währungskrisen.

Dieser Zusammenhang ist in Abbildung 1 dargestellt, die zeigt, wie sich Gold im Vergleich zu allen anderen wichtigen Anlageklassen verhält.

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Abb. 1


Abbildung 2 zeigt zudem, dass der Wert aller bedeutenden Währungen gemessen in Gold seit der Abschaffung des Goldstandards 1971 gesunken ist.

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Abb. 2



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