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Zwischen Angst und Gier: Handeln SIE selbstverantwortlich!

25.08.2016  |  Hannes Huster
"What a difference a day made"

Heute beginne ich einmal mit ein paar persönlichen Worten an Sie, bevor wir uns näher mit dem Markt beschäftigen.

Über die vergangenen zehn Jahre habe ich mir ein dickes Fell angeeignet und ich habe gelernt, wie viele Anleger und Leser "ticken". Noch vor wenigen Tagen erhielt ich viele Emails von Lesern, welche Aktien ich mir doch noch anschauen muss, dass einige andere Aktien stärker gestiegen sind als die, die wir im Depot haben und Emails, in denen stand, dass meine Kursziele für die Depotwerte doch viel zu niedrig seien.

Seit zwei Tagen bekomme ich diese Emails nicht mehr. Dafür erhalte ich Emails, wie schlimm es am Markt derzeit aussieht, dass wir wieder ein einer Baisse für Gold und Silber sind und so weiter.

Eine solche extreme Stimmungsschwankung binnen weniger Tage habe ich in den vergangenen Jahren noch nie erlebt.

Bevor ich gleich noch auf die Fakten eingehe, mein Rat an Sie. Handeln Sie immer selbstverantwortlich.

Nicht jeder wird die gleiche Depotzusammensetzung haben wie wir im Wachstumsdepot oder den Cash-Kings. Nicht jeder hat den gleichen Einstiegszeitpunkt und mit Sicherheit sehen die Positionsgrößen bei jedem Anleger anders aus. Es ist Ihr Geld, das Sie investieren.

Wenn Sie also der Überzeugung sind, dass Gold, Silber und die entsprechenden Aktien ab sofort wieder in den Keller fallen, dann sollten Sie auch danach handeln.

Was ich tun kann und immer tun werde ist, meine Einschätzung der Dinge im Brief widerzugeben und diese Einschätzung durch entsprechende Investmententscheidungen im Musterdepot umsetze.

Ehrlich gesagt, stimmt mich die aufkommende Panik einiger Leser schon wieder sehr positiv. War es vor wenigen Tagen noch die Gier, die das Handeln bestimmt hat, ist es nun die Angst. Beides sind sehr schlechte Ratgeber, sowohl im Leben, als auch an der Börse.

Nachfolgend nun meine Einschätzung zur aktuellen Lage an den Märkten und nach dieser werde ich auch handeln, wie ich es in den vergangenen Jahren immer getan habe.


Gold:

Blicken wir zunächst einmal auf den Goldpreis. Dieser hat vom Hoch bei 1.378 USD bis gestern rund 50 USD verloren. Wir sprechen also über eine Korrektur von 3,60%. Das ist ehrlich gesagt noch gar keine Korrektur, sondern ein laues Lüftchen. Im Chart sehen wir, dass gestern die 50-Tagelinie unterschritten wurde (negativ). Die nächste Unterstützung liegt bei 1.310 USD und dann bei 1.300 USD. Selbst ein Rücksetzer auf 1.255 USD (38,20% Fibo-Retracement) würde an dem neuen Bullenmarkt nichts ändern:

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Was ist gestern passiert?

Wie gestern berichtet, startet heute Jackson Hole. Dieses Treffen der Notenbanker sorgt besonders beim Gold jedes Jahr für Unruhe. Ob überhaupt ein Wort zu Gold dort gewechselt wird, ist zwar fraglich, doch viele Anleger zittern. Diese Unsicherheit können sich große, kapitalstarke Spekulanten zur Nutze machen, was sie aus meiner Sicht gestern getan haben.

Rund 10 Minuten nach Eröffnung der COMEX schmetterte eine oder mehrere Adressen über 10.000 Kontrakte exakt auf die Unterstützung:

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Innerhalb von 4 Handelsstunden wurden 109.000 Kontrakte a 100 Unzen Papiergold umgesetzt. Die erste Attacke kam mit über 10.000 Kontrakten herein und es folgten die nächsten. Aus meiner Sicht wurde hier absichtlich die Unterstützung zwischen 1.336 USD und 1.331 USD gerissen um Stopps im Markt auszulösen.

Dahinter stecken aus meiner Sicht die großen US-Banken, die sich hinter den COMMERCIALS an der COMEX verstecken. Diese waren für Wochen auf der falschen Seite und müssen jede Gelegenheit nutzen, um diese Short-Positionen zu bereinigen. Die stark long-engagierten Spekulanten wurden auf dem falschen Fuß erwischt und haben glattgestellt.

Die Unsicherheit rund um Jackson-Hole, was vermutlich wieder ein Non-Event werden wird, half den attackierenden Banken dabei sehr.


Fazit:

Was wir gestern gesehen haben war eine ganz übliche Attacke über die COMEX. Pünktlich zur Eröffnung flogen große Kontrakte unlimitiert in den Markt, um technische Unterstützungen binnen von wenigen Sekunden zu reißen und Stopps auszulösen. Diese Attacken, die einen Aufwand von zig Milliarden US-Dollar benötigen, führten zu einem Kursverlust beim Goldpreis von weniger als einem Prozent!

Weniger als ein Prozent! Ich wiederhole mich hier gerne. Auch wenn die Unsicherheit heute oder morgen noch anhalten kann, werde ich mich hier nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wenn Sie das anders sehen, dann handeln Sie auch danach.


Goldaktien unter Druck

Die Goldaktien waren stärker unter Druck. Doch auch hier sehen wir eine Korrektur, die schon seit Wochen fällig gewesen wäre. Die Korrektur fällt traditionell heftiger aus, als beim Goldpreis selbst. Doch auch hier haben wir noch nicht einmal die 38,20% Fibo-Unterstützung erreicht. Die Abwärtsbewegung endete gestern auf dem Aufwärtstrend. Die Indikatoren sind deutlich abgerutscht und bereits im überverkauften Bereich:

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Fazit:

Der HUI ist von unter 100 Punkten auf fast 290 Punkte gestiegen und das ohne nennenswerte Korrektur. Nun haben wir die Korrektur, auf die wir uns seit Wochen eingestellt haben. Ein Trader agiert anders als ein Anleger mit längerem Zeithorizont. Ich sehe mich als Anleger mit längerem Zeithorizont und daher sehe ich keinen großen Handlungsbedarf.

Sicherlich kann man Positionen absichern, reduzieren und Gewinne mitnehmen. Doch ich bin ein schlechter Trader. Denn es wird aus meiner Sicht ganz schwierig werden, den Wiedereinstieg zu finden. Ob die Korrektur schon abgeschlossen ist oder der HUI noch auf 220 oder 215 Punkte fällt, kann ich Ihnen nicht sagen.

Wovon ich aber ausgehe ist, dass noch sehr viel Kapital auf der Seitenlinie steht und sich über diesen Rücksetzer freut und diesen Rücksetzer kaufen wird. Ich bleibe dabei, dass wir uns erst in der Frühphase des neuen Bullenmarktes befinden, ähnlich wir Anfang 2009 oder 2001. Wer damals bei jeder Korrektur dieser Art verkauft hat, dem sind die ganz großen Gewinne am Ende entgangen.

Sollten Sie anderer Meinung sein, dann handeln Sie danach. Ich habe keine Glaskugel, sondern kann mich nur an dem orientieren, was ich sehe und über die vergangenen Jahre im Markt gelernt habe.


© Hannes Huster
Quelle: Auszug aus dem Börsenbrief "Der Goldreport"



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