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Kolumbien: 80% des Goldes stammen aus illegaler Produktion

28.08.2015  |  Redaktion
Die kolumbianische Regierung veröffentlichte kürzlich Daten, denen zufolge fast 80% der gesamten Goldproduktion des Landes von nicht lizenzierten Arbeitern stammen. Dies berichtete die Webseite Mining.com am gestrigen Donnerstag.

Nach Angaben des obersten Rechnungsprüfers Kolumbiens erwirtschaftet die illegale Bergbauindustrie des Landes etwa 2,5 Milliarden Dollar und schafft damit eine Schattenwirtschaft zum Nachteil der legal operierenden Unternehmen. Zudem seien die illegalen Arbeiter im vergangenen Jahr für die Abholzung von fast 17.000 Hektar ursprünglichen Regenwaldes sowie die Kontaminierung von mindestens 19 Flüssen mit giftigen Substanzen verantwortlich gewesen.

Ende Juli stellte der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos laut Mining.com einen neuen Plan zur Bekämpfung des Problems vor, der unter anderem dem Verteidigungsministerium mehr Freiheiten beim Vorgehen gegen die Rebellen und paramilitärischen Vereinigungen des Landes zugesteht. Diese seien der Grund für den sprunghaften Anstieg der illegalen Produktion und haben Berichten zufolge in Gebieten mit vielversprechenden Goldvorkommen kleinere Minengesellschaften gewaltsam übernommen und die ansässige Bevölkerung vertrieben.

Zudem hat Kolumbien ein Programm gestartet, das nicht lizenzierte Unternehmen dazu ermutigt, die Schattenwirtschaft zu verlassen, Steuern zu zahlen und Umweltauflagen einzuhalten. Im Gegenzug werden sie von der Regierung bei der Ausbildung der Arbeiter und der Einhaltung der Sicherheitsstandards unterstützt.

Das Land verfügt über enorme, größtenteils noch unerschlossene Vorkommen von Gold, Silber, Kohle und Rohöl.


© Redaktion GoldSeiten.de





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