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Sind Edelmetall-Sparpläne sinnvoll?

03.01.2018  |  Dr. Jürgen Müller
- Seite 4 -
In Tabellenform ergeben sich für den betrachteten Zeitraum von 8 Jahren folgende Gebühren:

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Auch der Startpunkt eines Anlageplanes hat einen Einfluß auf dessen Endergebnis. Nehmen wir an, der Sparer hätte seinen Sparplan am 5.10.2012 gestartet, d.h. zu einem Zeitpunkt als Gold einen Hochpunkt im Preis erzielte (vgl. Abb. 1). Die Entwicklung sähe wie folgt aus.

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Abb. 9: Entwicklung eines 50 EUR Goldsparplanes von 10/2012 bis heute
(Quelle: Eigene Berechnungen, eigene Darstellung).


Selbst in diesem unglücklichen Fall liegt die grüne Depotwert-Kurve am Ende über dem einbezahlten Betrag, d. h. der Sparplan hat einen Mehrwert hinsichtlich geringerer Volatilität und Mehrertrag erbracht. Der Depotwert (grüne Kurve) ist zu Beginn nur wenig "unter Wasser", d. h. niedriger als der investierte Betrag (braune Kurve). Da zu tiefen Kursen prozentual viel Gold gekauft wurde, hat dieser Sparplan das Potential, bei steigenden Goldpreisen überproportional mit zu steigen.

Im optimalen Fall, dass der Sparplan genau bei einem Tiefpunkt des Goldpreises (hier gewählt: 01/2014, vgl. wiederum Abb. 1) gestartet wurde, sieht die Berechnung wie folgt aus.

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Abb. 10: Entwicklung eines 50 EUR Goldsparplanes von 01/2014 bis heute
(Quelle: Eigene Berechnungen, eigene Darstellung).


Bei diesem optimalen Einstiegszeitpunkt fällt auf, dass die grüne Depotwertkurve nie unterhalb der Kurve der einbezahlten Beträge liegt. Der Unterschied zwischen Abb. 8 ("schlechtester Zeitpunkt") und Abb. 9 ("bester Zeitpunkt") erscheint jedoch nicht gravierend, sodass festgestellt werden kann, dass ein Sparplan im Grunde jederzeit gestartet werden kann.


Zusammenfassung:

Sparpläne gleichen die Volatilität des Goldpreises sehr gut aus. Je länger der Sparplan läuft, umso positiver wirkt dieser Effekt. Bei ca. 73 % aller Kauftage im betrachteten Zeitraum Nov. 2009 bis heute war es für den Sparer vorteilhafter, das Geld regelmäßig in Sparplanform gespart zu haben, als den entsprechenden Betrag auf einmal investiert zu haben.

Einen Sparplan mit den üblichen eher kleineren Raten durch private Käufe bei einem Händler zu tätigen, erbringt aufgrund der hohen Aufgelder definitiv keinen Vorteil. Die einzigen Möglichkeiten in diesem Fall sind a) die monatlichen Raten in Papier- oder Buchform selbst zu sparen, um diese dann in einer Einmalanlage in einen großeren Goldbarren mit erträglichem Aufgeld zu konvertieren oder b) einen Sparplan-Dienstleister zu beauftragen. Die Gebührenstruktur eines solchen Dienstleisters hat einen großen Einfluss auf den Anlageerfolg des Sparers.

Der Startzeitpunkt eines Sparplanes erscheint keinen gravierenden Einfluss auf das Ergebnis zu haben, wobei in diesem Punkt die Anspardauer des Sparplanes sicherlich wiederum ein wichtiger Parameter ist.

Innerhalb einer Generation (20 - 25 Jahre) ab heute sollten sich die Effekte von Peak-Gold auf den Goldpreis ausgewirkt haben. Insofern ist ein Gold- oder Silbersparplan z. B. für neugeborene Kinder oder Enkel als sehr sinnvoll zu bewerten. Der Effekt der geographischen Streuung des Vermögens, kann dabei als positiver Nebeneffekt erzielt werden und die "Volatilität" des gesparten Vermögens weiter reduzieren. Wie ich in meinem Buch "Drei Speichen Regel" 2014 dargelegt habe, assoziiert die Finanzmathematik Volatilität mit Risiko.


© Dr. Jürgen Müller
Einkaufsgemeinschaft für Sachwerte GmbH
www.goldsilber.org
www.ekg-goldsparplan.de, www.ekg-silbersparplan.de



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