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Gold bullisch bei Fed-Zinssatzerhöhungen (II)

22.12.2017  |  Adam Hamilton
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Fehlt das Investoreninteresse am Gold, sorgen die fehlenden Goldkäufe dafür, dass Gold-Futures-Trader die kurzfristigen Preisbewegungen am Markt dominieren können. Sobald die Investoren aber wieder en masse Gold kaufen oder verkaufen, reicht dies problemlos aus, um jegliche Vorhaben der Futures-Trader zu bezwingen. Der Hauptgrund, warum Gold nach der ersten Zinserhöhung im Dezember 2015 in seinen neuen Bullmarkt schoss, waren massive Käufe von GLD-Anteilen durch amerikanische Aktienmarktinvestoren Anfang 2016.

In derselben Zeitspanne von 6,7 Monaten, in der Gold mit einem Plus von 29,9% in seinen neuen Bullmarkt vorstieß, schossen auch die physischen Goldbestände, die im GLD für die Anteilseigner verwahrt werden, um 55,7% in die Höhe - oder um 351 t! Nach Trumps Wahlsieg brach Gold dann ein, während die GLD-Bestände über einem Zeitraum von 5,3 Monaten bis Dezember letzten Jahres um 14,2% oder 138,9 t schrumpften. Zwar fielen die GLD-Bestände nach der Zinserhöhung von Dezember 2016 weiter, doch schon bald stiegen sie wieder moderat an und stabilisierten sich im Jahr 2017.

Anfang 2018 wird es wahrscheinlich zu großen Goldinvestitionskäufen kommen - viel ähnlicher denen von Anfang 2016 als Anfang 2017. Sie werden dabei helfen, den Goldpreis wieder drastisch nach oben zu katapultieren. Es ist nicht wahrscheinlich, dass die extreme Aktienmarkt-Rekord-Rally von 2017, die solch sagenhafte Euphorie generierte, auch im Jahr 2018 weiterlaufen wird. Wenn die Aktienmärkte schließlich in eine lang überfällige Großkorrektur umkehren, oder noch wahrscheinlicher in einen neuen Bärenmarkt, wird das Investmentkapital wieder zurück ins Gold fluten.

Viele Investoren sind sich darüber noch nicht im Klaren: Das Jahr 2018 wird sich radikal von 2017 unterscheiden. Die großen Zentralbanken haben seit der 2008er Aktienpanik Kapital im Umfang von mehreren Billionen $ eingeschossen, um den Aktienmarkt am Laufen zu halten. Jetzt treten sie in die Bremse. Die Fed fährt ihr Programm zur “quantitativen Straffung“ (QT) hoch, mit dem das aus dem Nichts geschaffene QE-Geld zerstört wird - auf einer 50 Mrd. $ / Monat-Basis ab Q4/18, so etwas hat es noch nie gegeben.

Gleichzeitig fährt die Europäische Zentralbank ihr eigenes Programm quantitativer Lockerungen deutlich zurück - von den diesjährigen 60 Mrd. €/ Monat auf nur noch 30 Mrd. € monatlich. Beginn ist im Januar. Zusammengenommen ergeben das QT der Fed und das gekürzte QE der EZB monetäre Straffungen seitens der Zentralbanken im Umfang von 950 Mrd. $ im Jahr 2018 und 2019 weitere 1.450 Mrd. $ im Vergleich zu diesem Jahr! All das habe ich in einem Ende Oktober erschienenen kritischen Essay genau erklärt, den sich alle Investoren noch einmal in Ruhe vornehmen können.

Während Fed und EZB eine drastische Wende hinlegen - von ihren beispiellosen Lockerungen der letzten Jahre hin zu ungekannten Straffungen in den kommenden Jahren -, wird der rekordhohe, euphorische Aktienmarkt mit Bubble-Bewertungen ernsthafte Probleme bekommen. Wenn er eine Kehrtwende macht und es zu kräftigen Verkäufen kommt, werden sich die Anleger beeilen, ihre stark aktienlastigen Portfolios vorsichtigerweise mit dem sich entgegengesetzt bewegenden Gold zu diversifizieren. Für die Goldinvestitionsnachfrage gibt es nichts Positiveres als schwächelnde Aktiennotierungen.

Also: Obwohl uns die irrigen Meinungen der letzten Wochen und Monate glauben machen wollten, Leitzinserhöhungen der Fed seien negativ für Gold, beweist uns der historische Rückblick, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Gold florierte während der vergangenen 11 modernen Zyklen von Fed-Leitzinserhöhungen. Und im aktuellen 12. hat Gold unterm Strich Gewinne einfahren können. Auch wenn man es vielleicht nach der diesjährigen extremen “Trumphorie"-Rally nicht auf dem Schirm hat: Fed-Leitzinserhöhungen sind eigentlich schlecht für Aktien - und somit ziemlich positiv für Gold.

Als Investoren das letzte Mal ins Gold strömten - Anfang 2016, nach den ersten Dezember-Zinserhöhungen, schob sich der Goldkurs innerhalb von 6,7 Monaten um 29,9% nach oben. Die niedergeschlagenen Goldminenaktien verstärkten diese Gewinne überdeutlich: Der führende HUI-Goldaktienindex schoss in derselben Zeitspanne um 182,2% nach oben! Goldaktien sind wieder einmal schwer unterbewertet im Vergleich zu Gold - eine Sprungfeder, die bereit ist, in diesem neuen Aufwärtstrend des Goldbullenmarkts zu explodieren.

Bei Zeal studieren wir sorgfältig Marktgeschichte, so dass wir uns nicht vom irrationalen Herdentrieb täuschen lassen. Das hilft uns, in der realen Welt bessere Trades zu machen und tatsächlich niedrig zu kaufen und hoch zu verkaufen. Zum Ende des dritten Quartals konnten wir unseren Newsletter-Abonnenten auf diesem Weg seit 2001 967 Aktien-Trades in Echtzeit empfehlen. Unsere antizyklischen (contrarian) Strategien sind sehr profitabel; alle diese Trades ergaben gemittelte, jährliche Gewinne von 19,9%!

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Unterm Strich folgendes Fazit: Leitzinserhöhungen der Fed sind bullisch für Gold, und die Erhöhungen dieser Woche machen dabei keine Ausnahme. Nicht nur während vergangener Fed-Leitzinserhöhungen konnte Gold Gewinne verbuchen, auch während dieser Erhöhung lag es deutlich im Plus. Nach jeder vergangenen Dezember-Zinserhöhung, in deren Umfeld Gold-Futures-Spekulanten aggressiv verkauften, schoss Gold in den Folgemonaten deutlich nach oben. Nach einer überpessimistischen Phase kaufen diese Leute immer, und damit drücken sie den Goldkurs in die Höhe.

Der nächste Aufwärtstrend am Goldmarkt im Fahrwasser der 5. Fed-Leitzinserhöhung seit Ende 2015 wird wahrscheinlich einen massiven Schub durch schwächelnde Aktienmärkte erhalten. Dasselbe passierte schon vor einigen Jahren, während der letzten Korrektur am US-Aktienmarkt. Da die Fed und die EZB ihre Liquiditätsspritzen im Jahr 2018 drastisch umkehren bzw. zurückfahren werden, werden die wilden, durch Zentralbanken aufgeblähten Aktienmärkte ernsthafte Probleme bekommen. Und nachgebende Aktienmarktnotierungen sorgen für drastisch steigende Goldinvestitionsnachfrage.


© Adam Hamilton
Copyright by Zeal Research (www.ZealLLC.com)

Dieser Beitrag wurde exklusiv für GoldSeiten.de übersetzt. (Zum Original vom 15.12.2017.)



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