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Beginnt eine bedeutende Hausse am Goldmarkt?

08.02.2016  |  Clive Maund
Seit Jahren sind erstmals wieder alle Voraussetzungen für den Beginn einer bedeutenden Hausse am Gold- und Silbermarkt gegeben. Dafür gibt es zwei Hauptgründe: Zum einen scheint es für den US-Dollar bald abwärts zu gehen. Die Währung hatte bereits Kursverluste zu verzeichnen. Zum anderen - und diese beiden Faktoren stehen natürlich miteinander in Verbindung - werden die Machthabenden wohl versuchen, den zunehmend stärkeren Würgegriff, in dem die deflationären Tendenzen die Weltwirtschaft halten, mit Hilfe eines globalen Sturms der quantitativen Lockerungen zu lösen, welcher alle zuvor ergriffenen Maßnahmen in den Schatten stellen könnte und letztlich zur Hyperinflation führen wird.

Egon von Greyerz spricht darüber in einem Artikel auf King World News. Lassen Sie sich nicht von der grauenhaften grellen Aufmachung abschrecken - meiner Meinung nach hat Greyers vollkommen recht mit dem, was er schreibt. Sein außerhalb des Bankenwesens operierendes Goldbullion-Unternehmen scheint mir ebenfalls eine attraktive Option zu sein. Vergessen Sie nicht, dass alle Wertanlagen, die Sie innerhalb des Bankensystems halten oder verwahren, potentiell gefährdet sind - wenn nötig, wird man sie "konfiszieren" (stehlen). Ich möchte noch darauf hinweisen, dass ich in keiner Weise mit von Greyerz oder King World News in Verbindung stehe und diese Anmerkungen nicht aufgrund eines wie auch immer gearteten Anreizes mache.

Die Dinge haben sich ziemlich exakt so entwickelt, wie ich das in dem Artikel "Imminent Dollar Shock and Effect on Gold, Silver & Oil" dargelegt habe, der am 18. Januar für Abonnenten auf clivemaund.com veröffentlicht wurde. Einige meiner Abonnenten haben gute Gewinne erzielt, indem sie beispielsweise den NUGT gekauft haben.

Kommen wir zu den aktuellen Charts. Der 6-Monatschart für Gold zeigt, dass der Kurs in den letzten Wochen ganz ordentlich zugelegt hat. Die große Frage lautet in diesem Zusammenhang, ob der Goldpreis wieder zurück nach unten gedrückt wird, wie das in der jüngeren Vergangenheit immer der Fall war, wenn er sich zu weit vorgewagt hatte.

In Anbetracht dessen, wie stark der Dollar in den letzten Tagen nachgegeben hat, ist der Anstieg des Goldkurses nicht besonders beeindruckend. Er ist über den noch immer fallenden 200-tägigen gleitenden Durchschnitt gestiegen und weit über dem 50-tägigen Durchschnitt an der Obergrenze des abwärts gerichteten Trendkanals auf einen Widerstand gestoßen (siehe 5-Jahreschart unten). Die Wahrscheinlichkeit eines baldigen Pullbacks ist daher als hoch zu bewerten. Dennoch sollte man die oben beschriebenen, bullischen Faktoren nicht außer Acht lassen, die zunehmend ins Spiel kommen. Wenn es überhaupt zu einem Kursrücksetzer kommt, dann wird es vielleicht gar nicht so weit nach unten gehen. Anschließend könnte uns der Goldkurs mit einem Ausbruch aus dem Abwärtstrend überraschen. Das hätte dann eine noch viel steilere Rally zu Folge.

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Anhand des 5-Jahrescharts können wir sehen, dass es noch Raum für einen kleinen Pullback jetzt oder in naher Zukunft gibt, doch insgesamt zeigt der Chart ein positives Bild: Die Linien des fallenden Keils laufen stark aufeinander zu, d. h. das Muster schließt sich - ein eindeutig bullisches Signal. Der MACD zeigt zudem, dass Gold nicht ernsthaft überkauft ist. Falls der Kurs tatsächlich nach oben ausbricht, könnte er eine Rally starten, die die meisten Trader zum Staunen bringen wird. Die nach wie vor ungünstige Anordnung der gleitenden Durchschnitte deutet jedoch darauf hin, dass es noch ein wenig länger dauern könnte, bis die Bedingungen für eine solche Bewegung wirklich gegeben sind. Wir sollten uns aber zumindest der Möglichkeit bewusst sein und kurzfristige Kursrücksetzer nutzen, um unsere Positionen aggressiv zu erhöhen - so, wie das die Chinesen schon seit Jahren tun.

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Der GDX ist noch immer in seinem Abwärtstrend mit seinen ungünstig angeordneten gleitenden Durchschnitten gefangen. Wir haben die steile Rally der vergangenen Wochen vorhergesehen und mit Hilfe von Instrumenten wir dem NUGT ausgenutzt, doch jetzt trifft der Kurs in der Nähe des fallenden 200-tägigen gleitenden Durchschnitts und der Obergrenze des langfristigen Abwärtstrends auf einen Widerstand. Wir sollten daher auf einen möglichen Pullback achten. Ein Ausbruch über die Trendlinie und das direkt darüber liegende Widerstandsniveau wäre selbstverständlich eine enorm bullische Entwicklung.


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