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Silber: Bis Papiergeld nicht länger seinen Wert verliert

01.01.2016  |  Gary E. Christenson
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Kommen wir nun zur Entwicklung des monatlichen Papier-Silberkurses an der COMEX seit 1988, dargestellt im untenstehenden Chart auf einer logarithmischen Skala. Beachten Sie bitte Folgendes:

a. Die vertikalen roten Linien sind im Abstand von 83 Monaten eingezeichnet. Wichtige Tiefs (1995, 2001, 2008 und 2015) habe ich grün eingekreist. Derzeit befindet sich der Silberkurs am Tiefpunkt eines siebenjährigen Zyklus.

b. Der Silberpreis ist in den vergangenen 4,5 Jahren extrem eingebrochen und mittlerweile zur Linie seines gleitenden Durchschnitts der letzten 200 Monate zurückgekehrt (grüne Linie). Das stellt sehr starke Korrektur dar.

c. Der Silberkurs entwickelt sich oft erratisch, steigt langfristig gesehen aber parallel zu den Staatsschulden, den Regierungsausgaben und der Umlaufgeldmenge.

d. Es ist schwer vorherzusehen, wie stark sich die globalen Entwicklungen auswirken werden, aber ich denke, wir können mit Sicherheit davon ausgehen, dass auch die eskalierenden Kriege im Nahen Osten, der zunehmende währungs- und geldpolitische Wahnsinn und die immer absurdere Außenpolitik zu einem Anstieg der Silberpreise führen werden.

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Schlussfolgerungen

1. Im Verhältnis zum S&P 500 und der Höhe der US-Schulden ist der Silberpreis (der Papierkurs der COMEX) auf einem historischen Tiefststand.

2. Die Zentralbanken sind dabei, ihre jeweiligen Währungen aggressiv abzuwerten und die Inflationsrate der Verbraucherpreise zu erhöhen. Da sie im Besitz der legalen Druckerpressen sind, werden sie damit vermutlich Erfolg haben. Folglich steht zu erwarten, dass die Gold- und Silberpreise in relativ naher Zukunft sprunghaft ansteigen.

3. Die Politik wird das Geld weiter mit vollen Händen ausgeben und die Regierungen werden ihre Staaten immer tiefer in eine verhängnisvolle Schuldenfalle hineinmanövrieren. Die Zentralbanken werden weder die Höhe der Schulden noch die im Umlauf befindliche Geldmenge freiwillig reduzieren. Das Einsetzen einer deflationären Entwicklung ist durchaus denkbar, doch die Zentralbanken werden weltweit mit einer Papierwährungs-Flut frisch aus den Druckerpressen dagegen ankämpfen. Denken Sie an Japan, "Helikopter-Geld", den Krieg gegen das Bargeld, negative Zinssätze, endlose quantitative Lockerungen und noch mehr "Bail-Ins".

4. Es ist vergleichsweise leicht, neue Schulden aufzunehmen, die Umlaufgeldmenge auszuweiten, Währungen abzuwerten und die Militär- und Sozialausgaben zu erhöhen. Die Erhöhung der Silber- und Goldreserven ist dagegen schon schwieriger. Die Preise der Edelmetalle werden letztlich deren Knappheit, die hohe Nachfrage und die Leichtigkeit, mit der Zentralbanken ihr Papiergeld entwerten können, widerspiegeln.


© GE Christenson
aka Deviant Investor

Dieser Artikel wurde am 08. Dezember 2015 auf www.goldsilverworlds.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.



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