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Rasantes Schuldenwachstum: Implosion des Finanzsystems ist garantiert

16.01.2018  |  Steve St. Angelo
Am Horizont der Finanzwelt zieht eine bedrohliche, schwarze Wolkenfront auf: Die globale Gesamtverschuldung, die sich fast dreimal so schnell erhöht wie das weltweite Vermögen. Aber das ist schon in Ordnung, denn für die Schulden interessiert sich eigentlich niemand mehr. Heute zählen nur noch die Vermögenswerte. So lange die Schulden das Problem anderer Leute sind, können wir sie so stark erhöhen wie wir wollen. Das glaubt zumindest der Markt.

Sie müssen sich in dieser Hinsicht nicht auf mein Wort verlassen. Selbst die höchsten Kreise der Finanzwelt bestätigen, dass sich die Märkte nur noch auf den Anstieg der Assetpreise konzentrieren. Nach Angaben des Global Wealth Report der Credit Suisse hat das weltweite Gesamtvermögen 2017 mit 280 Billionen $ einen neuen Rekordwert erreicht. Hier ist die Zusammenfassung der Bank:

"In den zwölf Monaten bis Mitte 2017 stieg das weltweite Gesamtvermögen um 6,4 Prozent und erhöhte sich um 16,7 Billionen US-Dollar auf nunmehr 280 Billionen Dollar. Dies ist der größte Vermögenszuwachs seit 2012. Er spiegelt die umfassenden Kursgewinne an den Aktienmärkten wider, die mit ähnlichen Wertgewinnen beim Sachvermögen einhergingen. Letzteres stieg in diesem Jahr erstmals über das im Jahr 2007, vor der Finanzkrise erreichte Niveau. Da zudem das Vermögen stärker gewachsen ist als die Bevölkerung, stieg das weltweite Durchschnittsvermögen pro Erwachsenem um 4,9% und erreichte mit 56.540 Dollar ein neues Rekordhoch.

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Der diesjährige Bericht befasst sich insbesondere mit der Generation der Millennials und deren Aussichten auf Vermögenszuwachs. Im Allgemeinen deuten die Daten darauf hin, dass die Millennials gegenüber früheren Generationen im Nachteil sind, u. a. aufgrund strengerer Hypothekenrichtlinien, steigender Immobilienpreisen, zunehmender Einkommensunterschiede und geringerer Einkommensmobilität. Diese Faktoren behindern den Vermögenszuwachs junger Arbeitnehmer und Sparer in zahlreichen Ländern. Es gibt jedoch einen Lichtblick: Die Zahl der Milliardäre unter 30 Jahren ist nach Angaben von Forbes zuletzt gestiegen und in China sowie in anderen Schwellenländern verbessert sich die Situation insgesamt."

In dieser Zusammenfassung gibt es einige Punkte, die ich diskutieren möchte. Erstens, wie ist es der Welt gelungen ihr Gesamtvermögen um 6,4% zu erhöhen, wenn die weltweite Ölnachfrage gleichzeitig nur um 1,6% gestiegen ist?

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Wie wir der Tabelle der Internationalen Energieagentur (IEA) entnehmen können, hat sich die globale Nachfrage nach Rohöl im vergangenen Jahr nur um 1,6% erhöht. Damit wuchs das Gesamtvermögen viermal schneller als die Ölnachfrage. Ich kann mir gut vorstellen, dass einige meiner Leser jetzt sofort einwenden möchten, dass der Energieverbrauch nichts mit der Schaffung von Vermögen zu tun hat. Leider ist diesen Personen wohl die Fähigkeit zum logischen Denken abhanden gekommen oder sie glauben, dass Lebensmittel und alle anderen Waren sich einfach auf magische Weise in den Supermarktregalen manifestieren.

Die Finanzjongleure von der Credit Suisse berichten zudem, dass das Vermögen stärker gewachsen ist als die Weltbevölkerung. Das bedeutet letztlich nicht anderes, als dass vor allem Jüngere wohlhabender werden als ihre Großeltern, indem sie hauptsächlich auf Bildschirmen herumklicken, während Oma und Opa zumeist noch in der Fertigungsindustrie arbeiteten und echte Produkte herstellten.

Drittens weist die Credit Suisse darauf hin, dass die Millennials in verschiedener Hinsicht durchaus benachteiligt sind. Es gebe jedoch auch einen "Lichtblick": Die deutliche Zunahme der Milliardäre unter 30. Ist das nicht eine herzerwärmende Statistik? Was früher unter den günstigsten Umständen vielleicht im reifen Alten von 55-70 Jahren zu erreichen war, lässt sich heute direkt nach der Uni bewerkstelligen. Für die Wirtschaft ist es wahrscheinlich kein gutes Zeichen, dass die Zahl der Milliardäre unter 30 Jahren zugenommen hat.



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