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10-Jahreszyklen bei Gold, Rohöl und den Aktienkursen

29.11.2017  |  Gary E. Christenson
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Der US-Dollar-Index

Auch beim Dollar lässt sich ein 10-Jahresmuster beobachten. Die grünen Linien zeigen an, dass die bedeutenden Hochs und Tiefs der letzten Dekaden jeweils ungefähr zehn Jahre auseinander lagen.

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Die Gesamtsumme aller Schuldverschreibungen

Die Federal Reserve von St. Louis veröffentlicht die Daten zur Gesamtsumme aller in den USA ausstehenden Schulden. Seit Präsident Nixon 1971 die letzte Verbindung zwischen Gold und dem US-Dollar gekappt hat, steigt dieser Betrag stetig an, denn dieser Schritt begünstigte die Ausweitung der Umlaufgeldmenge und des Kreditvolumens sowie die kontinuierliche Abwertung des Dollars.

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Das Muster der Schuldenentwicklung ist denkbar einfach: Sie steigen immer höher, höher und höher. Es ist daher auch offensichtlich, welchen Weg die Kaufkraft des US-Dollars umgekehrt nimmt: Sie sinkt immer tiefer, tiefer und tiefer. Das sollte für niemanden eine Überraschung sein.


Was können wir aus all dem nun ableiten?
  • Die Abwertung des Dollars ist Teil der geldpolitischen Strategie der Zentralbank und der Regierung. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.

  • Um Ihre Kaufkraft zu erhalten, müssen Ihr Einkommen, Ihre Ersparnisse und ihre Rente schneller steigen als der Dollar an Wert verliert.

  • Kaufen Sie bei niedrigen Kursen und verkaufen Sie zu Höchstpreisen! Januar 1980 und August 2011 waren beispielsweise keine guten Zeitpunkte zum Kauf von Edelmetallen, ebenso wie es Anfang 2000 und Mitte 2007 keine gute Idee war, in Aktien zu investieren. Künftig werden wir vielleicht zurückblicken, und Parallelen zwischen dem Jahr 2007 und 2017 ziehen.

  • Die Stimulierungsmaßnahmen und das Gelddruckens der Notenbanken haben dafür gesorgt, dass das Kursniveau an den Aktienmärkten heute schwindelerregend hoch ist. Seit 2009 haben sie Billionen an digitalen Währungseinheiten in das Finanzsystem gepumpt und zum Teil sogar direkt Aktien und ETFs gekauft. Doch auch die Zentralbanken sind nicht allmächtig, andernfalls wäre es nicht zu den Börsencrashs von 2000 und 2008 gekommen. Weitere Markteinbrüche werden folgen.

  • Heute, im November 2017, sind die meisten Aktienindices und -kurse gefährlich hoch, sowohl gemessen an den Fundamentaldaten der Märkte als auch an verschiedenen technischen Indikatoren. Die Aktienmärkte sind überteuert und reif für eine Korrektur, d. h. Aktieninvestments sind heute zumeist mit einem erheblichen Risiko verbunden. Zudem geben Tages- und Wochencharts Hinweise darauf, dass die Trendwende unter Umständen bereits begonnen hat. Hier ist also größte Vorsicht geboten!

  • Die Gold- und Silberkurse begannen jeweils 1971, 1991, 2001 und Ende 2015 einen Aufwärtstrend. Derzeit ist das Preisniveau an den Edelmetallmärkten noch niedrig, doch wenn die Abwertung des US-Dollars fortschreitet, wird es deutlich steigen. Wenn es an den Aktien- und Anleihemärkten schließlich zu einem ernsten Abverkauf kommt, werden die panischen, ängstlichen Anleger die Gold- und Silberpreise ebenfalls stark nach oben treiben.


© GE Christenson
aka Deviant Investor


Dieser Artikel wurde am 21. November 2017 auf www.deviantinvestor.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.



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