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John Embry: Edelmetalle versetzen die Zentralbanker in Todesangst

03.12.2015  |  Redaktion
Die Gold und Silbermärkte sind heutzutage "ein schlechter Witz". Dies sagte John Embry, Senior-Investmentstratege bei Sprott Asset Management, kürzlich gegenüber kingworldnews.com. "In der letzten Zeit wurden alle Rallys durch massive Verkaufe an den Terminmärkten gedeckelt, ungeachtet der aktuellen Nachrichtenlage." Der Grund für die Manipulationen sei jedoch einzig die enorme Angst der Eliten: "Die Zentralbanken und Regierungen des Westens bekommen angesichts der Edelmetalle Todesangst, denn sie wissen, dass Gold und Silber schon seit Tausenden von Jahren als Zahlungsmittel verwendet werden, während bislang noch jede Fiatwährung eines Tages zusammenbrach und wertlos wurde."

Um das globale Währungssystem trotz der enormen Erhöhung der Umlaufgeldmengen weltweit weiter am Leben zu halten, wurden die Gold- und Silberpreise Embry zufolge in den letzten Jahren aggressiv nach unten gedrückt. Bislang seien die Preismanipulationen der westlichen Regierungen und Zentralbanken an den Edelmetallmärkten größtenteils von Erfolg gekrönt gewesen, da sie dazu führten, dass sich die meisten Anleger von diesem Sektor fernhielten.

Der Marktveteran gibt allerdings zu Bedenken, dass das Ponzi-System an den Papiermärkten für Gold und Silber immer offensichtlicher wird, da mittlerweile auf jede physische Unze hunderte von Terminkontrakten ausgegeben werden. Wie lange das noch so weitergehen kann, sei nicht klar. Embry warnt jedoch alle Anleger, die Edelmetalle in Form von ETFs oder anderen Papierassets besitzen, vor einer unangenehmen Überraschung im Falle eines Banken- oder Systemcrashs. Investoren sollten stattdessen sicherstellen, dass sie ihre Edelmetalle in Form von physischen Barren oder Münzen an einem sicheren Ort aufbewahren.

Abschließend weist Embry auf die zahlreichen Faktoren hin, die es seiner Meinung nach notwendig machen, in finanzieller Hinsicht für Sicherheit zu sorgen: In der Weltwirtschaft beginnt seinen Angaben nach gerade eine Rezession historischen Ausmaßes und die geopolitischen Krisen spitzen sich zu, beispielsweise im Nahen Osten, im Südchinesischen Meer und in der Ukraine. Auch Europa drohe im Chaos zu versinken. Zudem bestehe die Gefahr eines Bargeldverbotes und negativer Zinssätze auf globaler Ebene und die Aktien- und Immobilienmärkte seien stark überbewertet. Gold und Silber sind dagegen schon seit Jahrtausenden ein Garant für Stabilität in unruhigen Zeiten. "Angesichts [dieser Faktoren] kann ich mir keine passendere Strategie vorstellen", so Embry.


© Redaktion GoldSeiten.de



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