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Gold & Silber: Vorbereitungen auf Kopf-Schulter-Tief-Ausbruch

30.12.2017  |  Clive Maund
- Seite 5 -
Der jüngste Silber-COT-Chart zeigt bemerkenswerte Verbesserungen in der COT-Struktur - innerhalb von nur 4 Wochen. Bemerkenswert ist das, weil der Kursverfall beim Silber, der diese Verbesserungen ausgelöst hatte, nicht ganz so groß war.

Dieser Chart zeigt uns, dass der jüngste Kursrückgang beim Silber der "letzte Tropfen“ für die Large Specs gewesen war und dass sie schließlich "das Handtuch warfen“ - angesichts der gewaltigen Gewinne, die Bitcoin-Spekulanten in den letzten Wochen gemacht hatten, müssen sie sich wie Idioten vorgekommen sein.

Müsste man eine Berufsbezeichnung für die großen Spekulanten beim Silber formulieren, so wäre die treffendste wohl “der letzte Dumme sein“, da sie immer kollektiv falsch liegen. Wenn man selbst über Silberkäufe nachdenkt, möchte man diese Spekulanten auf jeden Fall nicht auf großen Long-Positionen sitzen sehen. Aktuell ist aber nichts mehr von ihnen zu sehen - sie sind geflohen, was nur bedeutet, dass die Küstenlinien frei sind für die Käufer aus den Reihen des Smart Money.

Hinsichtlich Silber wurden in letzter Zeit Zweifel laut: Es könne entweder neue Tiefs ausloten oder ein Doppeltief markieren und wieder auf die vor ungefähr zwei Wochen erreichten Tiefs zurückfallen. Allerdings legt der jüngste COT nah, dass ein Fall auf neue Tiefs wahrscheinlich außer Frage steht.

Auch wenn man einen Rücksetzer auf die vor ca. zwei Wochen erreichten Tiefs nicht ausschließen kann, so scheint dies unwahrscheinlich. Sollte es jedoch soweit kommen, dann wäre aggressives Kaufen angebracht. An dieser Stelle sollte man anmerken, dass eine günstige COT-Ausrichtung zwar generell zu einer Kurs-Rally führt, jedoch nicht bedeutet, dass ein neuer Bullmarkt beginnen wird, auch wenn dies normalerweise eine Vorbedingung für einen neuen Bullmarkt ist.

Der jüngste Hegders-Chart, eine Art COT-Chart, sieht ebenfalls gut für Silber aus. Da dieser Chart weiter zurückreicht als der COT-Chart, haben wir hier die Möglichkeit zu sehen, was vor Jahren schon mit dem Silberpreis nach Kursspitzen passierte…

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Mit freundlicher Genehmigung von sentimentrader.com


Der langfristige 10-Jahre-Chart ruft uns den exzellenten Film “Und täglich grüßt das Murmeltier“ wieder ins Gedächtnis zurück, in dem ein Mann denselben Tag wieder und wieder durchleben muss. Denn wir holen immer wieder dieselbe Beschreibung des langfristigen Silber-Charts hervor (was uns Zeit erspart). Hier ist er einmal mehr, mit Anpassungen:

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Wie Gold formt auch Silber ein gigantisches Kopf-Schulter-Tief-Muster aus. Im Fall von Silber tendiert dieses langsam abwärts, wie man im 10-Jahre-Chart oben sehen kann. Das spiegelt die Tatsache wider, dass Silber im Vergleich zu Gold gegen Ende eines sektorweiten Bärenmarkts und in den Frühphasen seines sektorweiten Bullenmarkts tendenziell schlechter abschneidet.

Langwierige “Underperformance“ beim Silber ist also ein Zeichen für Bodenbildung. Dieser Chart zeigt tatsächlich, wie ungeliebt Silber aktuell ist. Obgleich wir in den Volumenindikatoren der letzten Wochen Verschlechterungen gesehen haben, so sind die großen Verbesserungen in der COT-Struktur wichtiger.

Ein Ausbruch über die Nackenlinie des Musters, die schwarze Linie, wird eine positive Entwicklung sein; noch positiver wird der Durchbruch durch das Widerstandsband sein, das auf dem Weg zu den 2016er-Hochs liegt. Sobald Silber diese Zone hinter sich lässt, wird es erst im Bereich zwischen 26 $ und 28 $ mit ziemlich starken Widerstand fertig werden müssen.

Abschließend sehen wir auch noch, dass der saisonal beste Monat für Silber jetzt kommt!

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Mit freundlicher Genehmigung von sentimentrader.com


Das Fazit lautet also: Silber ist jetzt eine deutliche Kaufempfehlung, und eine noch deutlichere für den Fall, dass es kurzfristig zurücksetzen sollte in Richtung seiner vor zwei Wochen markierten Tiefs.

Während sich darüber spekulieren lässt, warum der Silberpreis in Kürze steigen sollte - mit Gründen wie sinkender Dollar, Kapitalabfluss aus dem Kryptobereich nach der Bitcoin-Pleite oder ein Angriff gegen den Iran - so ist all dies gar nicht notwendig, weil die Charts für sich selbst sprechen.


© Clive Maund
www.clivemaund.com


Der Artikel wurde am 26.12.17 auf www.clivemaund.com und auf www.clivemaund.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.



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