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Gold: Der reinste Horror

18.04.2016  |  Clive Maund
Die Daten des neusten Commitments of Traders Report gleichen einer Horrorgeschichte: Die Short-Positionen der Commercials und die Long-Positionen der großen Spekulanten sind so hoch, wie schon seit Jahren nicht mehr. Das können wir als Indiz dafür verstehen, dass der US-Dollar nicht unter seine Unterstützungslinie bei 93 Punkten fallen, sondern stattdessen wieder steigen wird.

Während die Aktien der Edelmetallunternehmen nach oben ausgebrochen sind, hat Gold sich hartnäckig geweigert, es ihnen nachzutun. Der Goldkurs gab in den letzten Tagen erneut nach und vervollständigte offenbar die rechte Schulter eines Schulter-Kopf-Schulter-Tops, wie wir im folgenden 6-Monatschart sehen können. Sobald die Nackenlinie des Musters nach unten durchbrochen wird, sollte der Kurs deutlich einbrechen. Das wäre keineswegs überraschend, da parabolische Aufwärtsbewegungen wie die, die der Goldkurs zuvor in diesem Jahr beschrieben hatte, nur selten von anhaltenden Gewinnen gefolgt werden.

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Auch der 6-Jahreschart mahnt zur Vorsicht: Der Goldkurs stagniert an der Obergrenze des eingezeichneten Trendkanals und der Slow-Stochastics-Indikator signalisiert die Bildung eines Tops.

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Kommen wir nun zu den aktuellen COT-Daten. Wie wir sehen, haben die Commercials ihre Short-Positionen und die Spekulanten ihren Long-Positionen in der letzten Woche erneut stark ausgebaut, just als der Goldkurs am Dienstag das Top der rechten Schulter bildete. Die zahlreichen Bullen unter den großen Spekulanten überschlagen sich fast vor Optimismus, doch es wird ihnen wohl ergehen, wie früher den Büffeln der amerikanischen Prärie - die Commercials, d. h. das Big Money, stehen schon bereit, um sie zu Tausenden abzuschlachten und auszunehmen.

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Der neuste Hedgers-Chart, ein COT-Chart, der einen längeren Zeitraum abbildet, zeigt, dass die Positionen der Hedger auf den tiefsten, negativen Wert seit Jahren gefallen sind. Auch das verheißt nichts Gutes für den Goldkurs.

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Quelle: www.sentimentrader.com


Die deutlich bessere Entwicklung der Edelmetallaktien im Vergleich zu Gold und Silber lässt sich darauf zurückführen, dass die Unternehmen gegenüber den physischen Metallen stark unterbewertet waren. Die gute Performance der Aktien könnte viele Investoren jetzt jedoch in eine Falle locken. Der 6-Monatschart zeigt den Ausbruch des GDX aus dem Dome Top und die anschließende Rally, die den Kurs auf ein neues Hoch steigen ließ, welches allerdings nicht durch die Marktdynamik (MACD) bestätigt wurde.


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