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Das Ende des vierten Zyklus

02.06.2016  |  Prof. Dr. Hans J. Bocker
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Es war bei Gründung vertraglich versprochen, dass kein Land für die Schulden eines anderen aufkommen soll. Inzwischen mutierte des Brüsseler Monster von einer Wirtschaftsunion zu einer Währungsunion und danach von dieser zu einer Haftungsunion und seit einiger Zeit sogar zu einer Transferunion. Vor allem die Deutschen dürfen massiv zu den Unfähigen, Schwachen, Unwilligen und mit vollen Händen Abkassierenden fleißig und pünktlich "transferieren" (demnächst sogar "transpirieren" wenn der Schuldenkollaps kommt).

Es läuft seit Jahren, der größte Vermögens- bzw. Geldtransfer in der Menschheitsgeschichte und zwar weg von den Kleinen und Fleißigen, hin zu den superreichen Eliten. Der Zyklus wird auch hier korrigierend eingreifen.

Wenn auch nur die Griechenkredite ganz oder teilweise ausfallen, sind die französischen und italienischen Banken sofort pleite.

Können Schulden ohne Megakrise oder Krieg auf Null reduziert werden? Bei einer Besteuerung von 80% aller Einkommen (nur gedanklich machbar, physisch und politisch nicht) würde Deutschland ca. 200 Jahre brauchen, die USA 400 Jahre und die braven Japaner etwa 800 Jahre, um das Schuldengebirge völlig einzuebnen. Schulden sind also real niemals rückzahlbar.


Kennzeichen 3: Staatsanteil wächst und wächst

Der Staat, der in den guten alten Zeiten 5% der Wirtschaftsleistung weg steuerte, saugt derzeit rund 53% (Deutschland, anderswo noch etwas höher) des wirtschaftlichen Ergebnisses an. Dieser Anteil kriecht in Richtung 60%. Ostblockstaaten hatten vor ihrem Zusammenbruch einen Anteil von etwa 72%. Doch ohne effiziente Privatwirtschaft stirbt das System ab, da keine staatliche Planungs- und Beamtenbürokratie den unternehmerischen Geist und die Privatinitiative ersetzen kann, sondern nur Verschwendung, Misswirtschaft, Stillstand, immer neue die verbleibende produktive Wirtschaft abwürgenden Vorschriften und bürokratische Fehlinvestitionen en gros produziert. Die tödliche Grenzlinie von 72%, die den Ostblock kippte, kommt, zumindest in den EU-Ländern, rasch näher.


Kennzeichen 4: endlose alternativlose "Rettungswahn" und künstliche Feindbilder

Rettung des Euro, bankrotter Banken, Staaten (Griechenland, Portugal u.a.) sowie wackelnder Konzerne durch Staat bzw. Steuerzahler. Diese massiven Eingriffe ins Finanzgeschehen kosten Billionen, sind aber "alternativlos". Gelddruckmaschinen laufen heiß, Digitalgeldspeicher bersten.

Feindbild Russland wird von den Medien propagiert, Putin verteufelt, neue Grenzzäune entstehen und führen Schengen ad absurdum. Einheimische werden zu Bürgern zweiter Klasse.

Flüchtlinge integrieren sich nur in viel zu geringen Maße. Nur Integration ins Sozialsystem wird angestrebt. Asylanten stellen immer höhere Forderungen. Forderungskultur löst Willkommenskultur ab. Missbrauch durch Mehrfachanmeldungen unter verschiedenen Namen und massive Abkassierungskultur. Freie Krankenkasse, freie Zahnärzte, Steuerfreiheit, freie Anwälte, freie Wohnungen, freie Kindergärten und Schulen, freier Transport, freie Handynutzung, freie sonstige soziale Unterstützung - erbittern die Bürger mit ihren vollen Abzügen und hohen Steuern, und schaffen ihnen das Gefühl zweit- oder drittklassig zu sein. Politik vertuscht hohe Kriminalität. AfD und Pegida gewinnen Zulauf durch wütende Bürger, die das System mehrheitlich ablehnen.


Fazit:

Am Ende jeder zyklischen Phase findet man stets den Bruch zwischen dem eigentlichen Souverän, also dem Volk, und den Regierenden.

Typisch für die Endphase sind: Immer höhere Steuern und Abgaben, erstickende Bürokratie, immer neue Vorschriften, Verordnungen, Überregulierungen und einschränkende Gesetze, Verlust bürgerlicher Freiheiten, sowie Korruption, endlose Volksbeglückung auf Pump, lügnerische Medienkampagnen, "Schulden spielen keine Rolle, wir schulden es uns ja selbst", Schönreden von Verfehlungen, Vertuschungen durch die Schoßhundmedien, Propagandawalzen zugunsten der Eliten, Verschwendung von Steuergeldern, extreme Bereicherung der Herrschenden, ablenkende Unterhaltung wie Fußball, Sport, wo es längst nicht mehr um Gesundheit sondern nur noch um hundertstel Sekunden geht, primitive Shows, Facebook, Twitter, Smartphones, endlose Talkrunden mit Scheinproblemen, Filme (vielfach unter Verzicht auf jeden Inhalt), mediale Umwandlung der übelsten Perversionen in Normalität, ja sogar als höchst erstrebenswerte Lebensstile angepriesen, selbstgefällige arrogante Mitläufer des Systems, salbaterndes Gutmenschentum welches mit dem Geld anderer um sich wirft, Wahl- und Umfragefälschungen, gezielte Manipulationen aller Art, natürlich stets im Interesse der Mächtigen, sowie kontinuierliche Durchhalteparolen zwischen Frühstückskaffee und Mitternachtssnack mit dem ewigen Versprechen: Der ganz große Aufschwung und das super-mega-Volksglück lauert schon sprungbereit gleich um die Ecke. Das sozialistische Paradies war nie näher.

Alles gibt es dort umsonst.

Doch trotz allem werden die zyklischen Gesetze ihr Werk, wie immer, gnadenlos verrichten.

Die über der DDR zu Zeiten der landwirtschaftlichen Kollektivierung und Massenflucht einst per westlichen Luftballons abgeworfenen Flugblätter, die ich als Schüler verblüfft vom Acker auflas und studierte, mit dem Text: "Deutscher Bauer, verlasse deine Scholle nicht, auch Ulbricht kommt noch vors Gericht" erscheinen mir jetzt in einem neuen Licht. Zwar kam Ulbricht nicht mehr vor ein irdisches Gericht, doch über seine bankrotten Nachfahren richtete die Geschichte. Stumm aber unerbittlich sorgten die Gesetze des Zyklus für den Wandel. Die Zwangskollektivierten erhielten ihr Land zurück.

Auch jetzt, am Ende des vierten Zyklus, werden diese nicht menschengemachten Gesetze wieder den großen Wechsel im traurigen Bereich menschengemachter Exzesse bewirken. Die Zeit für einen neuen Aufbruch ist überreif. Die Ungleichgewichte und Extreme sind einfach zu massiv geworden. Die Enteigneten und Unterdrückten werden - dank dir oh Zyklus - ihre natürlichen Rechte und das System seine Gesundheit zurückerhalten.


© Prof. Hans-Jürgen Bocker
www.profbocker.ch



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