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Marktexperte Jeff Christian erklärt die Goldstrategie Russlands

29.11.2017  |  Redaktion
Die russische Regierung stockt ihre offiziellen Goldreserven seit Jahren kontinuierlich auf. Nach Angaben von kitco.com hat die Zentralbank des Landes ihre Bestände innerhalb der letzten zehn Jahre auf insgesamt 1.800 Tonnen verdreifacht und auch im Oktober wieder 21 Tonnen zugekauft.

Jeff Christian, geschäftsführender Direktor des Marktforschungsunternehmens CPM Group, sieht darin jedoch nichts Ungewöhnliches. In einem aktuellen Interview mit dem Nachrichtenportal bezeichnete er die russischen Goldkäufe als "Business as usual".

"Nach dem Zerfall der Sowjetunion beliefen sich die staatlichen Goldreserven auf schätzungsweise 65 Million Unzen. Ein großer Teil dieses Goldes ist verschwunden", erklärt Christian die geschichtlichen Hintergründe. 1999 sei nur noch ein geringer Teil der Goldbestände übrig gewesen, nachdem größere Mengen auf fragwürdigen Wegen verkauft worden waren. Der Kreml und das Finanzministerium hätten daraufhin beschlossen, die Reserven wieder aufzufüllen.

"Zwischen 1997 und 2005 fehlten Russland allerdings die nötigen Devisen und Kapitalzuflüsse, um Geld in Gold umzuwandeln", so der Marktexperte. Doch in den folgenden Jahren spülten die steigenden Rohstoffpreise große Mengen an US-Dollars in die Staatskassen. Aufgrund der zunehmenden Spannungen zwischen den USA und Russland sei dies allerdings problematisch gewesen. Jeff Christian zufolge hatten die Goldkäufe der letzten zehn Jahren für Russland also den zusätzlichen Vorteil, dass das Land seine Währungsreserven auf diese Weise diversifizieren und die Abhängigkeit vom US-Dollar reduzieren konnte - ein Anliegen, das sich auch in den Goldkäufen Chinas widerspiegelt.

"In dieser Strategie sind sehr deutliche politische Botschaften enthalten", so Christian. "Nicht nur in Russland und in China, sondern überall auf der Welt ist man äußerst unzufrieden mit der monetären Hegemonie, die die Vereinigten Staaten seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs durchgesetzt haben." Eines Tages werde man das aktuelle Währungssystem daher hinter sich lassen.



© Redaktion GoldSeiten.de



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