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Kostenexplosion im Goldbergbau: Die ganze Branche steht auf wackligen Beinen

02.11.2017  |  Steve St. Angelo
- Seite 3 -
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In nur acht Jahren ist die Goldausbeute der fünf größten Unternehmen von durchschnittlich 1,68 g/t auf 1,2 g/t gesunken - ein Rückgang um fast 30%. Wenn wir noch fünf Jahre weiter zurückblicken würden, wären es wohl fast 40%. Heute müssen also 40% mehr Roherz verarbeitet werden, um die gleiche Menge Gold zu produzieren. Das bedeutet gleichzeitig, dass sich der Energie- und Materialverbrauch ebenfalls stark erhöht hat. Der nächste Chart illustriert, wie sehr die Kosten der Goldproduktion heute im Vergleich zum Jahr 2000 gestiegen sind:

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Dieser Graph zeigt die Zunahme der Kosten, die vom Abbau bis zum Verkauf des Goldes in den acht größten Unternehmen der Branche anfallen. Bei vielen Minengesellschaften sind die Kosten wieder gesunken, nachdem sie im Jahr 2013 einen Spitzenwert erreichten, aber insgesamt sind sie noch immer deutlich höher als im Jahr 2000. Einige dieser Unternehmen verzeichneten eine starke Kostenzunahme, weil sie auch ihre Goldproduktion beträchtlich erhöhten. Barrick hatte diese Ausrede allerdings nicht.

Im Jahr 2000 produzierte das Unternehmen 5,9 Mio. Unzen Gold zu Kosten von 553 Mio. $, verglichen mit 5,5 Mio. Unzen zu Kosten von 5,4 Mrd. $ im Jahr 2016. Wie wir sehen, haben sich die Kosten von Barrick verzehnfacht, während die Fördermenge etwa gleich geblieben ist.

Gemäß den Daten, die von Ycharts.com und in den Jahresberichten der aufgeführten Unternehmen veröffentlicht wurden, lagen die Umsatzkosten des 2000 verkauften Goldes bei 4,9 Mrd. $, verglichen mit 23,6 Mrd. $ im Jahr 2016:

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