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Rohstoffe, Dollar und Zinsen in Bewegung - Hyperinflation am Horizont

06.02.2018  |  Egon von Greyerz
2018 fängt genau auf’s Stichwort an. Einige Zeit schon ist die Inflation am schwelen, aber erst seit kurzem sehen wir, was wirklich auf uns zukommen wird.

Wie könnte irgendjemand dieser Propaganda Glauben schenken, dass es keine Inflation gibt? Dies half natürlich den Manipulierern des Marktes. Aber diese Tricksereien der Zentralbanker werden nun entlarvt. Seit den frühen Achzigerjahren befand sich der Zinszyklus in einem starken Abwärtstrend. Als 2007 die Finanzkrise startete, gerieten Zentralbanker in Panik und die Zinsen wurden rund um den Globus noch schneller gesenkt.

Open in new windowDie kurzfristigen Zinsen fielen von 5% im Jahr 2007 auf Null im Jahr 2008 und blieben auf diesem Level bis Ende 2015. In vielen Ländern wurden die Zinsen auch in den Minusbereich gesenkt, wie zum Beispiel in Japan, in der Eurozone, in der Schweiz, in Schweden usw. Niedrige oder negative Zinsen trotzen jeglicher ökonomischer Prinzipien und verzerren das Gleichgewicht einer normalen Marktwirtschaft. Sie führen dazu, dass nicht gespart wird und ohne Ersparnisse können auch keine vernünftigen Investitionen getätigt werden. Stattdessen wurden Investitionen mit gedrucktem oder geliehenem Geld gemacht. Aufgrund der niedrigen Kosten von Geld wurden viele hochriskanten Projekte gestartet.

Niedrige oder negative Zinsen führen auch zu unverantwortlichen Defiziten bei den Staatsausgaben. Darum sind die Schulden von 120 Billionen Dollar im Jahr 2006 auf 240 Billionen Dollar heute angestiegen.

Die explosive Geldmengenausweitung wird auch zu einer Explosion bei der Inflation führen.

Normalerweise hätte diese Explosion in der Geldmenge bereits zu sehr hoher Inflation oder Hyperinflation geführt. Aber da von dem künstlich erschaffenen Geld praktisch garnichts in die normale Wirtschaft floss, zeigten die veröffentlichten Daten so gut wie keine Inflation. Natürlich weiss jeder, der Essen einkauft oder Rechnungen bezahlt, dass die offizielle Inflation eine reine Fiktion der Regierungen ist. Aber obwohl die offiziellen Zahlen nicht auf Inflation hindeuten, gab es eine Explosion in den Preisen für Vermögenswerte. Die Preise für Aktien, Anleihen und Immobilien stiegen alle stark an. Die amerikanischen Aktienmärkte zum Beispiel sind seit 2009 um Faktor vier angestiegen.

Diese Vermögensblasen kommen normalen Menschen nicht zu Gute. Sie verhindern wertvolle Investitionen in die Wirtschaft und helfen nur den obersten 1-5%. Dies ist ein sehr gefährlicher Trend, der letztlich zu sozialen Unruhen oder Revolution führen wird.

Aber wir haben jetzt einen Punkt erreicht, an dem die Explosion der Geldmenge einen signifikanten Einfluss auf die Wirtschaft haben wird. Die unvermeidbaren Konsequenzen dieses völlig unverantwortlichen Missmanagements der Wirtschaft, die ich bereits seit einiger Zeit vorhersagte, fangen nun an, sich auszuwirken.


Rohstoffe, Zinsen und den Dollar im Auge behalten

Die wichtigsten Bereiche, die es im Auge zu behalten gilt, sind der Anstieg der Preise in Rostoffen, die Zinsen, sowie der US Dollar. Diese drei Märkte signalisieren nun klar die kommende Inflation und die darauffolgende Hyperinflation.

Beginnen wir mit der Inflation: Die offiziellen Statistiken sind wie oben erwähnt nutzlos, da die Zahlen hoffnungslos manipuliert sind. Ein sehr guter Indikator für die Inflation sind aber Rohstoffe. Unten sehen Sie eine Grafik des GS Rohstoff Index im Verhältnis zum S&P Index seit 1971. Das Verhältnis ist auf einem absoluten Tiefststand, niedriger als 1971 und 1999. Dieser Zyklus beginnt nun zu drehen und das Verhältnis wird wahrscheinlich deutlich über die Hochs von 1974, 1990 und 2008 ansteigen. Das heisst, auf einen Wert von mindestens 10, was einer Verzehnfachung des heutigen Levels entsprechen würde.

Das bedeutet, dass Aktien im Vergleich zu Rohstoffen um 90% fallen werden. Da Edelmetalle der Hauptprofiteur dieses Rohstoff-Booms sein werden, werden Aktien gegenüber Gold und Silber mindestens um 95% fallen.


Rohstoffe vs. Aktien

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Aktien teuer, Rohstoffe billig?


Das kurzfristige Rohstoff-Chart zeigt, dass der CRB-Index (Commodity Research Bureau Index) im Februar 2016 einen Boden gefunden hat und seither um 30% angestiegen ist. Seit Juni 2017 ist der CRB 20% höher und seit Dezember 2017 8%. Dies ist ein deutlicher Indikator, dass die Inflation nun schnell steigen wird.


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