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Kostenexplosion im Goldbergbau: Die ganze Branche steht auf wackligen Beinen

02.11.2017  |  Steve St. Angelo
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Ein CAT 797F wird von einem Sattelschlepper transportiert.


Auf dem Bild oben ist nicht der CAT 789 zu sehen, sondern der CAT 797, der doppelt so viel wiegt wie der Kipper, der in Pueblo Viejo zum Einsatz kommt. Ich wollte Ihnen mit diesem Foto jedoch nur eine Vorstellung davon vermitteln, wie groß diese Fahrzeuge sein können.

Darüber hinaus werden der gesamte Abbau und die Förderung des Roherzes im Minenkomplex von computergesteuerten High-Tech-Systemen überwacht. Mit Hilfe modernster Technologie wird auch die effizienteste Abbaumethode bestimmt, damit es möglichst wenig Leerlauf gibt und die Zeit optimal genutzt wird. Wie gesagt - Zeit ist Geld.

Wir dürfen dabei jedoch nicht vergessen, dass ein System umso komplexer und anfälliger wird, je mehr Technologie es verwendet. Natürlich macht die moderne Technik große Betriebe und Anlagen schneller und effizienter. Der Nachteil besteht allerdings darin, dass das komplexe System der Mine zusammenbricht, wenn eine oder mehrere kritische Komponenten ausfallen. Welche Auswirkungen hätte es wohl auf die Goldproduktion von Pueblo Viejo, wenn Zyanid plötzlich knapp würde? Ohne diese Substanz würden die Aufbereitungsanlagen stillstehen.

Die Kosten und den enormen Kapitalaufwand der Goldproduktion haben wir uns anhand eines Beispiels genauer angesehen. Werfen wir nun auch einen Blick auf die Situation in den acht größten Goldunternehmen der Welt.


Kostenexplosion bei den acht größten Goldproduzenten

Es ist erstaunlich, in welchem Maße sich die Kosten der Goldproduktion seit dem Beginn dieses Jahrhunderts erhöht haben. Der enorme Anstieg der Gesamtkosten für die Goldgewinnung ist auch der Grund dafür, dass der Goldpreis heute fast fünfmal höher ist. Leider führen viele Edelmetallanalysten den höheren Goldpreis entweder auf die Marktstimmung oder auf die Nachfrage zurück. Ich habe jedoch bereits in mehreren Artikeln deutlich gemacht, dass der Anstieg des Goldpreises eine Folge des gestiegenen Ölpreises ist:

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Selbstverständlich gibt es auch noch andere Faktoren, die die Produktionskosten beeinflussen. Die Bergbauindustrie muss heutzutage beispielsweise viel mehr Roherz aufbereiten, um die gleiche Goldmenge wie im Jahr 2000 zu gewinnen. Der folgende Chart zeigt den Rückgang des Goldertrags in den acht Top-Unternehmen zwischen 2005 und 2013:


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