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Goldschulden, Fort Knox und ein Neubeginn

30.01.2016  |  Gary E. Christenson
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Wenn wir nun das jeweilige Schuldenwachstum gemessen in FKGE aller Jahre seit 1970 addieren, erhalten wir die Gesamtsumme aller Staatsschulden, die seit 1970 dazugekommen sind, gemessen in FKGE. Diese liegt mittlerweile bei mehr als 220.

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Ich wiederhole: Die Gesamthöhe der offiziellen Schulden, die die US-Regierungen seit 1970 aufgenommen hat, entspricht dem 220fachen des Wertes allen in Fort Knox gelagerten Goldes. Das ist also so, als hätten die Vereinigten Staaten dieses Gold 220mal ausgegeben. Dieses System ist nicht nachhaltig und kann nicht dauerhaft überlebensfähig sein.

Diese Situation lässt folgende Schlüsse zu:

1. Selbst wenn das Gold noch nicht gestohlen oder verkauft wurde, sind die 147 Mio. Unzen gegenüber dem gewaltigen Schuldenberg winzig und vollkommen irrelevant - es sei denn, Gold würde viel höher bewertet.

2. Dieser Schuldenberg kann nicht abbezahlt werden. Die Regierung wird also entweder direkt ihre Zahlungsunfähigkeit erklären müssen oder dies indirekt durch eine Währungsabwertung tun.

3. Welchen Wert hat eine Staatsanleihe, wenn das geliehene Kapital nicht zurückgezahlt werden kann oder in entwerteten Mini-Dollars erstattet wird?

4. Wenn die kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Schuldtitel an Wert verlieren, welche Auswirkungen hat das dann auf Rentenfonds, Ruhestandskonten und die meisten anderen Assets? Wird es hier ebenfalls zu einem drastischen Wertverlust kommen?

5. Werden die US-Notenbank Fed und andere Zentralbanken tatenlos zusehen, während der Wert der meisten Papierassets in den Keller fällt, so wie sie das derzeit bei den Ölpreisen tun, oder werden sie irgendetwas unternehmen? Die Elite der Finanzwelt und der Politik wird Maßnahmen zur Rettung ihrer Vermögenswerte erwarten.


Welche Optionen bleiben der Fed?

Von John Rubino:

"1. Die Fed könnte zu verstehen geben, dass ihre Bilanz jetzt genug geschrumpft ist und es womöglich an der Zeit ist, für eine Stabilisierung zu sorgen (Übersetzung: eine weitere, aber maßvolle Erhöhung der Geldmenge).

2. Falls das scheitert, könnte man versprechen, das bestehende QE-Programm um einen bestimmten Betrag auszuweiten, der so berechnet ist, dass er das Stirnrunzeln der Märkte in ein Lächeln verwandelt.

3. Nützt das auch nichts, könnte die Fed ein neues Experiment beginnen und ihm einen schönen Namen wie "QE für das Volk" oder "Schuldenablassjahr" geben. Alternativ könnte man negative Zinsen und das Helikopter-Geld beschließen, das Ben Bernanke schon vor langer Zeit im Falle einer ausgewachsenen Deflation versprochen hat."


Soviel also zu den verbleibenden Optionen. Mehr quantitative Lockerungen, Schuldenmonetarisierungen, Bail-Ins, die Konfiszierung von Rentenfonds, Steuererhöhungen, Helikopter-Geld, Steuernachlässe, wer weiß...? Im Wesentlichen wird es sich um einen weiteren Versuch handeln, das korrupte System zu retten und am Leben zu erhalten, auf Kosten von...na raten Sie mal. Die Folgen werden gravierend sein.

"Nahezu jedes wichtige Programm jedes bedeutenden Staates ist mit Blick auf die Zukunft finanziell nicht nachhaltig", wie Charles Hugh Smith sagt. Die Maßnahmen zur Rettung des Finanzsystems sowie die meisten der Regierungsprogramme werden versagen. Rechnen Sie von 2016 bis 2020 mit schwerwiegenden Konsequenzen.

Ein Neustart steht bevor.


© GE Christenson
aka Deviant Investor


Dieser Artikel wurde am 25. Januar 2016 auf goldsilverworlds.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.



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