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Kontratieff-Zyklus: Neue Hoffnung für Anleger und Sparer

23.01.2018  |  Prof. Dr. Hans J. Bocker
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Wohlstand kann nur durch Arbeit, wirtschaftliche Leistung und durch Sparen, und danach durch sinnvollen Einsatz des Ersparten in der Wirtschaft, aber niemals durch Gelddrucken erzeugt werden, wie die Geschichte viele Male lehrte. Doch was haben die Menschen aus der Geschichte gelernt? Soweit nur eins, und zwar dass sie nämlich nichts aus der Geschichte gelernt haben!

Nicht zu vergessen, die Rückkehr der Edelmetalle auf ihren im Laufe der Jahrtausende erworbenen und fest etablierten Platz. Silber ist heute so billig wie lange nicht mehr und von den rund 880 Mio. Unzen der jährlichen Weltproduktion verschwinden 80% fast ohne Recycling für immer in der Industrie. Der geringe Rest steht für Schmuck und Anlage zur Verfügung, müsste also viel teurer sein, zumal die Minenproduktion nachlässt.

Aber die Finanzindustrie ersetzt das, was fehlt, durch Papiersilber, also ein Versprechen, dass im Ernstfall niemals eingehalten werden kann. Die physischen Vorräte in London und an der COMEX in New York sind winzig. Sie könnten vielleicht ausreichen, um 1% aller Papiersilberinvestoren auszuzahlen, falls diese im Krisenfalle die physische Auslieferung verlangten. Die übrigen 99% gingen leer aus. Wollen Sie dazu gehören? Bleiben Sie solide und unbedingt physisch!

Alles Papiersilber und Papiergold sind absolut leere Versprechungen auf etwas, was nicht einmal im Ansatz existiert. Doch auch im Edelmetallmarkt werden wieder Marktgesetze einkehren. Physisches Angebot und physische Nachfrage werden den fairen Preis bestimmen, und nicht gut getarnte Machenschaften kasinospielender Finanzartisten mit künstlichem Papiersilber und Papiergold. Die Russen, und besonders die Chinesen, bereiten sich bereits aktiv auf diese Zeiten vor. China ist bereits zur stärksten Wirtschaftsmacht der Welt aufgestiegen. Und möglicherweise brechen die ersten Kontratieff-Frühlingstage dort aus.

Zum Abschluss noch ein Wort zu dem genialen Erfinder oder Entdecker der Langwellenzyklen. Den Moskauer Spitzenkommunisten war die Genialität des an zyklischen Gesetzen arbeitenden Wissenschaftlers Kontratieff nicht entgangen.

Daher erließ Stalin einen Befehl, den Mann an die Arbeit oder ein Projekt zu setzen, die oder das streng wissenschaftlich nachweisen sollte, dass der Kommunismus das unabänderliche Endstadium der sozialen und politischen Entwicklungen der Menschheit sei, also das Paradies auf Erden nach dem Motto: Jeder gibt, was er kann, und nimmt als kommunistischer Ideal- und Edelmensch nur, was er unbedingt braucht. Das wäre also das zyklisch bedingte Endstadium der Menschheit in Form des totalen Weltkommunismus. Der zwanghaften Verwirklichung dieser Idee fielen unter Stalin etwa 130 Millionen Menschen zum Opfer.

Stattdessen entwickelte Kontratieff seinen eigenen, heute bekannten Langwellenzyklus, der in Schriftform aus der Sowjetunion herausgeschmuggelt wurde. Dafür wurde er zu 20 Jahren Sibirien verurteilt. Als er im Gulag heimlich auf Zeitungsrändern und mit Bleistiftstummeln an fünf weiteren Büchern arbeitete, war das Stalin zu viel. Es gab eine erneute Verhandlung mit Todesurteil und 1938 wurde der Vollzug nach Moskau gemeldet. Heute spendet sein Vermächtnis Trost und Zuversicht. Der Beginn des Frühlings ist etwa Anfang der 20er und das Ende des Winters ist spätestens Mitte der 40er Jahre zu erwarten.

Noch bleibt Zeit für sinnvolle Vorbereitung auf die sich anbahnende große Wende. Die größten und besten Chancen dürfte aus einer Vielzahl von Gründen Silber haben. Das weiße Gold hat gerade den Abstand zum gelben Gold durch die Verschiebung der Preisrelationen drastisch vergrößert oder, je nach Standpunkt und Sicht des Betrachters, verkleinert. Historisch und traditionell galt über lange Zeitspannen hinweg eine Preisrelation von 60 zu 1, ganz früher sogar 16 zu 1. Es ist jetzt fast 100 zu 1.

Der Nachholbedarf für Silber in die Richtung seiner uralten historisch begründeten Relation wurde also viel größer. Als Alternative gilt jetzt mehr denn je: Silber als Anlage ist jetzt ein noch "viel billigeres und günstigeres Gold" geworden! Allein die 43.000 unverzichtbaren Anwendungen in der Industrie werden nachhaltig für ein glanzvolles Überleben dieses heute vergessenen Investmentvehikels sorgen.

Hier noch eine Empfehlung: Der Artikel "Sind Edelmetall-Sparpläne sinnvoll?" von Dr. Jürgen Müller. Die Zahlen und Fakten überzeugen absolut! Besonders, wenn noch eine extrem sichere Lagerung im Gotthard-Massiv sowie ein großzügiges Bonussystem dazu kommen (vgl. Angebote der Elementum).

Außerdem sind steigende Rohölpreise zu erwarten. Die amerikanischen Lager haben den tiefsten Stand in fünf Jahren erreicht und die von der OPEC geplanten Preissenkungen haben noch nie richtig funktioniert. Es gab zu viele heimliche Betrügereien. Jetzt aber gibt es ein Duopol zwischen den Saudis und dem inzwischen größten Öllieferanten der Welt, nämlich Russland, und beide sind an höheren Preisen heftig interessiert. Und ein Betrug wäre bei nur zwei per Absprache gebundenen Teilnehmern leichter nachzuvollziehen als zwischen etwa 20 OPEC Ländern, die sich nie einigen können.

Dies spricht für höhere Ölpreise und dies bedeutet für die Gold- und natürlich auch die Silberminen höhere Kosten, denn die Edelmetall-Minenbranche ist ausgesprochen energieintensiv. Steigt der Ölpreis werden auch die Kosten der Produzenten entsprechend steigen, die sie an die Kunden weitergeben. Zudem werden weltweit immer weniger Ölfelder entdeckt. Kurz: Das zu erwartende teurere Öl treibt auch die Preise für Gold und Silber mit nach oben.


© Prof. Hans-Jürgen Bocker
www.profbocker.ch


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