Wir verwenden Cookies, um Ihnen eine optimale Funktion der Webseite zu ermöglichen. Wenn Sie weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr erfahren
In Ihrem Webbrowser ist JavaScript deaktiviert. Um alle Funktionen dieser Website nutzen zu können, muss JavaScript aktiviert sein.
Suche
 

Markus Miller: Die Welt steht vor dem Geldinfarkt!

06.09.2017
Von Henry Ford (1863 - 1947) stammt das Zitat: "Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh". In meinem neuen Buch "Die Welt vor dem Geldinfarkt" befasse ich mich mit der Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Geldes. Vom Vollgeld, Volksgeld, Giralgeld, Zins und Zinssystem hin zu Blockchain und digitalem Geld basierend auf kryptographischen Schlüsseln wie Bitcoin über Währungskriege, Finanz-Prohibition und Protektionismus bis hin zur Kalten Progression und Finanziellen Repression.


Die Bevölkerung verliert zunehmend das Vertrauen in das Geldsystem

Das Wort “Geldsorgen” verbinden wir in der Regel damit, dass bei einzelnen Personen oder Familien zu wenig Einkommen oder Vermögen vorhanden ist. Mittlerweile hat dieser Begriff aber auch für eigentlich wohlhabende Bürger eine wichtige Bedeutung bekommen. Ich spreche von der Sorge um die grundsätzliche Stabilität unseres Geldes.

Unsere verschuldeten und inflationären Papiergeldwährungen verlieren in immer größeren Teilen der Bevölkerung stark an Vertrauen. Das belegt unter anderem eine Studie des Meinungsforschungsinstituts TNS Infratest sehr deutlich. 46 Prozent aller Deutschen haben mittlerweile Angst, dass ihr Vermögen durch eine kommende Inflation verloren geht. Jeder Dritte Deutsche gibt in der Studie an, seinen Glauben an die Stabilität des Euro verloren zu haben. Am größten ist der Vertrauensverlust in die eigene Währung bei Bürgern zwischen 40 und 59 Jahren. Staatliche Regulierungen und notenbankpolitische Eingriffe führen weltweit zu einem Vertrauensverlust in etablierte Währungen.

Parallel dazu erlebt die weltweit führende, zentralbankfreie Digitalwährung Bitcoin einen wahren Boom. Von Henry Ford (1863-1947) stammt das Zitat: »Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh«. Von 599 Papiergeldsystemen, die in den letzten 1.000 Jahren eingeführt wurden, sind 100 Prozent gescheitert! Die durchschnittliche Lebensdauer einer Währung beträgt dabei lediglich 27 Jahre!


Das schuldenbasierte Geldsystem ist ein latentes Risiko

Ich bin mir bewusst, dass ich, genau wie alle anderen, nichts weiß, bis auf den Fakt, dass unser Geldsystem sehr krank ist. Durch künstliche Eingriffe der Notenbanken wird es aber weiter am Leben erhalten. Aber auch hier kann niemand seriös prognostizieren, wie lange das noch gutgehen wird. Die Welt steht nach meiner Überzeugung daher vor dem Geldinfarkt.


Je länger die Fehlsteuerungen andauern, desto größer wird der Schmerz

Der große Ökonom Ludwig von Mises hat bereits zu Beginn des letzten Jahrhunderts nachfolgende Feststellung getroffen, die heute so gültig ist wie selten zuvor.

"Es gibt keine Möglichkeit, den finalen Zusammenbruch eines Booms zu verhindern, der durch Kreditexpansion erzeugt wurde. Die einzige Alternative lautet: Entweder die Krise entsteht früher durch die freiwillige Beendigung einer Kreditexpansion - oder sie entsteht später als finale und totale Katastrophe für das betreffende Währungssystem".


Wie schöpfen wir Geld in der Zukunft?

Ebenso selbstverständlich mit den Fragen, ob Bargeld eine Zukunft hat und wie wir unser Geld in der Zukunft schöpfen? Hier kommen die möglichen Banken der Zukunft ins Spiel, die nicht Deutsche Bank, Commerzbank, Sparkassen oder Raiffeisen heißen, sondern Apple, Amazon oder Google. Für mich steht außer Frage, dass digitalem Geld basierend auf kryptographischen Schlüsseln die Zukunft gehört. In diesem Segment befasse ich mich daher sehr intensiv mit den Bereichen Blockchain, Bitcoin, Cryptocoins, FinTechs oder Social Banking.


Geld = Kredit: Neuer Rekord bei der Verschuldung der Welt

Seit Jahren und Jahrzehnten verschlechtern wir durch eine expansive Geldpolitik die sich von der Realwirtschaft vollkommen entfernt hat unser Geld. Der internationale Währungsfonds (IWF) hat vor kurzem wieder einmal Alarm geschlagen. Im vergangenen Jahr haben die weltweiten Schuldenberge einen neuen Rekordstand, von fast schon unglaublichen 215 Billionen US-Dollar erreicht.

Laut der statistischen Erhebung des IWF wurden dabei öffentliche Verpflichtungen, Verbindlichkeiten privater Haushalte und unternehmerische Schulden in die Berechnung der Schuldenlasten mit einbezogen. Die nach wie vor großen Kreditverbindlichkeiten des Finanzsektors, der Banken und Versicherungen sind in der IWF-Analyse dabei noch nicht einmal berücksichtigt.


Die Weltverschuldung beträgt 225 Prozent der Weltwirtschaftsleistung

Rund ein Drittel, also 50 Billionen US-Dollar der Schulden schreibt der IWF den öffentlichen Haushalten zu. Insgesamt liegt die Weltverschuldung bei ungefähr 225 Prozent der gesamten Weltwirtschaftsleistung. Die USA und China - als größte Volkswirtschaften - tragen dabei einen sehr großen Anteil zur Weltverschuldung bei.


Bewerten 
A A A
PDF Versenden Drucken

Für den Inhalt des Beitrages ist allein der Autor verantwortlich bzw. die aufgeführte Quelle. Bild- oder Filmrechte liegen beim Autor/Quelle bzw. bei der vom ihm benannten Quelle. Bei Übersetzungen können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Der vertretene Standpunkt eines Autors spiegelt generell nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers wieder. Mittels der Veröffentlichung will dieser lediglich ein pluralistisches Meinungsbild darstellen. Direkte oder indirekte Aussagen in einem Beitrag stellen keinerlei Aufforderung zum Kauf-/Verkauf von Wertpapieren dar. Wir wehren uns gegen jede Form von Hass, Diskriminierung und Verletzung der Menschenwürde. Beachten Sie bitte auch unsere AGB/Disclaimer!




Alle Angaben ohne Gewähr! Copyright © by GoldSeiten.de 1999-2018.
Die Reproduktion, Modifikation oder Verwendung der Inhalte ganz oder teilweise ohne schriftliche Genehmigung ist untersagt!

"Wir weisen Sie ausdrücklich auf unser virtuelles Hausrecht hin!"