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Was ist da los? Rekord-Goldlieferungen der Schweiz in die USA

30.07.2016  |  Steve St. Angelo
Im Mai ergab sich ein großer Trendwandel im Goldinvestment der USA. Es passierte etwas ganz Außergewöhnliches, das es seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr gegeben hat. Während ein Großteil der Goldexporte der USA über viele Jahre hinweg in die Schweiz floss, hat sich das Blatt im Mai gewendet: Nun war es die Schweiz, die eine Rekordmenge Gold in die Vereinigten Staaten exportierte.

Wie viel Gold? Sehr viel. Die Goldlieferungen der Schweiz an die USA betrugen im Mai das 50fache des monatlichen Durchschnitts seit 2015 (0,4 Tonnen):

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Wie wir sehen, liegen die Schweizer Goldausfuhren in die Vereinigten Staaten in der Regel bei weniger als 0,5 Tonnen pro Monat. Und in vielen Monaten gab es gar keine Goldexporte in die USA. Doch irgendetwas Wichtiges hat sich im Mai verändert, denn die Schweizer Goldlieferungen sind auf 20,7 Tonnen (665.500 Unzen) angestiegen.

Bislang war die Handelsbeziehung der beiden Staaten in Bezug auf Gold umgekehrt: Der Großteil der Goldlieferungen aus den USA waren Exporte in die Schweiz und das Vereinigte Königreich:

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Außerdem haben die Vereinigten Staaten, wie ich schon in früheren Artikeln berichtet habe, mehr Gold exportiert als sie produzieren und einführen. Dies änderte sich jedoch ebenfalls im Mai, als die USA in nur einem Monat mehr Gold aus der Schweiz importierten als sie es in all den Jahren seit dem Jahr 2000 getan haben:

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Warum diese große Veränderung? Könnte dies etwas mit dem starken Anstieg des Goldpreises seit Anfang 2016 zu tun haben oder lag es vielleicht an den politischen Umwälzungen wie der bevorstehenden Brexit-Abstimmung im Juni? Natürlich ist das Brexit-Referendum inzwischen Geschichte und die britischen Bürger haben dafür gestimmt, die Europäische Union zu verlassen.

Irgendetwas hat jedoch diese Veränderung zu den üblichen Goldbewegungen in die Schweiz verursacht. Außerdem sind die gesamten Goldimporte der USA im Mai auf 50 Tonnen angestiegen, was fast doppelt so viel ist wie die 26,5 t, die im April eingeführt wurden. Zudem wurde bei der Gesamtmenge des aus den USA exportierten Goldes im Mai ein Tief verzeichnet - es wurden nur 20,2 t ins Ausland verschifft. Zwischen Januar und Mai 2016 lagen die Goldausfuhren der Vereinigten Staaten insgesamt bei 139 t und sind damit im Vergleich zu den 195 t im gleichen Zeitraum des Vorjahres um 28% zurückgegangen.

Was geht hier also vor sich? Wie kommt es zu den sinkenden Goldexporten der USA und den steigenden Goldimporten der USA aus der Schweiz? Herrscht im Ausland eine geringere Goldnachfrage? Das wage ich zu bezweifeln. Oder wie erklärt sich sonst der angebliche extreme Anstieg der Zuflüsse in die weltweiten Gold-ETFs & -fonds? Ich sage "angeblich", weil wir nicht mit Sicherheit wissen können, wie viel Gold diese Gold-ETFs & -fonds wirklich halten. Fakt ist jedoch, dass sich am Goldmarkt im Mai etwas gravierend verändert hat, als die Schweiz in einem einzigen Monat mehr Gold in die USA exportierte, als sie es seit mehreren Jahrzehnten in einem Jahr getan hat.

Beginnen die reichen Amerikaner endlich, viel mehr Gold zu kaufen?

Es wird interessant, die Zahlen der folgenden Monate zu sehen, wenn das geologische Institut USGS seine Gold Mineral Industry Surveys veröffentlicht.


© Steve St. Angelo
(SRSrocco)


Dieser Artikel wurde am 25. Juli 2016 auf srsroccoreport.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


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