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Ein geheimes und illegales Abkommen

27.04.2017  |  Theodore Butler
- Seite 3 -
Denken Sie nur daran, was alles passiert ist seitdem sich JP Morgan 2008 zur Übernahme Bear Stearns bereiterklärte und im Gegenzug Immunität gewährt bekam gegenüber den Gesetzen, die den Umgang mit Kursmanipulation regeln.

Dies hatte einerseits zur Folge, dass die CFTC in ihrer Funktion als Hauptakteur im Kampf gegen Marktmanipulation und Betrug ihrer Substanz beraubt wurde. Der Grund, warum die aufsichtsbehördliche Welt kopfsteht - so dass sich die CFTC ehrlichen, berechtigten Manipulationsvorwürfen verweigert - liegt im Geheimabkommen mit JP Morgan, das vom Finanzministerium und der US-Zentralbank arrangiert wurde.

In ihrem entscheidenden Zuständigkeitsbereich - also im Umgang mit Marktmanipulation -,wurde die CFTC zu einem Nichtstuer, zu einem nutzlosen Steuergeldverschwender herunterreguliert, der nicht einmal fähig ist, auf stichhaltige öffentliche Vorwürfe wegen Marktmissbrauch zu reagieren.

Ich bin inzwischen überzeugt davon, dass JP Morgans Geheimabkommen mit der US-Regierung dazu führte, dass CFTC-Kommissar Gary Gensler mit der Durchsetzung von Positionsobergrenzen scheiterte und später auch zurücktrat - so wie auch der früher so redselige Bart Chilton zum Schweigen gebracht wurde.

Aber wie lang wird das Abkommen, welches JP Morgan die illegale Silbermarktkontrolle zugesteht, noch ausgedehnt? Auf ewig? Und: Ist ein Geheimabkommen überhaupt gültig, wenn es illegale Aktivitäten zulässt? Mit dieser Frage sollten sich die neuen CFTC-Angestellten beschäftigen, wenn sie das erste Mal mit den Fakten konfrontiert werden.

Von Leuten, die ihn persönlich kennen, wurde mir erzählt, dass der neue Direktor der CFTC-Vollzugsabteilung, James McDonald, so aufrecht und ehrbar wie nur möglich sei. Sein Werdegang im öffentlichen Dienst zeugt jedenfalls davon.

McDonald hat einen stark juristischen Hintergrund und, aufgepasst: Seine letzte Stelle in der US-Staatsanwaltschaft in New York ging mit erfolgreicher Verfolgung öffentlicher Korruption einher. Klingt so, als ob seine Erfahrungen auch hier wieder gut zur Anwendung kommen könnten, sollte er vor den Befehlen von oben keinen Rückzieher machen und die Silbermanipulation wieder vergessen.

Irgendwann wird sich irgendein Neuling in Behörde schließlich weigern, den Befehlen von oben - sprich: laufende Marktverbrechen sind zu ignorieren! - Folge zu leisten. Hoffentlich wird McDonald der Richtige für diese Aufgabe sein.

Wenn die CFTC unbrauchbar gemacht wurde für Aktionen gegen JP Morgan (aufgrund eines geheimen und wahrscheinlich illegalen Deals vor neun Jahren), so bleibt vielleicht nur noch ein einziges Gegenmittel: die Einbeziehung Ihrer gewählten Vertreter. Wenn die CFTC schon nicht auf öffentliche Beschwerden antwortet, die sie angeblich fördert, so verantwortet sie sich doch gegenüber Senatoren und Kongressabgeordneten.

Eben ein solcher CFTC-Schriftwechsel mit Volkvertretern brachte erst hervor, dass JP Morgan die illegalen Machenschaften am COMEX-Silbermarkt von Bear Stearns übernommen hatte. Bitte schreiben Sie Ihren Volksvertretern zusammen mit diesem Artikel oder anderen Artikeln von mir zum Thema.

An dieser Stelle noch eine Art Erklärung an meine geschätzten Abonnenten: Ich werde diesen Artikel vielleicht veröffentlichen, weil es in unser allem Interesse ist, so großen öffentlichen Druck wie möglich auf die CFTC zu erzeugen.

Ich bin mir gänzlich bewusst, dass Sie für etwas bezahlen, dass ich dann einfach so öffentlich mache. Doch wäre ich nicht überzeugt, damit das Richtige zu tun, so würde ich es nicht machen. Auch möchte ich nicht verheimlichen, dass ich JP Morgan und die CME krimineller Aktivitäten am Silbermarkt beschuldige. Falls die Besagten oder irgendjemand sonst ein Problem damit hat - ich bin leicht zu finden.

Ich weiß, wie frustrierend und wahnsinnig ärgerlich es ist, dass die Silbermanipulation schon so lange andauert. Aber alles wäre noch viel schlimmer, wenn es dafür keinen guten Grund gäbe. Glücklicherweise werden die Funktionsweise der Manipulation - Futures-Positionierung an der COMEX - und die führende Rolle JP Morgans heute auf breiterer Basis verstanden als jemals zuvor.

Die einzigen, die das nicht anerkennen, sind die Manipulationsleugner - und leider ihnen allen voran die CFTC. Diese Zustände dürfen nicht toleriert oder weiter zugelassen werden.

Wie immer habe ich die Kommission auf professionelle und unmissverständliche Weise kontaktiert und sie um Antwort auf stichhaltige Fragen gebeten, welche sich auf öffentliche Daten beziehen, die meist von der Behörde selbst stammen. Nichts an meinem Schreiben war unhöflich oder aggressiv.

Wie die öffentliche Faktenlage nahelegt, war die letzte Antwort der Kommission (vor neun Jahren) gelogen, dahingehend, dass nichts Ungewöhnliches an der Konzentration auf der Short-Seite des COMEX-Silbermarktes zu finden sei. Auch seither kann die Behörde nichts Böses finden, obwohl das Böse noch böser geworden ist, vor allem was JP Morgan angeht.

Solange niemand mit persönlicher Integrität in der CFTC aufsteht und richtig handelt, bleiben uns keine anderen praktischen Mittel, um die Behörde unter Druck zu setzen, als bei den Volksvertretern um Mithilfe zu werben. Es ist an der Zeit, vom geheimen und illegalen Abkommen mit JP Morgan zu erfahren, das dieser Bank die Fortsetzung der Silbermarktmanipulation erlaubt.


© Theodore Butler
www.butlerresearch.com



(Diese Abhandlung wurde vom Silberanalysten Theodore Butler, einem unabhängigen Berater, verfasst. Investment Rarities teilt seine Ansichten nicht notwendigerweise, diese können sich als richtig oder falsch herausstellen.)
Exklusiv übersetzt für GoldSeiten.de. Das Original wurde am 20.4.2017 auf der Webseite www.silverseek.com veröffentlicht.



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