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Gold benötigt mehr relative Stärke für einen Ausbruch

05.02.2018  |  Jordan Roy-Byrne
Vor wenigen Tagen hat der Goldkurs eine wichtige Widerstandslinie der letzten fünf Jahre erreicht. Von dieser ist er seitdem allerdings wieder abgefallen, während der Rest des Edelmetallsektors deutliche Kursverluste verzeichnete, die sich am Wochenende verstärkten. Der Goldkurs hat zwar nur 1% nachgegeben und der Dollar konnte nur minimal zulegen, doch für Silber ging es 4% abwärts und die Aktien der Minengesellschaften sanken gemessen an den ETFs GDX und GDXJ um 6% bzw. 7%. Ein starker Ausbruch des gesamten Sektors nach oben steht ganz offensichtlich nicht kurz bevor, denn vorerst hat eine Korrektur begonnen. Ein genauer Blick auf den Markt zeigt jedoch, dass der Goldpreis in diesem Jahr noch ausbrechen kann, wenn er mehr relative Stärke gewinnt.

Das Fehlen relativer Stärke ist der Grund dafür, dass der Goldpreis trotz des zweimaligen Tests der Trendlinie in den letzten fünf Monate keine entscheidende Aufwärtsbewegung vollziehen konnte. Seit den Tiefs im Dezember 2016 war jede Kursstärke die Folge eines schwachen US-Dollars. Das wird insbesondere dann deutlich, wenn wir Gold im Vergleich zu den Fremdwährungen (FC) zeigen. Hier ist die Linie seit jenem wichtigen Sektortief nur leicht gestiegen. Das zeigt uns, dass allein der schwache Dollar für die starke Entwicklung des Goldkurses verantwortlich ist.

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Darüber hinaus sehen wir, dass das Gold/Anleihen-Verhältnis einen gesunden Aufwärtstrend gestartet hat. Das Gold/Aktien-Verhältnis ist allerdings noch immer in einem langfristigen Abwärtstrend gefangen, der nur zu Beginn des Jahres 2016 kurz unterbrochen wurde. Damit der Ausbruch nach oben in diesem Jahr gelingen kann, müsste Gold im Verhältnis zu den Fremdwährungen wieder eine bessere Performance zeigen oder seinen Abwärtstrend gegenüber den Aktien umkehren. Wie Sie sehen ist die Gold/FC-Linie aber erst kürzlich an einem Ausbruchsversuch nach oben gescheitert. Sollte Gold jedoch selbst während einer Korrektur- oder Konsolidierungsphase eine bessere Performance zeigen als die Aktien, wäre das ein sehr ermutigendes Signal.

Die relative Schwäche der Goldaktien und des Silberkurses in der letzten Zeit ist ein weiterer Grund dafür, dass wir frühestens im Sommer mit einem Ausbruch bei Gold rechnen. In den vergangenen Tagen hat sich Gold gut gehalten, während es im Minensektor zum Sell-off kam. Unten sehen Sie eine Reihe von Indices, von denen die meisten bereits unter ihren gleitenden 200-Tages-Durchschnitt gesunken sind. Der GDX konnte den Widerstand bei etwa 25 $ nicht erreichen und der GDXJ ist nicht einmal in die Nähe seines Hochs vom September 2016 gekommen.

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Gold und der gesamte Edelmetallsektor befinden sich in einer guten Ausgangslage für einen Ausbruch nach oben in diesem Jahr, aber wir werden uns noch etwas gedulden müssen. Die Stärke von Gold basierte fast ausschließlich auf der Schwäche des US-Dollars. Das allein zeigt bereits, dass wir es im Edelmetallsektor noch nicht mit einem ausgewachsene Bullenmarkt zu tun haben. Gold muss zunächst mehr relative Stärke zeigen, insbesondere gegenüber den Aktien und den Fremdwährungen. Dies fehlte im letzten Jahr, doch es ist wichtig, diese Entwicklung im Auge zu behalten, da Gold an relativer Stärke gewinnen könnte, noch bevor es im Edelmetallsektor zu den großen Kursbewegungen kommt. Die positiven Aussichten für die zweite Jahreshälfte 2018 und für das Jahr 2019 bedeuten, dass jede Schwäche eine Chance bietet, die Aktien der Junior-Unternehmen zu kaufen, die die größten Kurssprünge machen werden, sobald Gold nach oben ausbricht.


© Jordan Roy-Byrne



Dieser Artikel wurde am 02. Februar 2018 auf www.thedailygold.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.



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