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Gold und ein halbes Jahrhundert der Kriege

14.11.2015  |  Gary E. Christenson
Diese Kriege des letzten halben Jahrhunderts waren schrecklich teuer (gerundet, in heutigen US-Dollar):

  • Vietnamkrieg: Geschätzte Kosten in Höhe von 740 Milliarden Dollar.
  • War on Drugs (Krieg gegen Drogen): Geschätzte Kosten in Höhe von 1.000 Milliarden Dollar.
  • Krieg gegen den Terror, einschließlich der Kriege in Afghanistan und dem Irak: Bisher belaufen sich die Kosten auf rund 1.700 Milliarden Dollar - und sie steigen weiter.
  • Kampf gegen die Armut: Geschätzte Kosten bisher 22.000 Milliarden Dollar.

Insgesamt summieren sich die Kosten auf 25 Billionen Dollar. Im Ernst? Und was haben wir dafür bekommen?

Das Folgende ist nur meine persönliche Meinung, die mit Sicherheit nicht von allein geteilt wird; bitte beachten Sie das, wenn Sie weiterlesen.

In einer vernünftigen Welt würde eine Regierung offiziell Krieg erklären und ihre Bürger auffordern, höhere Steuern akzeptieren oder zur Finanzierung auf gesparte nationale Reserven zurückgreifen. In einer solchen Welt würde der Krieg zum Wohle des Staates geführt werden, der daraus möglicherweise auch einen Nutzen in Form von Vermögenswerten zieht. Auf jeden Fall aber wäre der Krieg von Vorteil für weniger greifbare Dinge wie den Schutz des Landesgrenzen oder die innere Sicherheit.

Wie handhabt es also die US-Regierung?

  • Vietnamkrieg: Es war schwer zu erkennen, welchen Vorteil sich die Vereinigten Staaten von diesem Krieg versprachen. Das Märchen von der "Roten Gefahr" und die Domino-Theorie haben die meisten Menschen nicht überzeugt. Viele sehen keinen guten Grund für diesen Krieg und glauben, dass er nur geführt wurde, damit die Militärindustrie und die Banker sich bereichern konnten.

  • War on Drugs: Die Drogendealer und Gangs fanden den Krieg wahrscheinlich gar nicht so schlecht, denn er vergrößerte ihre Einnahmen und Gewinnspannen. Da zahlreiche Menschen inhaftiert wurden, konnten auch private Gefängnisbetreiber gut verdienen und die großen Banken profitierten von Geldwäschegeschäften. Illegale Drogen konnten allerdings nicht beseitigt werden und sind noch immer weit verbreitet.

  • Der Krieg in Afghanistan dauert nun schon seit weit mehr als einem Jahrzehnt an. Welche Verbesserungen hat er gebracht? Opium und Heroin sind jetzt leichter und günstiger zu haben, aber sonst...

  • Die Kriege im Irak: Das lief gar nicht gut für die USA.

  • Der Krieg gegen den Terror: Das Ministerium für Innere Sicherheit wurde ins Leben gerufen und die Transportsicherheitsbehörde hat an Bedeutung gewonnen. Die Sicherheit wurde erhöht, aber zu welchem Preis?

  • Kampf gegen die Armut: Armut ist den USA noch immer ein weit verbreitetes Problem - vielleicht sogar mehr, als zuvor. Regierungsprogramme wurden ausgeweitet, zahlreiche Beamte eingestellt und die Höhe der Schulden ist enorm gestiegen. Positive Ergebnisse sind jedoch schwer zu finden.


Die typischen Folgen eines halben Jahrhunderts der Kriege:

1. Die massive Zunahme der offiziellen Staatsschulden
  • Nationale Schulden im Jahr 1965: 317 Milliarden US-Dollar
  • Nationale Schulden im Jahr 2015: 18.600 Milliarden US-Dollar

2. Ausweitung des Regierungs- und Militärapparates

3. Inflation der Verbraucherpreise
  • Porto für einen Brief im Jahr 1965: 5 Cent
  • Porto für einen Brief im Jahr 2015: 49 Cents
  • 1 Brotlaib 1965: 0,21 USD
  • 1 Brotlaib 2015: 3,95 USD
  • 1 Liter Benzin 1965: 0,31 USD
  • 1 Liter Benzin 2015: 2,00 USD
  • 1 Sixpack Bier 1965: 0,99 USD
  • 1 Sixpack Bier 2015: 7,99 USD

4. Die Goldpreise sind zusammen mit den Verbraucherpreisen und der Höhe der Staatsschulden gestiegen.



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