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Kein Datenfehler, sondern das Finale der größten Gold-Hausse aller Zeiten

03.08.2016  |  Dr. Uwe Bergold
Am 13.07.2016 publizierte Ingo Narat im Handelsblatt einen Artikel über die Bilanz der einzelnen Fondssegmente im ersten Halbjahr. Dabei begann der erste Absatz mit: "Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein Datenfehler. In der Bilanz für das erste Halbjahr führen Fonds für Edelmetallaktien mit spektakulären Erträgen die Gewinnerliste an. Im Schnitt warfen sie rund 94 Prozent Ertrag ab…".

Andre Härtel von Feri Eurorating bestätigte im selben Artikel, dass dies Rekordzahlen für sechs Monate seien, die es so noch nie(!) gegeben hat. (Quelle: www.handelsblatt.com). Auch im Juli ging die Hausse bei den Gold- und Silberaktien ungebremst weiter. Unsere - im Rahmen der Makrozyklik gemanagten - drei Investmentfonds belegen auf www.onvista.de, mit Ablauf dieses Monats, im laufenden Jahr weiter die Plätze 1 (GR Dynamik mit +150%), 2 (GR Noah mit +119%) und 3 (pro aurum ValueFlex mit +95%) unter 2.650 Mischfonds.

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Abb. 1: Gold, Silber & HUI-Goldminen-Index in USD vs. S&P-Aktienindex von 31.12.99 bis 31.07.16
Quelle: GR Asset Management GmbH


Betrachtet man in Abbildung 1 den Vergleich zwischen den Standardaktien (siehe hierzu bitte blaue Linie des S&P500 in Abb. 1) zu den Edelmetallinvestments (Gold, Silber und Gold- & Silberaktien) seit dem Jahrtausendwechsel (aufgrund der beim S&P 500 im Dezember 1999 höchsten Bewertung aller Zeiten, fand zu diesem Zeitpunkt unser Strategiewechsel statt), so visualisiert sich eindeutig die extreme Aufholbewegung der Gold- & Silberaktien (siehe hierzu bitte rote Linie in Abb. 1) gegenüber der physischen Unze seit Anfang dieses Jahres.

Während der S&P 500 seit dem Jahrtausendwechsel nur um +48% zulegen konnte (DAX +49%), holte nun der HUI-Gold- & Silberminen-Index in USD, mit +270%, bereits fast Silber in USD, welches um +272% stieg, wieder ein. Gold in USD führt, mit +361%, noch immer die Edelmetallinvestments an. Es wird jedoch nicht mehr allzu lange dauern, dass die Gold- und Silberaktien wieder die Performancespitze übernehmen, so wie sie es bereits von 2001 bis 2011 taten!


DJIA und DAX werden noch ein Rendezvous mit Gold in USD und Gold in EUR haben

Des Weiteren wurde am Ende dieses Handelsblattartikels ein mögliches mittel- bis langfristige Kursziel für Gold thematisiert:

"… Das [die Schwankungsbreite nach unten] nehmen die Verwalter aber in Kauf. "Ich erwarte bis Anfang nächsten Jahres neue Höchstpreise für Gold", sagt Bergold [Die Goldpreise in Norwegischen Kronen, in Südafrikanischen Rand, in Brasilianischen Real, in Russischen Rubel oder in Türkischen Lira beispielsweise haben bereits neue Höchststände generiert]. Das alte Top liegt bei 1.900 Dollar je Unze. Ohnehin befinden sich Edelmetalle und die Minenaktien seiner Meinung nach erst am Anfang eines langfristigen Aufschwungs.

Seine Vision: "Irgendwann wird die Unze Gold so teuer sein wie der DAX
[Gold in EUR] oder Dow Jones [Gold in USD] in Punkten. Das heißt: Bleibt der Aktienindex DAX bei rund 10.000 Zählern, müsste auch der Unzenpreis in die gleiche Richtung gehen. Erreicht Bergold sein Ziel eines Verhältnisses von eins zu eins, will er seinen Fonds [drei Mischfonds] wieder vom Metall auf klassische Aktien umschwenken …"

Wie kommen wir nun zu dieser provokanten Aussage?

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Abb. 2: DJIA-Index bewertet in Unzen GOLD (monatlich) von 01.01.1913 bis 31.07.2016
Quelle: GR Asset Management GmbH


Betrachtet man in Abbildung 2 die langfristige Entwicklung des Dow Jones Industrial Average-Index in Unzen GOLD, so stellt man fest, dass seit dem Gründungsjahr der Federal Reserve Bank im Jahr 1913 der Index aufschaukelnd oszilliert. So wie jeder der drei säkularen Hochpunkte 1929, 1966 und 2000 (Strategische Verkaufsempfehlung von uns im März 2000) immer höher liegt, so machte auch der letzte strategische Tiefpunkt im Jahr 1980 ein neues Low.

Wir erwarten dementsprechend auch für den nächsten säkularen Wendpunkt ein neues historisch einmaliges Tief, so wie es reziprok am historisch einmaligen Hoch im Jahr 2000, bei der Bewertung von 44 Unzen, gesehen haben. Aktuell notiert der DJIA bei knapp 14 Unzen GOLD, was einem realen Verlust seit dem Jahrtausendwechsel von 68 Prozent entspricht.

Am Ende dieser historisch einmaligen Krise werden beide höchstwahrscheinlich gleichziehen (ein Rendezvous haben) und der US-Aktienindex würde dann gerade mal nur mehr eine Unze GOLD kosten. Dies entspräche dann einem realen Verlust von 98 (!) % des US-Standardaktienindex seit seinem säkularen Hoch im Jahr 2000. Beim deutschen Aktienindex DAX sieht es nicht viel anders aus. Hier muss Gold nur in EUR und nicht in USD bewertet werden.



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