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Schwarzer Montag, Trump, Gold und Minenaktien: JETZT richtig handeln!

07.03.2017  |  Uli Pfauntsch
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Das so genannte Shiller-KGV notiert derzeit so hoch, wie nur zweimal in der Geschichte: Zum Hochpunkt in 2000, ehe die Tech-Blase platzte und noch bedrohlicher, kurz vor dem Marktcrash in 1929, der die "Great Depression" einläutete. Wie der Anstieg des Dow Jones um 300 Punkte zeigte, genügt es offensichtlich schon, wenn sich Trump kleidet wie ein Präsident und seine Rede ohne größere Ausfälligkeiten über die Bühne bringt, um den Markt in völlige Ektase zu versetzen.

Die Situation erinnert ebenfalls an den Jahreswechsel 1999/2000. Nachdem sich damals Befürchtungen im Zusammenhang mit der Umstellung der Computersysteme auf das neue Jahrtausend nicht bestätigten, beschleunigten die Tech-Werte bis März ihren Höhenflug. Als die Anschlusskäufe ausblieben, folgte der Crash.

Niemand weiß, wie lange die derzeitige Übertreibungsphase noch andauert.

Doch Fakt ist: Bullenmärkte sterben stets in der Euphorie! Und angesichts des höchsten Marktoptimismus seit 30 Jahren besteht definitiv Grund zur Sorge.

David Kostin, Chef-Aktienstratege von Goldman Sachs, äußerte in einer gestrigen Markteinschätzung: "Wir nähern uns dem Punkt des maximalen Optimismus. Wenn die Investoren wahrnehmen, dass die Steuerreform vermutlich kleiner ausfällt und später kommt als ursprünglich erwartet, wird der S&P 500 die jüngsten Gewinne wieder abgeben".


Chaos in Washington: Start am 15. März 2017!

Die Frage ist, wann die "Trump Honeymoon Rally" endet und die harte Realität an den Märkten einkehrt. Im Oktober 2015 beschloss der Kongress die Aussetzung der Schuldenobergrenze. Diese Frist endet am 15. März 2017.

Sollte sich der Kongress bis zur Deadline am 31. März auf keine Anhebung der Schuldenobergrenze einigen können, wird das Schatzamt erneut "außergewöhnliche Maßnahmen" einführen, damit die Regierung weiter ihre Rechnungen zahlen kann. Diese beinhalten etwa die vorläufige Aussetzung von Beiträgen eines Rentenfonds für Beamte. Das könnte nach Einschätzung der Oxford Ökonomin Nancy Vanden Houten genügend Geld freimachen, um die Lichter noch bis September brennen zu lassen.

David Stockman erwartet unter Trump anstatt des erhofften "Stimulus" ein "fiskalisches Blutbad, wie es Washington noch nie zuvor erlebt hat". Der ehemalige Haushaltsdirektor unter Reagan glaubt, dass die Schuldenobergrenze bei 20 Billionen Dollar eingefroren wird. Dann habe das Schatzamt noch rund 200 Milliarden Dollar zur Verfügung. Bei einer monatlichen Burn-Rate von 75 Milliarden Dollar werde der Regierung spätestens im Sommer das Geld ausgehen, so Stockman. Das führe im schlimmsten Fall zum „Government Shutdown“, der Stilllegung der Regierung, oder zumindest zu einem Regierungs-Chaos.

Stockman sagte, die Leute müssten realisieren, dass die Mehrheit der Republikaner im Kongress nur ein Mythos sei. Es handle sich um eine "Gang von Splittergruppen", die innerhalb von drei bis vier Monaten Kampfstellung bezieht und sich gegenseitig unter Beschuss nehmen werden. Sie würden nicht in der Lage sein, eine Anhebung der Schuldenobergrenze durchzubringen. Stockman verwies auf die Tatsache, dass 60 Mitglieder des Kongresses noch nicht einmal zum Amtsantritt von Trump erschienen seien. "Einen solchen Boykott eines Präsidenten hätte es zuvor noch nie gegeben, deshalb kann das System nicht funktionieren", so Stockman auf CNBC.


Mein Rat an Sie!

Sie sehen, es gibt genug Grund, sich Sorgen über den Aktienmarkt zu machen. Leider weiß niemand, wann genau die Trump-Party zu Ende geht und die Talfahrt an den Aktienmärkten einsetzt. Meiner Ansicht nach könnten die Diskussionen um die Frist zur Schuldenobergrenze, die am 15. März 2017 abläuft, bereits "Gefahr im Verzug" bedeuten.

Nutzen Sie die verbleibende Zeit, um Ihre Finanzen "krisenfest" zu machen: Setzen Sie auf den Besitz von physischem Gold, der ultimativen Krisenwährung und dem einzigen Asset, das sich erfahrungsgemäß gut entwickelt, wenn Aktien und Bonds im Wert abstürzen.

Halten Sie mehr Cash als üblich. Damit vermeiden Sie größere Verluste wenn der Markt crasht und bleiben flexibel, um gute Titel günstig einzukaufen. Überlegen Sie sich bei jeder Aktie, die Sie außerhalb des Minensektors halten, ob Sie diese auch jetzt kaufen würden, wenn Sie nicht investiert wären. Ist die Antwort "Nein", trennen Sie sich von der Aktie.


© Uli Pfauntsch
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