Suche
 

Das große Bild des Silberpreises

09.05.2016  |  Silberjunge
Vorab: Edelmetallbesitzer dürfen beim Thema Bargeld nicht abseits stehen

Hier geht es um das große Bild für Silber, unser langfristiges Lieblingsmetall. Wie vor einer Woche bei unserem Artikel "Goldbesitzer dürfen beim Thema Bargeld nicht abseits stehen" erlauben wir uns zunächst den Hinweis auf die Kundgebung am 14. Mai 2016 auf der Hauptwache in Frankfurt ab 11 Uhr.

Stehen wir nicht abseits, weil wir uns als Gold- und Silberbesitzer in Sicherheit wiegen. Denn für mich gilt: Erst stirbt das Bargeld, dann stirbt das Gold und mit beiden stirbt die Freiheit. Zu glauben, dass nur das Bargeld als Feind des Papiergeldes, der Zentralbank und der Regierung bekämpft wird und das Gold außen vor bleibt, ist gefährlich. Wer daran glaubt, für den ist die Erde vielleicht auch eine Scheibe und die Sonne mag morgen im Westen aufgehen.

Da wir in den kommenden ein bis drei Jahren vor ganz einschneidenden Entwicklungen stehen, bitte ich Sie mit allem Nachdruck, die Kundgebung "Finger weg vom Bargeld" am 14. Mai 2016 an der Hauptwache in Frankfurt ab 11 Uhr zu besuchen. Mehr dazu unter: www.pro-bargeld.com

Open in new window

Zum Silber

Zunächst schauen wir uns den Monatschart des Silberpreises in US-Dollar an. Der Abwärtstrend ab April 2011 bei aktuell 15,91 US-Dollar je Feinunze ist durchbrochen wie auch die Verbindungslinie der Hochs der Jahre 1980 und 2008 bei 16,78 US$. Bis zum alten Aufwärtstrend, der Ende 2016 bei 22,85 US-Dollar verlaufen wird, ist jedoch noch gehörig Luft nach oben. Der MACD hat im Monatschart jüngst ein Kaufsignal generiert.

Die Engstelle der Bollinger Bänder ist sehr schön zu sehen. 1993 sorgte eine solche Engstelle am Ende eines langen Abschwungs des Silberpreises für eine spürbare Ausweitung der Bollinger Bänder und einem starken Anstieg. Auch 1987 war dies zu beobachten. Heute sagen viele Charttechniker, dass ein Ausbruch über das obere Bollinger Band höchst unwahrscheinlich ist. Warum in der Tat derzeit ein großer Kampf auf dem Silbermarkt mit kurzfristig ungewissem Ausgang stattfindet, erörtern wir noch. Der Blick auf die Entwicklungen von 1987 oder 1993 zeigt jedoch auch, dass Silber immer für große positive Überraschungen gut ist.

Silber in US-Dollar im logarithmischen Monatschart mit den Bollinger Bändern (in Hellorange), dem RSI, darunter dem MACD und ganz unten das Gold/Silber-Preisverhältnis (1 Unze Gold kostet derzeit fast das 74fache einer Unze Silber):

Open in new window
Quelle: Bloomberg, Silberjunge


Viele selbsternannte Experten nannten immer neue Schreckensprognosen für Gold und Silber. 800 US-Dollar, ja sogar 500 US-Dollar wurden beim Gold herumgereicht und beim Silber waren selbst wieder einstellige Notierungen für möglich gehalten worden. Im Dezember 2015 warben wir massiv, antizyklische Chancen zu sehen. Wir warnten, den Predigern im Mainstream auf den Leim zu gehen, die dreistellige Goldpreise oder sogar Notierungen von 800 US-Dollar bis hin zu 500 US-Dollar als so sicher wie das Amen in der Kirche darstellten.

Eines sollte klar sein: Die Aufmerksamkeit der Massen haben weder Gold noch Silber derzeit. Es tut sich jedoch etwas. Wir werden in den letzten Monaten nicht müde, auf das veränderte Umfeld hinzuweisen. Ganz aktuell ermittelten wir über unser Bloomberg-Terminal, dass der Marktwert der Staatsanleihen Japans, Eurolands, der Schweiz, Dänemarks und Schwedens mit negativer Rendite bei rund 8.100 Milliarden US-Dollar liegt. Eine unglaubliche Zahl von über 8,1 Billionen US-Dollar und eine verkehrte Welt, wenn Investoren bei der Geldanlage sogar noch einen Strafzins zu zahlen haben.

Früher sagte man: "Gold und Silber werfen keine Zinsen ab".
Heute sagen wir: "Gold und Silber kosten keine Zinsen".

Für die kommenden 8 bis 18 Monate sehen wir sehr starke Anstiege der Edelmetalle. Der Weg wird natürlich mit vielen Steinen gesät sein. Die wenigsten Anleger werden die Ernte mit Erfolg einfahren. Viele werden zu früh vom Bullen abspringen oder zu spät an dem Bullenreiten teilnehmen.


Beispielloser Kampf zwischen Großbanken und Hedgefonds

Kurzfristig wird es sehr spannend. Wie gesagt, in den kommenden 8 bis 18 Monaten sehen wir starke Anstiege. Korrekturen werden allerdings immer wieder aus heiterem Himmel einsetzen. Sie gehören zum Silbermarkt wie die Nacht zum Tage.

Die Hedgefonds alias das Managed Money haben per 3. Mai netto 68.366 Kontrakte im Silberfuture netto, also nach Abzug der Verkaufsposition, gekauft. Dies entspricht bei 5.000 Unzen je Silberfuture immerhin 341,83 Millionen Feinunzen. Angesichts einer Minenproduktion im Jahr 2015 von 887,7 Millionen Unzen Silber eine gigantische Zahl.

Der Indikator gab uns 2014 und 2015 bei niedrigen Netto-Kaufpositionen bzw. bei Netto-Verkaufspositionen gute antizyklische Kaufsignale. Der Indikator gibt jedoch sehr gute Kaufsignale, versagt jedoch bei großen Aufwärtsbewegungen. Anfang 2008 und im September/Oktober 2010 führten die damaligen Rekordkäufe nicht zu Einbrüchen des Silberpreises, sondern der Preis stieg und stieg und stieg.

Hedgefonds/Managed Money im Silberfuture: Netto-Kaufposition in Dunkelblau, reine Kaufposition in Dunkelgrün und reine Verkaufsposition in Rot

Open in new window
Quelle: Bloomberg, Silberjunge



Bewerten 
A A A
PDF Versenden Drucken

Für den Inhalt des Beitrages ist allein der Autor verantwortlich bzw. die aufgeführte Quelle. Bild- oder Filmrechte liegen beim Autor/Quelle bzw. bei der vom ihm benannten Quelle. Bei Übersetzungen können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Der vertretene Standpunkt eines Autors spiegelt generell nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers wieder. Mittels der Veröffentlichung will dieser lediglich ein pluralistisches Meinungsbild darstellen. Direkte oder indirekte Aussagen in einem Beitrag stellen keinerlei Aufforderung zum Kauf-/Verkauf von Wertpapieren dar. Wir wehren uns gegen jede Form von Hass, Diskriminierung und Verletzung der Menschenwürde. Beachten Sie bitte auch unsere AGB/Disclaimer!




Alle Angaben ohne Gewähr! Copyright © by GoldSeiten.de 1999-2019.
Die Reproduktion, Modifikation oder Verwendung der Inhalte ganz oder teilweise ohne schriftliche Genehmigung ist untersagt!

"Wir weisen Sie ausdrücklich auf unser virtuelles Hausrecht hin!"