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Silber: Historisches Verhältnis signalisiert Anstieg auf 300 $

18.05.2016  |  Steve St. Angelo
- Seite 2 -
Als der Silberkurs im April 2011 bei 49 Dollar ein Hoch erreichte, fiel das Dow/Silber-Verhältnis auf 250:1, nachdem es im Juni 2001 bis auf 2.500:1 gestiegen war. (Hinweis: Ich habe die Zahlen zur besseren Veranschaulichung gerundet.) Zwischen 1980 und 2001 ist das Verhältnis also um das 100fache angestiegen, von 25:1 auf 2.500:1. Anschließend fiel es wieder und betrug 2011 mit 250:1 nur noch ein Zehntel seines Rekordwertes. Aktuell liegt das Verhältnis zwischen dem Dow Jones und dem Silberpreis bei 1.015:1.

Wir wissen alle, dass die Märkte von der US-Notenbank Federal Reserve und vom Plunge Protection Team der US-Regierung gestützt werden. Eines Tages werden sie jedoch wieder crashen und das Kursniveau wird fallen. Wenn wir davon ausgehen, dass der Dow Jones bis auf 7.000 Punkte stürzt, dann würde ein Dow/Silber-Verhältnis von 25:1 einen Silberpreis von 300 US-Dollar je Unze implizieren. Leider glaube ich nicht, dass der Dow Jones seine Talfahrt bei 7.000 Punkten beenden wird. Ich fürchte, dass der Aktienindex noch viel tiefer fallen wird.

Warum jedoch sollte der Wert des Silbers steigen, wenn der Kurs des Dow Jones fällt? Der Grund dafür steht im Zusammenhang mit den riesigen Schuldensummen in unserem Finanzsystem. Der nächste Chart aus meinem oben erwähnten Artikel illustriert die Entwicklung der Gesamtschulden der USA in den letzten 50 Jahren.

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Wie Sie sehen blieb das Schuldenwachstum in den frühen 1970er Jahren zunächst gering, beschleunigte sich dann jedoch in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts. Im ersten Quartal des Jahres 1980 beliefen sich die Gesamtschulden der Vereinigten Staaten auf 863 Milliarden Dollar, während Silber zu 35 Dollar gehandelt wurde. Heute sind die Schulden auf 19,2 Billionen Dollar angewachsen, doch Silber kostet mit 17,30 USD weniger als die Hälfte. Die Gesamthöhe der Schulden ist auf das 22fache gestiegen, doch der Wert des weißen Metalls in US-Dollar hat sich halbiert.

Ich habe die Schulden im Chart als "Energieschulden" bezeichnet, weil sie nur dann zurückgezahlt werden können, wenn genügend Energie vorhanden ist, um eine profitable Wirtschaft zu versorgen. Für Investoren ist es wichtig zu verstehen, dass bei den wirtschaftlichen Aktivitäten unbedingt ein Gewinn entstehen muss, damit die Schulden abgebaut werden können. Die US-Wirtschaft generiert jedoch schon seit mindestens einem Jahrzehnt nicht mehr die notwendigen Profite, denn sonst hätte die Schuldenlast abgenommen. Nur eine profitable Wirtschaft erlaubt die Rückzahlung der Schulden.

Die Federal Reserve und die US-Regierung haben dagegen unbeirrbar an ihrem offiziellen Kurs festgehalten und Geld gedruckt und neue Schulden aufgenommen, um weitermachen zu können, wie bisher. Dadurch entstand die Illusion von Wachstum und von Kursgewinnen an den Aktienmärkten, einschließlich des Dow Jones. Wenn wir uns den Aktienindex im untenstehenden Chart ansehen, werden wir allerdings kennen, dass hier etwas ganz stark im Argen liegt:

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Seit dem Crash von 2008-2009 ist das Handelsvolumen gesunken, während der Dow Jones wieder nach oben geklettert ist. Der Anstieg des Index von 865 Punkten im ersten Quartal 1980 auf den kürzlich verzeichneten Kursstand von 17.663 Punkten basiert hauptsächlich auf dem enormen Schuldenwachstum. Die Staatsschulden der USA haben sich im selben Zeitraum von 863 Milliarden Dollar auf 19,2 Billionen Dollar erhöht. Der Dow Jones ist also auf das 21fache gestiegen, während die Gesamtschulden der Vereinigten Staaten auf das 22fache angewachsen sind. Das ist kein Zufall!

Schauen wir uns nun die Entwicklung des Silberpreises in dieser Zeitspanne an:


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