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Der nächste Marktcrash wird Geschichte schreiben

31.01.2017  |  Mark J. Lundeen
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Ich möchte weder für den Dow Jones noch für den Goldkurs Vorhersagen abgeben. Beide Märkte sind nichts als Stellvertreter für den Erfolg oder das Versagen der wirtschaftspolitischen Führungskräfte bei dem Versuch, die Hölle auf Erden im Zaum zu halten, die über uns hereinbrechen würde, wenn die von jahrzehntelanger Inflation in die Höhe getriebenen Kurse ernsthaft beginnen würden einzubrechen. Auf lange Sicht ziehe ich Gold und Silber dem Dow Jones vor, aber mit Blick auf die nächsten Wochen und Monate habe ich keine Ahnung, was ich erwarten soll - weder vom Edelmetall- noch vom Aktienmarkt.

In der nächsten Tabelle sehen Sie die 52-Wochenhochs und 52-Wochentiefs der Dow Jones Total Market Groups (DJTMG), d. h. der verschiedenen Sektoren der Aktienmärkte. Die Anteile der Goldproduzenten standen seit letztem Sommer immer solide an dritter Stelle, doch mittlerweile sind sie auf Rang 17 abgerutscht. Die Tatsache, dass von den 76 aufgeführten Segmenten 23 ein neues 52-Wochenhoch verbuchen konnten, deutet allerdings darauf hin, dass die allgemeinen Aktienmärkte ein zyklisches Hoch erreicht haben oder bald erreichen werden. Anfang 2017 fühlen sich die Anleger offenbar einfach wohl, wenn sie ihr Geld den Aktienmärkten anvertrauen.

In solchen Zeiten weisen Gold, Silber und die Aktien der Minengesellschaften nicht gerade die beste Performance auf. Die verschiedenen Edelmetallinvestments entwickeln sich immer dann besser als die allgemeinen Märkte, wenn sie in einem Sturm als sicherer Hafen betrachtet werden. Mit Platz 17 in der folgenden Liste ist die Performance der Goldunternehmen allerdings immer noch besser als die zahlreicher Dauerfavoriten der Wall Street.

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An der Wall Street versucht man unentwegt die Öffentlichkeit zum Kauf von Bankenaktien (Nr. 12 in der Tabelle) zu bewegen. Seit Februar letzten Jahres haben sich die Finanzwerte auch tatsächlich sehr gut entwickelt. Der folgende Bear's Eye View Chart des Bankensektors zeigt den Anstieg der Kurse von unter -50% bis auf über -30% innerhalb des letzten Jahres. In Dollar ausgedrückt ist der DJTMG-Bankenindex von 1.307 $ im Februar 2016 auf 1.983 $ per Ende dieser Woche geklettert - ein Plus von 52%.

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Das sind allerdings die gleichen Bankenaktien, die während der Hypothekenkrise in den Keller gestürzt sind. Bei der Bildung des Bodens im März 2009 hatten sie gegenüber ihren aufgeblähten vorherigen Allzeithochs 86% verloren. Das ist vergleichbar mit den Kurseinbrüchen während der Großen Depression. Steigen die Kurse der Banken jetzt, weil die Kreditinstitute mittlerweile wieder in gutem Zustand sind? Nein, in Wirklichkeit sind sie noch immer genauso angeschlagen wie vor acht Jahren. Aber heute sind die Anleger bereit, dafür Höchstpreise zu bezahlen.

Ich gehe davon aus, dass Gold, Silber und die Aktien der Minenunternehmen auf historische Rekordwerte steigen werden, wenn sich der aktuelle Aufwärtstrend der Bankenaktien umkehrt und die Finanzwerte wieder unter die -60-%-Linie im BEV-Chart fallen, bevor sie noch tiefer abstürzen. Ich wünschte, ich könnte Ihnen sagen, wann genau das geschehen wird - aber ich weiß es nicht.


© Mark J. Lundeen


Dieser Artikel wurde am 29.01.2017 auf www.gold-eagle.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.



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