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Milliardäre und Großinvestoren tauschen Goldaktien gegen Bullion

26.08.2016  |  Redaktion
Nachdem die Aktien der goldfördernden Unternehmen in diesem Jahr eine beeindruckende Rally hingelegt haben, werden sie einigen Marktteilnehmern nun offenbar zu teuer. Wie BloombergMarkets heute berichtete, reduzieren zahlreiche Fonds derzeit ihre Positionen im Minensektor.

Morgan Stanley zufolge sind die Aktien der großen Goldproduzenten nach den Kursgewinnen von 119% in diesem Jahr aktuell überbewertet. Die Bank schätzt, dass das derzeitige Kursniveau der Minenaktien einem etwa 24% höheren Goldpreis entspräche. Auch die UBS erwartet dem Artikel nach vorerst eine bessere Performance von dem Edelmetall selbst.

Die Investoren passen sich offenbar bereits an die veränderte Marktsituation an. Bloomberg berichtet, dass Edelmetall-ETFs im letzten Monat Netto-Zuflüsse in Höhe von 2,2 Milliarden Dollar verzeichneten, während ein von Bloomberg Intelligence veröffentlichter, aus 14 Top-Unternehmen zusammengesetzter Goldminenindex 7,4% gesunken ist.

Unterdessen haben verschiedene Investmentfonds ihre Anteile an den Goldunternehmen im zweiten Quartal deutlich reduziert: Highfields Capital Management hat den Angaben nach die Hälfe seiner 2,5 Mio. Anteile an Goldcorp verkauft, Global Thematic Partners hat alle 1,95 Mio. Aktien von Newmont Mining abgeworfen und Adage Capital Partners hat mehr als die Hälfte seiner Anteile an Yamana Gold und 31% seiner Barrick-Aktien verkauft. Selbst Renaissance Technologies, ein Hedgefonds, der sich beim Trading auf Algorithmen verlässt, habe in zweiten Quartal fast alle Goldcorp- und Yamana-Aktien sowie ein Drittel seiner Wertpapiere von Barrick veräußert.

Dies bedeute jedoch nicht notwendigerweise, dass die Fondsverwalter hinsichtlich der künftigen Goldpreisentwicklung bearish sind. Die Gold-ETFs erfreuten sich auch im Juniquartal weiterhin großer Beliebtheit unter den Investoren. So kauften die Fonds beispielsweise 43 Mio. Anteile am SPDR Gold Shares (GLD).

Milliardär George Soros hat die Positionierung seines Fonds am Edelmetallmarkt ebenfalls geändert. Bloomberg zufolge hat er fast seinen kompletten Anteil an Barrick Gold wieder verkauft und stattdessen 240.000 GLD-Anteile erworben.

Viele Analysten gehen offenbar davon aus, dass die Aktien der Minengesellschaften nach dem rasanten Aufschwung im Verhältnis zum Risiko vorerst kein gutes Gewinnpotential mehr bieten. Das weltweit niedrige Zinsniveau werde den physischen Goldkurs allerdings auch künftig unterstützen. Die UBS rechnet dem Artikel zufolge mit einem Anstieg auf 1.500 USD je Unze im kommenden Jahr.


© Redaktion GoldSeiten.de



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