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Die Zukunft der Energie - Zusammenhänge und Charts, die jeder Edelmetallbesitzer kennen sollte

05.05.2016  |  Steve St. Angelo
Die USA und die Wirtschaftsnationen dieser Erde stecken in ernsthaften Schwierigkeiten. Leider veröffentlicht die Mehrheit der Analysten noch immer nutzlose Prognosen, die die wahre Natur des Problems verkennen - bzw. nicht einkalkulieren, in welcher Zwickmühle wird uns befinden.

Für Probleme gibt es Lösungen, doch es kann vorkommen, dass es aus einer Zwickmühle keinen Ausweg gibt. Im englischen Cambridge-Wörterbuch wird "Zwickmühle" ("predicament") so definiert:

"Eine unangenehme oder verwirrende Situation aus der es keinen Ausweg zu geben scheint oder die schwierig zu lösen ist.

Beispiel: Ohne Geld und ohne Job steckte er wirklich in einer Zwickmühle."


Die Menschheit gratuliert sich gern selbst, wenn sie neue Technologien erfindet, um Probleme zu überwinden. Das Lösen von Problemen mittels technischer Erfindungen führt jedoch auf lange Sicht zu noch größeren Problemen. Wie beispielsweise unterhält die US-Regierung die gigantische, mit Hilfe der Technik geschaffene Infrastruktur des Landes, wenn die dafür nötigen Finanzmittel nicht verfügbar sind?

Die Situation ähnelt dem Beispielsatz aus dem Wörterbuch. "Ohne Geld und ohne Job steckte er wirklich in einer Zwickmühle." Manch einer würde den arbeitslosen Mann vielleicht verhöhnen und ihm raten, einen Job bei McDonalds oder einem anderen erstklassigen Etablissement anzunehmen. Doch was, wenn es wie während der Großen Depression keinerlei freie Stellen mehr gibt?

Die Beschäftigungssituation in den Vereinigten Staaten ist viel schlechter, als die offiziellen Schätzungen des Bureau Of Labor Statistics, des Amtes für Arbeitsmarktstatistiken, glauben machen. Würden noch die gleichen Maßstäbe zur Errechnung der Arbeitslosigkeit gelten wie vor wenigen Jahrzehnten, dann läge die tatsächliche Erwerbslosenquote eher im Bereich von 25%. Es ist schlicht unmöglich, all diesen US-Bürgern einen Arbeitsplatz zu verschaffen. Es handelt sich also um ein ernstes, chronisches Dilemma, für das es keine richtige Lösung gibt.

Warum ist das so? Letztlich hängt alles mit der Energie zusammen. Die folgenden Charts und Daten werden Edelmetallinvestoren den wichtigsten Grund für den Besitz von Gold und Silber aufzeigen.

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Die USA haben ein ernstes Problem - und die meisten wissen nichts darüber

Wenn Sie sich das Logo des SRSrocco Report ansehen, erkennen Sie einen roten Würfel mit der Silhouette der Vereinigten Staaten und dem Schriftzug "EROI". Es gibt einen guten Grund dafür, dass ich dieses Design gewählt habe. Nachdem ich mich eingehend mit der Forschung der führenden Wissenschaftler beschäftigt habe, die den Erntefaktor (engl. EROI oder EROEI, Energy Returned on Energy Invested) untersuchen, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es sich dabei um den Faktor handelt, der für das Leben wie wir es kennen die größte Bedeutung hat.

Der Zerfall des Römischen Reiches wird vielen verschiedenen Faktoren zugeschrieben, doch der alles übergreifende Grund war der sinkende Erntefaktor. Das Römische Reich wuchs, indem es neue Gebiete und deren Ressourcen eroberte. Ein Teil dieser Ressourcen bestand in den Reichtümern, die die Römer den wohlhabenden Familien ihrer neuen Territorien stahlen. Als die Jahre ins Land gingen, machten die Römer immer weniger neue Eroberungen, mussten aber mehr und mehr Vermögen (Energie) aufwenden, um ihr Territorium zu verteidigen.

Das Römische Imperium brach letztlich zusammen, als das Vermögen, bzw. die Energie, die nötig war, um die fremden Eindringlinge zu vertreiben und das Volk zufriedenzustellen, größer wurde, als jenes Vermögen, welches das Reich neu beschaffen konnte. Der abnehmende Erntefaktor war folglich die Hauptursache für den Untergang Roms (und vieler anderer Staaten in der Geschichte).

Dem US-Imperium wird es nicht anders ergehen. Ich bin nicht stolz darauf, das sagen zu müssen, doch diese Tatsache ist unter denjenigen, die sich mit dem Erntefaktor befassen und seine Zusammenhänge erforschen, kein Geheimnis. Der folgende Chart stammt von der Webseite 8020vision.com und basiert auf einer öffentlichen Diskussionsschrift mit dem Titel "A New Long Term Assessment of Energy Return on Investment (EROI) for U.S. Oil and Gas Discovery and Production", die von den Wissenschaftlern Megan Guilford, Charles Hall, Pete O’ Conner und Cutler Cleveland verfasst wurde:

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Dieser Chart zeigt den sinkenden Erntefaktor der US-amerikanischen Öl- und Gasexploration. 1910 wurden in den Vereinigten Staaten für jedes Barrel Öläquivalent, das bei der Auffindung neuer Lagerstätten verbraucht wurde, noch mehr als 1.200 Barrel Öl entdeckt. Der kleinere Chart im Chart zeigt die Abnahme des Erntefaktors seit den 1950er Jahren. Die letzten Daten stammen aus dem Jahr 2007. Bis dahin war das Verhältnis von neu entdecktem Öl und Gas zum dafür notwendigen Energieverbrauch auf 5:1 gefallen, d. h. 2007 benötigte man 1 Barrel Öl, um 5 Barrel zu finden. In den 1950ern hatte der Erntefaktor noch bei mehr als 60:1 gelegen, für jedes "investierte" Barrel Öl erhielt man damals also 60 Barrel.

Der nächste Chart veranschaulicht die Abnahme des Erntefaktors bei der Öl- und Gasförderung in den USA. Dieser erreichte im Jahr 1950 bei 23:1 seinen Höchststand und sank dann nach und nach bis auf das Verhältnis von 5:1, das heute typisch ist für die Förderung von Schieferöl.


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