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Peak-Silber und anhaltende Angebotsdefizite warnen vor steigenden Preisen

12.12.2016  |  Steve St. Angelo
Wenn der Markt endgültig den Höhepunkt der weltweiten Silberproduktion erreicht hat, ist dies eine Warnung vor künftig höheren Preisen. Darüber hinaus erlebte der globale Silbermarkt im Jahr 2016 erneut ein großes Netto-Angebotsdefizit. Diese Faktoren deuten auf eine große bevorstehende Trendwende am Silbermarkt hin.

Das Silver Institute hat kürzlich seinen Silver Interim Report für 2016 veröffentlicht. Dieser Bericht wird von Thomson Reuters GFMS herausgegeben. Laut der Vorhersage für 2016 wird die weltweite Silberproduktion auf 887 Mio. Unzen zurückgehen, verglichen mit 893 Mio. Unzen im Jahr 2015:

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Während die für 2016 prognostizierte Silberproduktion im Vergleich zum letzten Jahr nur leicht gesunken ist, erklärt GFMS im Bericht noch Folgendes:

1. Wir rechnen damit, dass das Minenangebot im Jahr 2015 sein Hoch erreicht hat und in der näheren Zukunft zurückgehen wird.

2. Das sinkende Gesamtangebot wird vermutlich einer der Hauptgründe für künftige jährliche Defizite am Silbermarkt sein.

Auf die jährlichen Silberdefizite werde ich gleich zurückkommen, doch betrachten wir erst kurz das angegebene weltweite Silberminenangebot nach Region:

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Hier ist interessant, dass GFMS für den größten Silberproduzenten Mexiko für 2016 einen Rückgang von 6 Mio. Unzen vorhersagt. Im letzten Jahr hatte ich geschätzt, dass die globale Silberproduktion 2015 vermutlich niedriger ausfallen würde. Ich stützte mich dabei auf Zahlen von "World Metals Statistics". Doch Mexikos INEGI (eine Regierungsbehörde) hob die Zahlen für 2015 deutlich an. Ich habe zwar schon so manche Anpassung gesehen, doch die Änderungen der mexikanischen INEGI für 2015 waren schon beträchtlich.

GFMS leistet mit den Angaben zum Angebot aus Silberminen jedenfalls recht gute Arbeit. Was man hierbei im Kopf behalten sollte, ist der wahrscheinliche Rückgang der weltweiten Silberproduktion.



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