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Das Ende des vierten Zyklus

02.06.2016  |  Prof. Dr. Hans J. Bocker
- Seite 3 -
Zyklus 3 Verlust von Freiheit und Immobilienrechten im Osten, schleichende Inflationsverluste im Westen

  • 1966 bis Ende 1989
  • Phasendauer 24 Jahre

Weiterhin stabiles Wirtschaftswunder im Westen und Aufstieg zum Exportweltmeister. Sich verschlimmernde Mangelwirtschaft im Osten, Mauerbau half DDR wirtschaftlich nur in Bezug auf "Brain Drain" und Stop der Massen-Republikflucht, die jedoch 1989 via sozialistische Nachbarländer wieder auflebte. Ost-Wirtschaftswunder blieb jedoch (bis heute) aus.

Erst Ulbricht und dann Honegger halten neben verkalktem Politbüro am alten Kurs fest. Verarmung der DDR, Straßen und Immobilien in erbarmungswürdigem Zustand. Immer weitere Distanzierung von der Bevölkerung, die am Ende das System mit übergroßer Mehrheit vehement ablehnt. Reagans Wettrüsten haben die Sowjets und die angeschlossene DDR nur wenig entgegen zusetzen, überall Pleitesymptome. "Wir sind das Volk" macht Geschichte, Mauer fällt.


Zyklus 4 Widervereinigung und Privatisierung der DDR

Hunderte von Milliarden DMark flossen - und fließen noch - in den durch "realen Sozialismus" völlig ruinierten Osten. Maßlose und von einem Großteil der Bevölkerung als unerträglich empfundene Flüchtlingsströme stranden oder landen in der künstlichen "Willkommenskultur".

  • 1989 bis 2016
  • Phasendauer 27 Jahre

Kennzeichen 1: Schleichende Enteignung und Verarmung

Mittelfluss und Subventionierung des Ostens hält immer noch an (Soli). Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter. 10% der Bevölkerung gehört 90% des Vermögens. 53% des Volkes aber gehört nur 1,7% am Gesamtvermögen. Angst vor sozialem Abstieg. Rasch schrumpfende staatstragende Mittelklasse, vor 20 Jahren noch bei 63%, jetzt nur noch 52% Anteil an der Gesamtbevölkerung. Immer mehr Niedriglohnjobs.

Genau wie in USA, dort: "6 neue Arbeitsplätze geschaffen" (Medienjubel), doch 4 gingen verloren. Also netto nur 2 neue entstanden. Und: Die 4 verlorenen bezogen jeweils 100.000 $ Jahresgehalt, also zusammen 400.000 $. Die bejubelten "6 neuen" (real 2), bringen ihrem Halter jeweils 20.000 $. Ursprünglich also 4x100.000 $ stehen gegen jetzt 6x20.000 $, also früher 400.000 und jetzt 120.000 $. Also "Verarmungsfaktor" bei dieser Art medial hochwirksamer "Jobschöpfung einer starken und kerngesunden Wirtschaft": Minus 280.000 $ netto an Kaufkraft..

Junge Erwachsene verdienen im Durchschnitt nominal deutlich weniger als vor 20 Jahren (in USA und Dl.), und erleiden natürlich gemessen an Kaufkraft noch stärkeren Verlust (Inflation). Gegen den Willen der Bevölkerung, doch zugunsten der Eliten und Banken, wird die starke DMark durch einen viel schwächeren Euro als Zwangswährung ersetzt. Seit seiner Einführung für die Öffentlichkeit per 1.1. 2002 (gab‘s zwischen den Banken schon seit 1997) verlor diese brutal aufoktroierte Phantasiewährung bis heute real 61% seiner Kaufkraft.

Wie alle anderen 639 ungedeckten Papierwährungen, die die Menschheit in ihrer Geschichte je kannte (Chinesen: Erste Papierwährung ca. 4200 v. Chr.), wird auch der "Teuro" auf seinen echten inneren Wert, nämlich Null, gehen. Es gab keine Überlebenden, siehe Kaisermark, Goldmark, Reichsmark, grün oder rot gestempelte Hyperinflationsmark-Scheine mit irrwitzigen Denominierungen, Rentenmark, Mark deutscher Länder, Ostmark, DMark usw., sie alle verschwanden zulasten (Enteignung) der Bevölkerung. Ein gleiches Schicksal erwartet Euro.

In massiver Privatisierung der DDR durch "Treuhand" werden wertvolles Volksvermögen und Unternehmen an US Großkonzerne tausendfach für eine DMark Symbolwert verschenkt. Folge: Hohe Arbeitslosigkeit im Osten und entsprechende Verkehrsströme an den Wochenenden von Wohnorten im Osten zu Arbeitsplätzen im Westen. Sonntagabend gen Westen, Freitagabend Richtung Osten zurück.


Kennzeichen 2: Herrschaft der Bankster, Schattenregierung der Zentralbanken.

Devote Politiker spielen, dankbar für Pfründe und finanzielle Zuwendungen, kriechend und katzbuckelnd mit. Ohne Zentralbanker, mit EZB an der Spitze läuft nichts mehr. Vorrücken chinesischer Investoren, die mit scheinbar unbegrenzten Devisenreserven in aller Stille aufkaufen, was immer möglich ist. Afrika wurde inzwischen zur chinesischen Großkolonie. Süd- und Mittelamerika sind auf dem gleichen Wege.

Überalterung der Bevölkerung und längere Lebensdauer. Immer mehr Rentner entfallen auf immer weniger Steuerzahler, die für Rente aufkommen müssen (in Japan schon bald zwei noch Schaffende für einen Pensionär).

Wechsel von EG zu EWG und dann zu EU. Diese expandiert aggressiv. Derzeit 28 Länder mit 28 nicht gewählten "Kommissaren" (Position und Begriff aus Stalinzeit entlehnt). Die Mehrzahl sind kleinere Länder, die wenigen großen abhängen. Hauptmotiv des Beitritts: "Garantierte Zuschüsse". Die sozialistische Versprechung "Something for nothing" bleibt ewig attraktiv. Zypern, Slowenien und Malta haben gleiches Stimmgewicht in den EU-Entscheidungsgremien wie Deutschland. Letzteres darf ruhig und völlig wirkungslos gegen die Überweisung von z.B. 100 Milliarden € eigener Mittel an jene Länder stimmen. Gelächter und wohlwollendes Schulterklopfen der Absahner sind die Folge.

So gut wie alle Verträge und Abkommen auf denen die EU basiert, werden gebrochen und ignoriert. So bsw. Schengen (offene Grenzen), Verschuldungsgrenzen und Defizite staatlicher Haushalte fortlaufend und dreist überschritten. Schulden wachsen weiter. Deutschland ist mit 220.000 Milliarden € verschuldet und bürgt für 205.000 Milliarden für Verschwender und Bankrotteure.


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