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Beginn einer enormen Gold-Hausse?

02.05.2016  |  Clive Maund
Die Situation ist paradox: Gold und Silber sind nach oben ausgebrochen, obwohl die Positionen der Marktteilnehmer gemäß den Angaben des Commitments of Traders (COT) Report bereits ein extremes Niveau erreicht haben, doch der Dollar ist noch nicht eingebrochen. Diese Lage rechtfertigt weiterhin eine gewisse Vorsicht, doch falls der US-Dollar von seinem aktuellen Kursniveau, wo er ein potentielles Top bildet, abstürzen sollte, dann werden die Gold- und Silberkurse steil nach oben schießen.

In diesem Zusammenhang dürfen wir auch die knappe Angebotssituation bei den physischen Edelmetallen nicht vergessen. Im unserem letzten Update waren wir davon ausgegangen, dass die Gold- und Silberpreise aufgrund der extremen COT-Daten deutlich nachgeben würden, doch sie haben genau das Gegenteil getan. Daraufhin wurden die Marktpositionen noch weiter aufgestockt und haben für Silber mittlerweile ein Rekordniveau erreicht.

Der Gold-Jahreschart zeigt uns, dass der Kurs nun schließlich aus der Handelsspanne der letzten beiden Monate ausgebrochen ist und anscheinend eine neue Rally gestartet hat. Der große Abstand zwischen den gleitenden Durchschnitten und die außergewöhnlichen Daten des COT-Berichts bieten allerdings weiterhin Anlass zur Sorge. Der Trendindikator MACD hat ausgehend von seinem vorherigen, niedrigen Niveau eine scharfe Wende nach oben vollzogen und macht einen positiven Eindruck.

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Der Grund für die stagnierenden Goldpreise der letzten Zeit wird ersichtlich, wenn wir den folgenden 6-Jahreschart betrachten: Der Kurs hatte die Obergrenze des eingezeichneten Trendkanals erreicht. Nun scheint er aus dem Kanal ausgebrochen zu sein. Das beste kurzfristige Szenario wäre eine Aufwärtsbewegung bis hin zum eingezeichneten, sehr bedeutsamen Widerstandsbereich.

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Die aktuellen COT-Daten sehen nach wie vor beängstigend aus und spiegeln dabei noch nicht einmal die steile Rally der letzten beiden Tage wider, da sie vom letzten Dienstag stammen. Die tatsächlichen Werte sind folglich noch höher. Für sich genommen stellen die Positionen der Marktteilnehmer eine Warnung vor einer baldigen Umkehr des Goldkurses dar.

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Im langfristigen Chart mit den Positionen der Hedger können wir sehen, dass sich die Linie mittlerweile den Rekordwerten aus der Vergangenheit annähert. Im dargestellten Zeitraum kam es nur einmal vor, dass der Goldkurs nach solch extremen Positionierungen nicht einbrach (im Jahr 2005).


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