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Geldmetalle - Abriss der Entwicklungen, Ausblick auf 2018

08.02.2018  |  Dr. Keith Weiner
Vorherzusagen, wohin sich die Metallkurse aller Wahrscheinlichkeit nach auf kurze Sicht entwickeln werden, ist einfach. Man orientiert sich einfach am Fundamentalpreis. Wir haben viele Arbeitsjahre investiert, um die Theorie, das Modell und die Software für solche Berechnungen zu entwickeln. Jede Woche veröffentlichen wir Charts und die von uns kalkulierten Kurse.

Vorhersagen für längere Zeiträume gestalten sich jedoch viel schwerer. Der Fundamentalpreis zeigt die relativen Spannungen an den Spot- und Terminmärkten, was er zeigt, ist aber nur ein Schnappschuss. Er kann nicht vorhersagen, wie sich diese Spannungen verändern werden. Dahingehend betrachtet man natürlich den Dollar, Kredit, Zinssätze, andere Währungen, die Wirtschaft und selbst Wechselfaktoren wie Bitcoin.


Rückblick auf die Vorhersage des letzten Jahres

Einen Ausblick aufs Jahr 2017 hatten wir nicht veröffentlicht, weil wir uns mitten in der Entwicklung und Inbetriebnahme nicht nur unserer Webseite befanden, sondern auch der dahinterstehenden wissenschaftlichen Datenplattform. Einen großen Teil dieser Daten werden wir uns in diesem Ausblick auf das Jahr 2018 anschauen.

Um selbst ehrlich zu bleiben, werden wir jedoch auch einen Blick auf die Vorhersagen des vorhergehenden Jahres 2016 werfen. Aufgrund des fehlenden 2017er Ausblicks werden wir uns jetzt kurz anschauen, was wir im Ausblick auf das Jahr 2016 geschrieben hatten.

"Wir denken, dass sich Goldkäufe jetzt wahrscheinlich als gutes Geschäft erweisen werden. Wir versprechen nicht, dass der Kurs nicht niedrig bleiben kann (klar, wenn er jetzt niedrig sein kann, dann kann er niedrig bleiben oder sogar auch sinken.) Wir sehen hier einfach Wertpotential.

Wer traden möchte, der könnte Gold als Tradingposition kaufen.

Beim Silber befinden wir uns in einer viel besseren Situation als letztes Jahr. Damals war Silber zu hoch bewertet. Die Kurse haben inzwischen zurückgesetzt. Jetzt liegt es fast am Fundamentalpreis – plus oder minus. Trotzdem spricht aktuell nicht zu viel für den Silberkauf. Wenig spricht hingegen für den Kauf von Silber-Tradingpositionen. Das wäre ein bisschen wie würfeln. […]

Das Gold-Silber-Verhältnis schloss dieses Jahr bei ungefähr 76,7. Unsere Modelle legen nah, dass es bis über 85 gehen könnte.“


Letztlich war das dann gar keine so schlechte Vorhersage. Gold beendete das Jahr 2015 bei einem Stand von ca. 1.060 $. Gegen Jahresmitte schoss der Kurs dann auf ca. 1.370 $. Das war eine Überreaktion relativ zum Fundamentalpreis (was wir im Supply and Demand Report vom 3. Juli anmerkten). Wir schrieben, der Marktpreis läge 200 $ über dem Fundamentalpreis. Zum Jahreswechsel lag der Marktpreis bei 1.150 $. Unsere Vorhersage zu Beginn des Jahres war also richtig gewesen, und auch unsere Vorhersage bezüglich der Preisspitze Mitte 2016.

Silber schloss Ende 2015 bei knapp unter 14 $ und schoss dann im Jahr 2016 über 21 $-Marke - ein Gewinn von 50 %. In unserem Bericht vom 3. Juli schrieben wir, dass es 3 $ über seinem Fundamentalpreis lag. Das war die Vorhersage für einen deutlichen Kursrückgang. Der Markt gehorchte, der Kurs erdete sich wieder.

Gegen Jahresende stand Silber bei weniger als 16 $. Kein schlechter Würfelwurf in unserem Ausblick für 2016.

Das Gold-Silber-Verhältnis erreichte Anfang 2016 ein Hoch bei 83 (und auch 2017 wieder), was ebenfalls im Bereich unserer Vorhersage lag.


Wie man nicht über Gold denken sollte

Es gibt eine Reihe verbreiteter Methoden zur Goldanalyse. Auf einigen alternativen Anlage- und Gold-Seiten findet man Verschwörungstheorien über Kursmanipulation, Gerüchte, aus dem Kontext gerissene Scheinwahrheiten und schließlich Minenproduktion und Verbrauchsdaten der Industrie.

Unsere Ansicht ist, dass der Dollar in der Tat im Sterben begriffen ist. Das wird allerdings nicht im Rahmen einer augenblicklichen, weißglühenden Supernova der Hyperinflation passieren. Es handelt sich dabei um einen langgezogenen Erstickungstod - das Ertrinken eines kompetenten Schwimmers draußen im Meer.

Wir haben viel geschrieben, um die Behauptungen einer Kursmanipulation zu widerlegen (hier ist unser offener Brief an Ted Butler, mit Diagrammen unserer Daten, die zurück bis ins Jahr 1996 reichen).

Gerüchte, Zahlen zu indischen Goldimporten und Nachrichten würden wir in eine Schublade stecken. Selbst wenn diese Artikel sachbezogen und faktisch sind, so sind sie in der Anlegerwelt das Pendant zu “attraktiven Belästigungen“ - sie können zur finanziellen Selbstschädigung verleiten.

Und schließlich gibt es die Verbrauchsdaten für die Bereiche Elektrotechnik und Schmuck, sowie die Bergbauproduktion. Wir bestehen darauf, dass man Gold und Silber nicht verstehen kann, wenn man die kleinen Veränderungen bei Produktion und Verbrauch im Blick hat. Geldmetalle lassen sich nicht verstehen durch konventionelle Rohstoffanalyse.

Der Grund dafür ist, dass sich buchstäblich das gesamte jemals abgebaute Gold nach wie vor in menschlicher Hand befindet (was in geringerem Ausmaß auf Silber zutrifft). Nach Schätzungen des World Gold Councils beliefen sich die gesamten Goldbeständen Ende 2017 auf 188.538 Tonnen; die offizielle Bergbaujahresproduktion belief sich in den letzten 3 Jahren auf durchschnittlich 3.247 Tonnen. Das sind nicht mehr als 1,7% der zu jenem Zeitpunkt existierenden Goldbestände. Anders ausgedrückt: Beim derzeitigen Produktionsniveau müsste 58 Jahre lang Gold abgebaut werden, um jene Menge zu produzieren, die derzeit oberirdisch lagert.

Wenn die Goldbergbauproduktion nur 1,7% der Goldbestände ausmacht, dann ist es unwahrscheinlich, dass kleine Veränderungen bei diesen 1,7% große Auswirkungen auf den Goldpreis haben werden.



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