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Inflationsphase und Zinswende beginnen

21.03.2017  |  Markus Blaschzok
Die US-Notenbank "FED" hob zum dritten Mal in den vergangenen 16 Monaten die Leitzinsen von 0,75% auf 1% an. Diese Zinsanhebungen sind die Ersten seit 11 Jahren und wahrscheinlich der Beginn einer großen Zinswende. Kürzlich diskutierte man auch innerhalb der EZB erstmals eine Zinsanhebung vor dem geplanten Ende des QE-Programms. Da die offiziell ausgewiesene Teuerung in den USA (+2,7%) sowie in Europa (+2,2%) zuletzt deutlich angestiegen war, während der Arbeitsmarkt zwar stark blieb, doch die Erwartungen zur Wirtschaftsentwicklung sowie einige Indikatoren schlecht waren, ist die Inflation der Grund, warum die Notenbank agierte.

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Die US-Notenbank hob den Leitzins auf 1% an


Die offiziell ausgewiesene Teuerung, die umgangssprachlich fälschlicherweise immer als Inflation bezeichnet wird, ist bekanntlich statistisch stark geschönt und wird daher viel zu niedrig ausgewiesen. Aus den USA gibt es verlässliche Daten nach der Berechnungsmethode von 1980. Nach dieser liegt die reale Teuerung in den USA nicht bei 2,7% (goldene Linie), sondern bei 10,5% (blaue Linie), wie der folgende Chart zeigt.

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Die reale Teuerung liegt in den USA bei über 10%


In den siebziger Jahren, als der US-Dollar massiv abwertete und hohe zweistellige Preissteigerungsraten grassierten, hob die US-Notenbank die Zinsen auf über 20% an, wie der nächste Chart zeigt. Da die Zinsanhebungen eine Folge der Inflation waren, war dies natürlich bullisch für den Goldpreis, der in der gleichen Zeit um mehr als das Zwanzigfache anstieg (rote Pfeile im Chart).

Bezieht man sich also auf die reale Teuerung von aktuell 10,5%, dann ist es längst an der Zeit, dass die US-Notenbank endlich dem Markt folgt und auch die Leitzinsen anhebt. Dies gilt natürlich ebenso für Europa, da der Euro seit über zwei Jahren durch die EZB unablässig entwertet wird und ähnliche reale Teuerungsraten zu vermuten sind.

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Gold erfuhr den stärksten Anstieg im Umfeld stark steigender Zinsen



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